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Gall - Kriegshäuptling der Hunkpapa-Teton


Gall, Häuptling der Hunkpapa-Lakota 1840 wurde in Süd-Dakota Gall - einer der späteren Kriegshäuptlinge der Hunkpapa-Teton - geboren. Von seinem Stamm erhielt er auch den Namen Matohinshdar oder Pizi.

Das Waisenkind bekam Sitting Bull zum Adoptivbruder und Beschützer bis er zu einem tapferen Krieger herangewachsen war. Unter Sitting Bull brachte es Gall bis zum Unterführer. Am Little Bighorn zeigte Gall seine Fähigkeiten in Hinsicht eines bemerkenswerten Strategen und als militärischen Führer.

Gall soll laut Geschichtsschreibern von großem Ehrgeiz getrieben worden sein und seine Herrschsucht kannte kaum eine Grenze. Als Sitting Bull vom Ältestenrat einstimmig zum neuen Oberhäuptling und Sachem der Hunkpapa gewählt wurde, grollte Gall und fühlte sich übergangen.

1862 kämpfte Gall auf Befehl Sitting Bulls an der Seite von Little Crow in Minnesota - «im Land des himmelblauen Wassers». Der Aufstand der östlichen Sioux-Stämme wurde aber von Weißen blutig niedergeschlagen. Sitting Bull beorterte daraufhin Gall - seinen derzeitigen Unterführer - zurück und war über die Verstärkung der besiegten Sioux des Ostens sichtlich erfreut.

Als in den Black Hills Gold entdeckt wurde und die Weißen das Goldfieber packte, sorgten Gall und seine Kriegerschar dafür, dass sich die Zahl der Landräuber erheblich verringerte.

Chief Gall war neben Crazy Horse und Sitting Bull maßgeblich an der Schlacht am Little Bighorn beteiligt. Mit 1.500 Hunkpapa-Kriegern bedrängte er die 7. US-Kavallerie unter General Custer von hinten so sehr, dass das Regiment ums nackte Überleben kämpfend, die höchste Erhebung einer Hügelkette erklimmen wollte. Hier sollte ein Verteidigungsring gebildet werden. Dazu kam es nicht mehr, da von der Anhöhe Crazy Horse mit 1.000 Kriegern auf die nun von zwei Seiten umzingelte US-Kavallerie herunterstürzte. Alle Soldaten bis auf den letzten Mann wurden getötet. Die Einkreisung der Custer-Truppen im schwierigen Terrain muß bis ins kleinste Detail geplant gewesen sein, so zumindest ist man heute der Ansicht.

Nach der Schlacht sind Sitting Bull und Gall nach Kanada geflohen, wo sie vor der US-Armee in Sicherheit waren. Hier allerdings haben sich beide Häuptlinge überworfen, dass Gall sogar seinen Oberhäuptling beschimpfte, ihn als Feigling bezeichnete und ihn als Betrüger titulierte. Nach dieser Auseinandersetzung kehrte Gall in die USA zurück und gelobte niemals wieder eine Waffe zu ergreifen.

Als man ihn am 05.12.1894 verhaften wollte, starb er an seinen schweren Verletzungen, die ihm durch ein Bajonett zugefügt wurden. Andere Quellen berichten, dass er 1889 als Oberrichter am indianischen Gerichtshof der Standing-Rock-Reservation tätig war und er unter misteriösen Umständen ums Leben gekommen sei. Das einzige, was in beiden Quellen identisch ist, ist der angegebene Todestag.
 
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