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Die
Indianer
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Häuptlinge - nach Stämmen sortiert


 

Hooker Jim, Kriegshäuptling der Modoc


Er war Kriegshäuptling der Modoc, der nach dem unwürdigen sechsjährigen Leben in der Klamath-Reservation nach dem Rat ihres Oberhäuptlings Captain Jack (indian.: Kintpuash) im Frühjahr des Jahres 1870 in ihr Stammesgebiet am Lost River Valley zogen. Schonchin und seine Leute blieben im Reservat. In ihrer Heimat angekommen, schlugen Kintpuash seine Zelte oberhalb des Tula-Sees am Lost River auf und Hooker Jim auf der anderen Seite des Flusses. Es dauerte nicht lange und die Siedler entdeckten die Zelte der Modoc an ihrem angestammtem Platz, weshalb sie eine Beschwerde bei den zuständigen Behörden einbrachten. Die Regierung wies den Indianer-Agenten in der Klamath-Reservation in Fort Klamath, Oregon, aber erst im November 1872 an, die Modoc ins Reservat zurückzubringen, was Kintpuash ablehnte. Daraufhin wurde Major James Jackson aufgefordert die Modoc mit Gewalt in die Klamath-Reservation zu überführen. Eine Auseinandersetzung artete aus und es kam zu einem Gefecht. Die Soldaten zogen sich zurück. Sieben Verletzte und ein Toter waren auf dem Schlachtfeld zurückgeblieben.

Die Modoc zogen in die Lava Beds. Einige Siedler griffen das Zeltdorf von Hooker Jim an, dabei töteten sie ein Baby und eine Greisin und verwundeten mehrere Krieger. Den Kriegern gelang es aber die Siedler in die Flucht zu schlagen, anschließend brachen sie auf zum Lager von Kintpuash. Unterwegs überfielen sie abgelegene Farmen und töteten 12 Farmer.

Krieger des äußeren Verteidigungsringes entdeckten am 13. Januar 1873 einen Spähtrupp der US-Armee, denen drei Tage später 225 Soldaten der 1. Kavallerie und des 23. Infantrie-Regiments und 104 Oregon- und California Volunteers unter der Führung von Colonel Wheaton folgten. Sie nahmen Aufstellung auf einer Hügelkette gegenüber des Modoc-Lagers und hofften mit dieser Übermacht die Indianer zur Kapitulation zu bewegen. Kintpuash wollte sich ergeben, aber Hooker Jim und seine Krieger lehnten ab. Die ersten Angriffe am 17. Januar konnten die Modoc erfolgreich abwehren. Es kam zu Verhandlungen und als General Canby anrückte, ergab sich Hooker Jim ihm, als aber ein Oregon Volunteers mit dem Galgen drohte, nahmen Hooker Jim und acht seiner Krieger die Gelegenheit war, Kinpuash in den Lava Beds zu warnen. Eine weitere Verhandlung verlief ohne Erfolg, so dass General Canby das Kommando persönlich übernahm und zum Schutz weitere 1.000 Soldaten Verstärkung anrücken ließ. Die 4. Artillerie mit Mörsern stand ebenfalls bereit. Jetzt kam es wieder zu Verhandlungen, bei denen Kintpuash eine neue Amnestie für Hooker Jim und dessen Krieger forderte. General Candy besaß aber keine entsprechenden Befugnisse und die Kommissare lehnten die Verurteilung der Weißen, die Frauen und Kinder der Modoc am Lost River abgeschlachtet hatten, ab.

Der Oberhäuptling der Modoc, Kintpuash, ließ seinen Stamm entscheiden, zu kapitulieren. Hooker Jim und seine Anhänger begannen eine Hetzaktion gegen Kintpuash und drohten ihn sogar umzubringen, wenn er der Mordung des Generals nicht zustimmte. Der Oberhäuptling wollte mit dieser Angelegenheit nichts zu tuen haben, aber als man ihn als feiges Weib bezeichnete, willigte er schließlich ein.

Während der Verhandlungen zwischen dem Oberhäuptling Kintpuash, Balch Jim, Hooker Jim, Ellen's Man, und Shacknasty Jim auf der einen Seite und General Canby und Kommissaren auf der anderen - wo Boston Charley und Bogus Charley als Dolmetscher fungierten - erschossen Kintpuash den General und Boston Charley den Reverend Thomas. Im Anschluß zogen die Modoc erneut in die Lava Beds, wo es drei Tage später zur Hauptschlacht zwischen der US-Armee und den Modoc kam. Nach der Schlacht trennten sich Kintpuash und Hooker Jim. Hooker Jim ergab sich General Jefferson Davis. Durch Verrat an Kintpuash erhielt er sogar Straffreiheit. Drei Krieger und der Verräter Hooker Jim entdeckten Kintpuash in seinem Versteck und forderten ihn zur Kapitulation auf, was der Oberhäuptling ablehnte. Er drohte stattdessen Hooker Jim zu erschießen, wenn er sich noch einmal sehen lassen würde. Nun begann eine Hetzjagd gegen Kintpuash bis dieser aufgab.

In Fort Klamath wurde gegen Kintpuash, Schonchin, Black Jim und Boston Charley im Juli 1873 der Mordprozeß begonnen. Hooker Jim und seine Krieger traten als Zeugen der Anklage auf, da man ihnen für diesen Verrat die Freiheit schenken wollte. Die Verurteilten - Oberhäuptling Kintpuash und seine drei Kriegshäuptlinge - wurden am 3. Oktober 1873 hingerichtet. Der Verräter Hooker Jim und seine Anhänger - genau 153 Modoc - wurden im Indianerterritorium Oklahoma angesiedelt, wo sechs Jahre nach der Hinrichtung des Oberhäuptlings Hooker Jim starb.
 
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