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Die Chavin-Kultur


Dieser Kultstein «El Lanzón» steht seit 2.700 Jahren im Innern eines unterirdischen Tempels in Chavin. Er ist mit dem Blut unzähliger Menschenopfer befleckt. Wie in Mexiko und Mittelamerika so gab es auch im westlichen Südamerika eine Wandlung vom nomadisch lebenden Jäger und Sammler zu seßhaften Bauern, die Bildung von Königreichen und die Weiterentwicklung der Kulturen. Dabei spielte das Küstentiefland, das Hochland der Westkordillere und die Hochtäler eine besonders wichtige Rolle. Die Entwicklung des heutigen Perus begann an der Küste. Hier bearbeiteten die ersten Bauern die fruchtbaren Flußufer. Trotz alledem verwendete man das Meer als unerschöpfliche und traditionelle Nahrungsquelle ihrer Vorfahren weiter. Vor der Küste sind riesige Muschelbänke mit zahlreichen fossilen Abdrücken anzutreffen.

Auch wenn von ihrer Kultur und ihrer Lebensweise nicht viel bekannt ist, so weisen die wenigen Grabbeigaben, die gefunden wurden, darauf hin, dass man an ein Leben nach dem Tode glaubte. Bis heute sind diese Grabbeigaben die einzigen uns bekannten Zeugnisse über die frühesten Kulturen Perus.

Eine nördlich von Lima im westlichen Zentralperu gelegene altindianische Stätte ist Chavin de Huántar. Sie war möglicherweise die Hauptstadt eines kleinen Staates und beherbergt die Ruinen eines monumentalen Heiligtums. In der sogenannten Chavin-Kultur, welche 9. - 4./3. v u. Z. dauerte, entwickelte sich eine religiöse Kultur, die ähnlich wie die Kultur der Olmeken, die nachfolgenden Kulturen erheblich beeinflußte und daher als Mutterkultur Perus bezeichnet wird. Hervorragende Arbeiten im Bereich der Goldschmiedekunst und vor allem in der Keramik entstanden in der Blütezeit der Chavin-Kultur. Der Jaguar war der Sternengott und zugleich der Herr der Vegetation und nahm eine besondere Stellung ein. Der Falke oder Kondor symbolisierte die Sonne, der Fisch das Symbol des Mondes und stand für das Ursternenpaar, welches die Menschen und Planeten schuf. In der Chavin-Kultur wurden Fabelwesen geschaffen, die halb Mensch und halb Tier waren und die Angst eines Volkes ausdrückten, das sich seiner Vergänglichkeit bewußt war. Der peruanische Archäologe Julio César Tello, der in den 40er Jahren dieses Jahrhunderts mit seinen Mitarbeitern die Stätten der Chavin-Kultur erforschte, gelang die Bedeutung des Namens »Chavin« herauszufinden. Der Name ist nicht wie bei anderen indianischen Stätten und Heiligtümern spanischen Ursprungs, sondern geht auf eine karibische Sprache zurück. Chavin bedeutet «Jaguarsöhne mit Speeren».

Im Norden bei den Moche und im Süden bei den Nazca sind Einflüsse der Chavin-Kultur zu erkennen.
 
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