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Die
Indianer
Südamerikas
 
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Die Araukaner


Im heutigen südlichen Mittelchile und Westargentinien genauer gesagt an der Südgrenze des Inka-Reiches zwischen dem 30° und 40° südlicher Breite lebte zu dieser Zeit ein größeres indianisches Volk, zu deren Sprachfamilie mehrere Stämme angehörten. Von ihren Nachbarn und der Amerikanistik - die Wissenschaft von den amerikanischen Indianern - werden sie Araukaner genannt. Sie selbst nannten sich Che (Volk, Leute). Die Stämme, die ihnen angehörten, waren die Picunche, Pehuenche, Tahulet, Huilliche, Mapuche und die Ranqueles. Sie besiedelten verschiedene Gebiete des Araukaner-Landes. Sie unterschieden sich nicht nur von der Gegend in welcher sie wohnten, sondern besaßen auch gewisse kulturelle Unterschiede. Die Picunche war der erste Stamm, welcher mit den Inkas und Spaniern zusammentrafen, die nördlich des Rio Bio Bio wohnten. Sie waren es auch, die die Hauptlast der kolonialen Unterdrückung und Ausbeutung zu tragen hatten. Spätere Kämpfe wurden aber von den Mapuche und nach der großen Ostexpansion ins Pampa-Gebiet von den Ranqueles geführt.

Die Araukaner haben in vorkolumbischer Zeit vorwiegend Mais, Kartoffeln und Kürbisse angebaut. Als die Spanier kamen, übernahmen sie das Pferd. Die Ranqueles, die östlich der Alpen lebten, sind ausgezeichnete Reiter geworden.

Die Araukaner waren eine der zahlenmäßig größten Gruppe, die jenseits der Grenzen der indianischen Reiche lebten.


Der Kampf der Araukaner gegen die Konquistadoren

Die Mehrzahl der nordamerikanischen Indianer hat erst lange nach dem Jahre 1492 die ersten Europäer kennengelernt. Sie sind auch erst im 19. Jahrhundert unterworfen worden. In Mittel- (Meso) und Südamerika, den Gebieten, in dem die beiden Hauptbrennpunkte lagen, wo auch heute noch 95 Prozent der indianischen Bevölkerung Amerikas leben, waren die Verhältnisse total anders. Die portugiesischcen und spanischen Eroberer waren nach der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus darangegangen, die Gebiete, welche zugänglich waren, sofort zu unterwerfen. Im Laufe des 16. Jahrhunderts wurden von den Eindringlingen nach und nach die Inkas und die Azteken, die Chibcha und später auch die Mayas unterjocht. Es gab aber auch ein Volk, welches dem Vordringen der Spanier mit unglaublicher Hartnäckigkeit und Unerschrockenheit entgegen traten, es waren die Araukaner. Über die Araukaner und ihren Verteidigungskampf weiß man sehr wenig. Sie hatten es fertiggebracht, selbst die Heere der Inkas von ihren Grenzen zu vertreiben. Als erster Konquistador unternahm Diego Almagro der Ältere einen Feldzug gegen sie. Seine Armee verfügte über 570 Spaniern, 15.000 Indianern und einem Mitglied der königlichen Sippe des Inka-Reiches, dem Bruder des Inka Manco, den die Spanier Pablo nannten.

Die Expedition brach im Juni 1535 in Cuzco auf. Sie durchquerte das bolivianische Altiplano und erreichte im März 1536 das heutige Chile. Bei der Überquerung der vereisten Anden-Pässe in 4.000 m Höhe erfroren 11.000 Indianer in den Schneestürmen und kein einziges Pferd &u?ml;berlebte diese Strapaze.

Sie wurden an der Küste Nordchiles, einem Gebiet, welches nicht von Araukanern bewohnt wurde, relativ freundlich aufgenommen. Von Gold und Edelsteinen war keine Spur vorhanden. Erst an einem kleinen Flüßchen, welcher heute nicht mehr bestimmt werden kann, stießen sie auf eine Gruppe von etwa 100 bewaffneten Araukanern, welche sofort angriffen und den Spaniern hohe Verluste beibrachten. In den 45 Jahren seit die Spanier in Südamerika weilten, war ihnen Derartiges noch nie passiert. Da sie alle erschöpft waren und sie mit einem solchen Kampfesmut nicht gerechnet hatten, beschloß der Anführer der Konquidatoren - Almagra - die Rückkehr nach Peru. Bei ihrem Rückzug wurde ein anderer Weg gewählt. Er führte sie durch die ausged&oumLrrte, wasserlose, 800 km lange Atacama-Wüste und kostete wiederum einigen Dutzend Spaniern das Leben. Nun standen sie erneut vor den Anden. Da aber ihr Marsch nach Peru eher einer Flucht glich, erreichten sie nach 4.000 km Cuzco und ihre gemachten Erfahrungen hielt sie eine gewisse Zeit zurück das Land der Araukaner zu erobern.

Die Gier nach Gold und Macht war die größte Tugend der Konquistadoren. Trotz der negativen Berichte von Almagros - einen Offizier von Pizarro - Valdivia - einige Jahre später erneut auf, um das Land Chile zu erobern.

wird fortgesetzt...

 
 
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