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Die
Indianer
Nordamerikas
 
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Geschichte ab Kolumbus


 

Freiheitskampf und Geistertanzbewegung


Mit der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus im Jahre 1492 begann der Untergang der indianischen Kultur.

Aus freien Menschen wurden Sklaven.


Sie wurden zu einem rechtlosen und menschenunwürdigen Leben verdammt. Raubende und mordende Abenteuerhorden durchzogen Amerika auf der Suche nach Gold und Edelsteinen. Hernando Cortez unterwarf in den Jahren 1519 - 1521 das Aztekenreich in Mexiko. Er zerstörte dabei eine alte indianische Hochkultur für immer. Das Inkareich in Peru wurde 1531 - 1533 von Francisco Pizzaro geplündert und zerstört. Die Konquistadoren gingen dabei so grausam vor, daß die Indianer statt der Sklaverei den Freitod vorzogen. 1620, als die Engländer von der Ostküste Nordamerikas Besitz ergriffen, war die indianische Bevölkerung Westindiens bis auf wenige Reste ausgerottet.

Die nordamerikanischen Indianer leisteten erbitterten Widerstand gegen die eindringenden Weißen. Zahlreiche Kriege wurden gegen den weißen Eroberer geführt. Die Algonkin kämpften 20 Jahre gegen die Engländer bevor sie der Übermacht wichen und nach dem Mittelwesten vertrieben wurden. Ende des 18. Jahrhunderts und zu Anfang des 19. Jahrhunderts verschärften sich die feindlichen Auseinandersetzungen. Zwei Indianerhäuptlinge schrieben in dieser Zeit Geschichte: Pontiac und Tecumseh.

Geistertanzritus bei den Arapahos Tecumseh war als großer Freiheitsheld in die Geschichte eingegangen. Tecumsehs Absicht war es die Stämme zwischen den Großen Seen und dem Golf von Mexiko zu vereinigen. Sein Bestreben diese Stämme zu vereinigen, wurde durch seinen Bruder Tenskwatawa durch die verfrühte Schlacht bei Tippecannoe (1811) zunichte gemacht. Die Amerikaner vernichteten nach blutigen Hinschlachten Hunderte Indianer. Für Tecumseh waren die Amerikaner die gefährlichsten Feinde. Deshalb kämpfte er in den folgenden Jahren mit seinen verbündeten Stammesgenossen auf der Seite der Engländer. Bei der Schlacht am Thamesfluß fiel Tecumseh im Alter von 45 Jahren.

Letztes Asyl für die Indianer war die Prärie. Hier sollten die Indianer, so schien es, mehr Glück haben. In ihren Freiheitskämpfen gelang es Sitting Bull mit seinen Indianern 1876 den amerikanischen General Custer und seine Armee in der Schlacht am Little Bighorn bis auf den letzten Mann zu vernichten.

Sitting Bull konnte in der folgenden Zeit Niederlagen der Indianer nicht verhindern. Er floh mit seinem Stamm kann Kanada, wo er bis 1881 blieb. Nach einer erlassenen Amnestie für aufständige Indianer kam er mit seinem Stamm auf amerikanischen Boden zurück. Es war ein Weg in die Reservation. Die amerikanische Regierung hatte im Jahre 1871 ein Gesetz erlassen, nach dem alle Indianer in Reservationen unterzubringen seien. Sein Stamm wurde in die Standing-Rock-Reservation angesiedelt.

1890 bis 1892 führten die unmenschlichen Lebensbedingungen zu erneuten Aufständen. Dabei spielte die Geistertanzbewegung eine besondere Rolle. Sie entstand 1888 bei den schoschonischen Paiute in Kalifornien. Hier predigte der von der christlichen Religion beeinflußte Wovoka. Er verkündigte, daß die indianischen Ahnen wieder auferstehen würden, um die Büffelherden in die Prärie zurückführen würde und die Weißen zu einem friedlichen Zusammenleben mit den Indianern zu veranlassen.

Der Charakter der Geistertanzbewegung war also passiv. Hingegen setzten die ehemaligen Prärie-Indianer, die ebenfalls von dem umherwandernden Wovoka mit dem Anliegen des Geistertanzes vertraut gemacht waren, an die Stelle des Glaubens an eine friedliche Befreiung, die Notwendigkeit des aktiven Kampfes um die Freiheit der Indianer selbst.

In den Zeremonien des Geistertanzes ging es um Essen und Brot.

Beim Geistertanz trugen die Indianer Geistertanzhemden, auf der die Zeichen des Adlers, des Büffels, der Schildkröte und der Sonne aufgetragen waren. Sie glaubten, daß die Hemden unverwundbar machten. Die Mokassins, die beim Geistertanz getragen wurden, waren auf der sohlenseite mit Perlen bestickt. Die Zeremonialstäbe waren mit Nachbildungen von zwei Büffelhörnern ausgestattet.

Beim Geistertanz, der einen Totentanz glich, verloren Sitting Bull und viele seiner Brüder ihr Leben. Weiße hatten auf sie das Feuer eröffnet. Das war das vorläufige Ende der freien Indianer in den USA.
 
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