NORDAMERIKA
Stämme nach Kulturarealen
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Die Aravaipa
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Die Aravaipa sind ein Apachen-Stamm, der zwischen dem San Pedro River und den Galiuro
Mountains am Aravaipa Creek beheimatet war. Der Stamm bestand aus 150 Personen und hatte
den berühmten Häuptling Eskiminzin hervorbracht. Er suchte im Februar des
Jahres 1871 das Camp Grant auf, um Frieden zu schließen. Der dortige Kommandant
Lieutenant Whitman hatte aber nicht die Befugnis einen solchen Vertrag zu schließen,
da sein Außenposten am Zusammenfluß des Aravaipa Creek und des San Pedro River
zu klein war. Er erteilte den Arapaipa aber die Erlaubnis als Kriegsgefangene ohne Waffen
nahe dem Camp zu bleiben.
Die Aravaipa errichteten einige Meilen flußaufwärts ihr Lager, wo sie Mais
anbauten und Wurzelknollen kochten. Dieses friedliche Nebeneinander zweier Feinde war
so erfolgreich, dass sich mehr als 100 andere Apachen den Aravaipa anschlossen. Dieser
Frieden fand aber ein jähes Ende als am 13. April 1871 vier getötete Amerikaner
in der Nähe von San Pedro gefunden wurden und die Bürger von Tucson die
Aravaipa der Schuld bezichtigten. Daraufhin ritten am 28. April der erfahrene
Indianerkämpfer Oury, 42 Mexikaner, 92 christliche Papago-Krieger und sechs
Amerikaner zum Dorf der unbewaffneten Aravaipa und eröffneten ohne vorheriger
Warnung das Feuer. Nach nur knapp einer halben Stunde waren sämtliche Apachen
tot, geflohen oder gefangengenommen worden. 144 Aravaipa fanden den Tod und 27 Kinder
wurden von den Papago in die Slaverei verschleppt.
Erst nach drei Monaten war Eskiminzim wieder bereit Friedensverhandlungen mit Lieutenant
Whitman aufzunehmen. Als dieser sein Ehrenwort gab, die Mörder vor ein Gericht
zu bringen, errichteten die Aravaipa ihr Lager wieder. Jedoch wurden die Mörder von
ihrer Tat freigesprochen. Nachdem das Indianerlager wieder aufgebaut war, beschloß
die Regierung Camp Grant 100 Kilometer nach Südosten zu verlegen. Im Februar des
Jahres 1873 wurden deshalb die Aravaipa in die San Carlo Reservation umgesiedelt. Als sie
auch hier ihr Lager wieder aufgebaut hatten, kam es zu einem Aufstand, an dem sich aber
die Aravaipa nicht beteiligten. Da jedoch Lieutenant Almy getötet wurde, wurde auf
Befehl Crooks Eskiminzin vorsorglich festgenommen.
Eskiminzin und seine Leute flohen in der Nacht des 04. Januars 1874. Vier Monate
verweilten sie in den Bergen auf der Suche nach einer Zuflucht und nach Nahrung. Um
endlich Frieden zu finden, kehrten sie im April in die Reservation zurück. Hier
wurde Eskiminzin und seine Unterhäuptlinge festgenommen und gefesselt in Ketten in
das Camp Grant übeführt. Der Indianer-Agent John Clum brachte sie im Sommer
in die San Carlos Reservation zurück. Zwölf Jahre lang bis 1886 lebten die
Aravaipa in Frieden und hatten in dieser Zeit ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit
erreicht als Eskiminzin beschuldigt wurde, mit dem Banditen Apache Kid gemeinsame Sache
zu machen. Schuldlos wurde er und seine 40 Leute in die Verbannung nach Florida zu den
Chiricahua geschickt. Die Aravaipa und Chiricahua wurden später nach Mount Vernon
Barrocks in Alabama verlegt. General Crook, John Clum und Hugh Scott - weiße
Freunde der Apachen, erreichten gegen den Widerspruch General Miles und des
Kriegsministeriums, dass die Aravaipa unter Führung ihres Häuptlings Eskiminzin
nach San Carlos zurückkehren durften und nicht in der vom Fieber verseuchten Region
am Mobile River dahinsiechen brauchten. | |
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