Ethnologisch werden selbst die Untergruppen Dakota genannt, ein klein wenig verwirrend.
Als "Sioux" (sprich: Ssu) - ja, richtig gehört - so werden die drei Gruppen
der Dakota, Lakota und Nakota und weiterer Gruppen der Sioux-Sprachfamilie in der Gesamtheit bezeichnet.
Hau kola ! Dies ist Lakota und bedeutet: "Hallo Freund !"
Nicaze kin taku hwo/he (Ausspr. Nitschasche kin dagu hwo/he [m/w])? = Wie heißt du ?
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Westliche oder Teton-Gruppe:
Blackfeet, Brulé, Hunkpapa, Minneconjou, Oglalla, Sans Arc, Teton, Two Kettle
Außer Brulé und Oglalla waren die Mitglieder der Teton-Gruppe unter gleichen Namen
bereits in prähistorischer Zeit bekannt.
Große Häuptlinge waren:
Tatanka Yotanka (Sitting Bull),
Tashunka Witko (Crazy Horse), Mahpiua-Iuta (Red Cloud), Gall, Big Foot...
Von den Kansa, Iowa, Omaha, Osage, Ponca und Quapaw wurde der Sioux-Dhegiha-Dialekt gesprochen.
Wegen dieser sprachlichen Verwandtschaft werden sie als sogenannte Süd-Sioux bezeichnet,
waren aber selbständige Völker und haben nichts direkt mit den Sioux zutun.
In welchem Gebiet lebten die Lakota ?
Das Stammesgebiet der Lakota erstreckte sich einst innerhalb eines Gebietes, welches im
Norden durch den Heart River (ein linker Nebenfluß des Missouri), im Süden
durch den Platte River (ebenfalls ein linker Nebenfluß des Missouri), im Westen
durch die Big Horn Mountains und im Osten durch den Missouri begrenzt wurde.
Und in welchem Gebiet waren die Dakota beheimatet ?
Die Dakota lebten am oberen Missouri in Minnesota.
Und wo nun lebten die Nakota ?
Die Nakota wohnten zwischen den Santa im Osten und dem Mittellauf des Missouri im
östlichen South Dakota. Im Land der Dakota und Nakota gab es um 1650 noch keine
Weißen.
Lebten die Sioux schon seit Urzeiten in diesen Gebieten ?
Nein. Vor 1500 war ihre Heimat das heutige North Carolina, wo sie als seßhafte
Waldindianer lebten. Sie bauten Mais und Gemüse an, betrieben Fischfang, gingen der
Jagd und einer Sammelwirtschaft nach. Bis 1600 treibt der Druck der Irokesen die Sioux in
das Mille-Lacs-Gebiet westlich der Großen Seen - eine Wanderung von 1.800 Kilometer.
Gelegentliche Jagdausflüge in die Plains unternehmen erste Sioux-Gruppen um 1640 und
verbringen als bisonjagende Nomaden das ganze Jahr dort. Die Lebensweise der gesamten
Sioux-Nation verändert sich. Auseinandersetzungen mit den Cree und Ojibwa treibt die
Mais anbauenden Sioux-Gruppen weiter nach Westen. Hier verdrängen sie ihrerseits die
Iowa und Omaha. Vor 1740 entdecken die Sioux das Pferd, ohne ihm wäre das
Präriejägertum nur bedingt möglich gewesen. Aus Waldindianern waren bis 1750
Prärienomaden geworden. Die Teton erreichten als erste den Missouri. Um 1765 erobern
die Sioux die Black Hills, 1823 das Big Horn Gebiet von den Crow.
Machten sich die Sioux mit ihrem Eroberungen Feinde ?
Ja, sie waren regelrecht von ihnen umzingelt. Feinde der Sioux waren die im Norden lebenden
Hidatsa, Mandan und Plains Cree, die im Nordosten wohnenden Arikara, die im Südosten
beheimateten Ponca und Omaha, die im Südwesten lebenden Ute und Shoshoni und die im
Nordwesten zurückgedrängten Crow.
Hatten sie auch Freunde ?
Ja, aber nur wenige und zwar die Cheyenne und Arapaho.
Literatur aller D(L)(N)akota-Seiten:
Das Buch der Sioux, Royal B. Hassrick, Eugen Diederichs Verlag, 1. Auflage, Köln, 1982
Das neue Indianerlexikon, Kuno Mauer, Langen Müller in der F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, München, 2002