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Frühe Kulturen: Die Adena-Kultur

Adena: zwischen 1000 bis 300 v. Chr.

Der «Große Schlangenhügel» in Ohio, der von den Adena-Leuten angelegt wurde und 382 Meter lang und etwa 1 Meter hoch ist. Die erste große Hügelbauer-Kultur entstand im Ohiotal, die sich entlang des Flusses und seiner Nebenarme entwickelte. Archäologen benannten diese Kultur als Adena. Ihr Name erhielt sie durch einen Besitz bei Chillicothe im Bundesstaat Ohio, wo 1901 ein Mound untersucht wurde.

Die Menschen dieser Kultur lebten in Dörfern mit kaum mehr als 10 Rundbauten, die einen Durchmesser von 5 bis 18 Metern aufwiesen. Die größeren dieser Behausungen wurden wahrscheinlich für kultische Zwecke verwendet. Die Wände der Häuser standen 11 Grad nach außen damit das Regenwasser nicht an der Hauswand ablief, bestanden aus Pfosten an denen ein Holzgerüst befestigt über das eine Lehm- oder Rindenverkleidung angebracht war. Das Dach war mit Reet oder Rinde gedeckt. In den Feuerstellen dieser Ruinen sind Nußschalen, Tierknochen und Essensreste gefunden wurden. Nach deren Analysierung wurde festgestellt, dass die Menschen Hirsche, Elche und Kleinwild jagten, Wildpflanzen und Beeren sammelten und Ackerbau betrieben, der Kürbisse und Sonnenblumen lieferte.

Drei Dinge, die die Adena-Menschen praktizierten und auch weiterentwickelten, waren der Pflanzenanbau, die Herstellung von Keramik und eine organisierte Gemeinschaftsarbeit.

Sie besaßen einen Totenkult, den sie im Laufe der Zeit immer weiter entwickelten. Am Anfang waren die Gräber ärmlich. Später - etwa ab 500 v. Chr. - wurden die Toten in flache, mit Rindenstücken ausgelegte und zugedeckte Mulden gebettet über die ein Erdhügel angelegt wurde.

Die Hügel der Adena-Kultur waren ausschließlich Burial Mounds - also Grabhügel. An den Hügeln erkennt man, dass bereits die Adena-Leute eine Hierarchie kannten. Anhand der Gräber konnte man, die der Vornehmen und die der unbedeutenden Personen - denn diese wurden verbrannt - unterscheiden. An Skeletten der Vornehmen oder Privilegierten wurde ein besonderes Ritual vollzogen. Man legte sie in ausgestreckter Körperhaltung auf den Rücken und streute ein rotes Farbpulver darüber. Nicht eindeutig ist der Zeitpunkt wann das Pulver auf den Leichnam kam. Entweder war es nach dem man das Skelett vom Fleisch befreit oder es ungeschützt einige Zeit liegen gelassen und anschließend gereinigt hatte.

Um die Erdhügel waren Wälle angelegt wurden. Im 19. Jahrhundert glaubte man noch, dass es sich dabei um Befestigungen handelte, heute glaubt man zu wissen, dass sie heiligen Boden umschlossen, als Schutzmauern dienten und gleichzeitig eine Grenze darstellen, die nicht übertreten werden durfte.

Wie oben bereits erwähnt lebten die Adena-Menschen in sehr kleinen Dorfgemeinschaften. Die Adena-Hügel waren Familiengräber. Nicht bekannt ist ob sich mehrere Generationen am Bau eines solchen Hügels beteiligten. In den Begräbnisstätten der Adena sind zahlreiche Kunstgegenstände gefunden wurden, wie etwas mehr als ein Zentimeter dicke Stein- oder Tontafeln, in die Figuren eingeritzt sind, Kupferperlen und andere Dinge, die von einem breiten Handelsnetz zeugen.

Die Blütezeit der Adena-Kultur war um 100 v. Chr. und begann aus unbekannten Gründen zu zerfallen bis sie schließlich im 1. Jahrhundert n. Chr. verschwand. Woher einst die Adena-Leute gekommen waren und wohin sie aus dem Ohiotal gingen ist nicht bekannt.

Nicht schlecht wäre, wenn die Gelehrten (Archäologen) sich endlich mal auf Jahreszahlen ungefähr festlegen könnten und es nicht so große Abweichungen gäbe.






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