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Der Amazonas - Größtes Sauerstoffreservoir der Erde
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Der Amazonas ist der längste Fluß Südamerikas und zugleich der
zweitlängste und wasserreichste Fluß der Erde. Er befindet sich im
nördlichen Südamerika und hat eine Länge von 6.437 Kilometern. In den
Amazonas fließen 200 Nebenflüsse. Der Amazonas entsteht bei Nauta aus den
Quellflüssen Maranon, Huallaga und Ucayali in Peru und fließt von den Anden im
Westen des Kontinents bis zur Atlantikküste im Osten, wo er in einem inselreichen
Trichterdelta mündet. Das Einzugsgebiet des Flußsystems hat eine Fläche
von 7,18 Quadratkilometer. Ungefähr 4.500 Kilometer des Flusses sind schiffbar.
Drei Hauptarme des Amazonas münden in den Atlantischen Ozean. Bei Iquitos hat der
Amazonas eine Breite von 1,8 Kilometer, bei Manaus bereits 5 km und im Mündungsbereich
250 Kilometer. Sein Mittellauf trägt den Namen Solimoes. Der Amazonas erreicht auch
eine beachtliche Tiefe. 1.700 Kilometer von der Mündungsstadt Belem entfernt,
mündet der Rio Negro in den Amazonas. An dieser Stelle ist der Amazonas bereits 150
Meter tief. Seine Tiefe bei Belem beträgt etwa 400 Meter. Pro Sekunde sollen sich an
seiner Mündung 1.500.000 Kubikmeter Wasser in den Atlantik ergießen und bis 400
Kilometer von der Mündung entfernt noch Süßwasser sein. Der Amazonas ist
somit der wasserreichste Fluß unserer Erde.
Das Tiefland des Amazonas ist das größte Sauerstoffreservoir unserer Erde.
Zugleich ist auch Amazonas-Gebiet der größte Staat Brasiliens mit einer
Fläche von 1.564.445 Quadratkilometern. Hier leben 1,43 Millionen Menschen, die
Hauptstadt ist Manaus mit etwa 200.000 Einwohnern.
Die mächtigsten Nebenflüsse sind der Rio Negro und Madeira. Der Rio Negro
überflutet zur Regenzeit ein Gebiet von 650.000 Quadratkilometern - ein Gebiet fast
zweimal so groß wie Deutschland (357.022 km2), fast achtmal so
groß wie Österreich (83.854 km2) oder fast sechzehnmal so
groß wie die Schweiz. (41.285 km2). Weitere Nebenflüsse sind
Xingu, Tapajos, Purus, Jurua, Jutai, Japura, Trombetas und Maicuru, um nur einige zu
nennen.
Das Klima des Amazonas-Gebietes ist feucht-heiß und es herrscht vorwiegend tropischer
Regenwald vor, im Norden wird er durch eine ausgedehnte Savanne unterbrochen. Es werden
Kautschuk und Edelhölzer abgebaut, was zu zunehmenden Umweltschäden durch die
Abholzung führt. Im Gebiet des Amazonas gibt es außerdem einzelne Pflanzungen
von Kakao, Rizinus und Reis. Es fehlen trotz der Plantagen Arbeitskräfte.
Die Tierwelt (Fauna) des Amazonasgebietes besitzt zahlreiche gifte wie auch gefährliche
Raubtiere, wie die Skorpione, Vogelspinnen, Piranha und Jaguare. Lästig sind die
Schwärme von Mücken, Fliegen und Bienen. Nicht vergessen sollte man die Ameisen.
Nur wenig erforscht, sind die zahlreichen und unabhängigen Indianerstämme des
Gebietes.
Anmerkung:
Das Amazonas-Tiefland wird von den Brasilianern Selvas genannt. Die Wälder sind die
größte Regenwaldregion unserer Erde.
Vor etwa 600 Millionen Jahren war das Amazonasbecken eine nach Westen zum Urpazifik offene
Meeresbucht, deren Verbindung während des Tertiärs als sich die Anden falteten
unterbrochen wurde. Ein riesiger See entstand nun, bevor im Quartär der Durchbruch
zum Atlantischen Ozean entstand. | |
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