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Die Chorrera-Kultur


Figur der Chorrera-Kultur Chorrera-Kultur: etwa von 1.000 bis 300 v. Chr.

Die Chorrera-Kultur schloß sich der der Machalilla an. Ihren Namen erhielt die Kultur von einer Hazienda - Farm, Landgut - am Babahoyo-Fluss nahe der gleichnamigen Stadt in der Provinz Los Rios.

Zahlreiche Artefakte der einflussreichen Chorrera-Kultur wurden hier 150 Kilometer von der Küste entfernt gefunden und damit liegen die Funde tiefer im Landesinneren als die der Valdivia-Leute.

In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts entdeckte man Keramik einer unbekannten Kultur auf der Halbinsel Santa Elena in den Engoroy-Hügeln über der Ortschaft Libertad nahe der Küste. Heute trägt die Kultur den Namen «Chorrera» Auch über die Provinz Manabi hinaus entdeckte man in Ecuador an bislang 18 Plätzen Keramik der Chorrera-Kultur meist in der nahen Küstenregion, so wie beispielsweise in Bahia de Caráquez, bei Portoviejo und Chacras.

Die Chorrera erreichten den Höhepunkt ihrer Entwicklung zur Zeit als die Chavin-Kultur und die Olmeken existierten. Alle drei Zivilisationen hatten zwar keine einheitliche Religion, aber die gleiche Vorstellung von der Welt. Ihr Kosmos und die Stellung der Götter, wie Himmelsgott, Erdgott und Wassergott waren vermutlich geteilt.

Der Einfluß ihrer Kultur erstreckte bis nach Peru und Mittelamerika. Was in Ekuador noch bescheiden begann, wurde im fernen Guatemala fortgesetzt. Der Fundort La Victoria an der pazifischen Küste ist eigentlich eine Siedlung der sogenannten Ocós-Kultur. Die hier fehlende Vorgeschichte und die engverwandten Motive auf der Keramik mit der der Chorrera läßt eine Verbindung vermuten. Auch Ohrpflöcke wie die Chorrera sind in der Ocós-Phase wieder zu finden.

Berühmtheit erlangte die sogenannte schwarze Keramik, die während der Machalilla- sowie Chorrera-Zivilsisation entstand. Die Töpfer erreichten diesen Effekt, indem sie beim Brennvorgang den Sauerstoffgehalt des Feuers verringerten oder indem sie die sogenannte «Verruß-Technik» anwandten, bei der Karbon aus dem Feuer auf die Oberfläche des Tons übertragen wurde bzw. setzten sie beide Techniken zusammen ein.

Zwischen der Chorrera-Kultur und denen der Inka liegt eine Zeitspanne von etwa 2.000 Jahren. In dieser Phase blühte die sogenannte La Tolita-Kultur auf, von der nicht mehr bekannt ist als einige Spekulationen.
 
Literatur:
Valdivia - Die Entdeckung der ältesten Kultur Amerikas, Peter Baumann, Fischer Taschenbuch Verlag GmbH, Frankfurt/M., Oktober 1981
 
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