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Golfküste und Niederkalifornien
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Der Norden wie auch der mittlere Teil der Golfküsten-Ebene entstanden
während der Kreidezeit. Hügel, die nur selten 200 Meter übersteigen,
charakterisieren die Landschaft, die zur Küste hin in Sandstrände, Lagunen,
Sandbänke und Sümpfe übergehen. Die Flüsse Rio Grande (auch Rio
Bravo del Norte) und der Tamesi-Pánuco durchfließen diese Küstenebene.
Im Zentrum des mexikanischen Bundesstaates Veracruz wird das Gelände durch
Ausläufer der Sierra Madre auf 15 Kilometer Breite eingeengt. Die flache
Landschaft bei San Andrés Tuxla wird durch die Felsküste und welliges Land
unterbrochen. Eine Sumpfregion breitet sich in den Mündungsbereichen der Flüsse
Usumacinta, Grijalva, Coatzacoalcos und Papaloapán aus.
Das Mississippi-Becken umfaßt eine Fläche von 3.208.000 Quadratkilometer.
Ein Drittel dieses gewaltigen Areals nimmt der Missouri mit 1.365.000 Quadratkilometern
ein und 528.000 Quadratkilometer beansprucht der Ohio. Glaziale Plateaus mit Seen und
Sümpfen erstrecken sich im Norden und reichen bis zur Grenze von Kanada. Sedimente
bestimmen die mittlere Landschaft. Lagunenreiches flaches Schwemmland reicht bis an die
Küste. Im Westen wird das Einzugsgebiet des Mississippis von den Rocky Mountains und
im Osten von den Apalachen begrenzt.
Florida - eine Halbinsel im Südosten der USA - grenzt vom Atlantik den Golf
von Mexiko ab. 700 Kilometer lang und 110 bis 150 Kilometer breit im mittleren Bereich
ist Florida. Im Norden befinden sich die sogenannten Panhandle mit einer Breite von etwa
550 Kilometer. Im Süden sind der Halbinsel die Florida Keys (600 km lang) vorgelagert.
Zu dem Kontinentalschelf gehört der östliche Teil von Florida, der aus
mächtigen Kalksteinschichten besteht und im Tertiär aus dem Meer auftauchte.
Bis nach Zentralflorida reicht das flachwellige Hügelland, welches durch
Meeresspiegelschwankungen in Kalt- und Warmzeiten entstand.
Nahezu 8.000 Seen bildeten sich südlich des größten dieser Seen - dem
Lake Okeechobee. Hier befindet sich eine Kalksteinebene aus der zahlreiche Quellen
sprundeln. Im Westen der sogenannten Lowlands liegt eine Küste mit Haffs und
Buchten, die sich auch heute immer noch senkt. Das bekannteste von Mangrovenwäldern
eingerahmte Sumpfgebiet der USA liegt im Süden von Florida - die
weltberühmten Everglades.
An der Atlantischen Küstenebene ist die Landschaft gegliedert. Im
nördlichen Teil besitzt sie zahlreiche Fjorde, Buchten und Schären, die
während der glazialen Gestaltung entstanden sind. Förden und Bodden bestimmen
das Landschaftsbild weiter südlich. Die Küstenebene verbreitert sich. Im Norden
der Atlantischen Küstenebene gibt es zahlreiche Naturhäfen, während im
Süden Lagunen, Anschwemmungen und Sumpfgebiete sich ausbreiten konnten.
Baja Californien ist Niederkalifornien. Niederkalifornien ist eine lang gestreckte,
schmale Halbinsel, die durch den Golf von Kalifornien vom Festland getrennt ist. Die
Halbinsel hat eine Länge von 1.200 Kilometer und eine Breite zwischen 40 und 240
Kilometern. Während der Kreidezeit und des Tertiärs entstand die Oberfläche
dieses Gebietes. Im Süden der Halbinsel befinden sich Meeresablagerungen und Reste aus
vulkanischen Gesteinen, die zur Zeit des Pleistozän und Holozän sich bildeten.
Als Fortsetzung des Kalifornischen Küstengebirges durchziehen mehrere Gebirgsketten
die Landschaft. Im Westen senken sich die Gebirge allmählich, im Osten dagegen
fallen sie fast senkrecht ab. Kristallin sind die durchschnittlich bis 1.500 Meter hohen
Berge aufgebaut, nur gelegentlich steigen sie auf 3.000 Meter Höhe an. Hochebenen wie
auch flache Wüstenstreifen und Kakteensavannen befinden sich beiderseits der Sierra
Santa Clara. Im Winkel des Golfes von Kalifornien mündet der Colorado in einem Delta.
Der Fluß trocknet während des Sommers im Mündungsgebiet aus. | |
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