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Die Hopi

Tashaf-Kachinatanz Das Wort »Hopi« ist abgeleitet vom Hopi-Wort »Hopitu shinumu« und bedeutet friedliche Leute. Sie sind ein Volksstamm vom Zweig der Shoshone der uto-aztekischen Sprachfamilie. Die Hopi werden der Gruppe der Pueblo-Indianer zugerechnet. Nach ihrer kulturellen Entwicklung waren sie ein hochkultiviertes Volk. Berühmt ist der legendäre Schlangentanz (siehe Teil 1 dieser Webseite - Sitten/Leben: Zeremonien).

Schon vor Entdeckung Amerikas durch Kolumbus lebten die Hopi in den Hochebenen des nordöstlichen Arizona und entwickelten die Ackerbaukultur. Sie legten mitten in der Wüste ein Bewässerungssystem an. Die Felder gehörten der Sippe, jede Familie bestellte die ihren zugeteilte Fläche. Die Abstammung bezog sich immer auf die Mutter. Sie war auch das Oberhaupt der Familie und der Familienbesitz war auch ihr. Alle Rituale, Masken und das Häuptlings- und Priesteramt wurden von der Sippe beaufsichtigt.

Ob Häuptling oder Priester, die Begriffe hatten bei den Hopi fast die gleiche Bedeutung. Der Häuptling (Mongwi) einer Siedlung führte hauptsächlich die religiösen Zeremonien durch. Der Häuptling stammte aus der Hauptlinie einer Sippe, dessen Oberhaupt die Sippenmutter, wird auch als Matrone bezeichnet, war. Sie besaß zwar keine formellen Rechte, aber jeder hörte auf ihren Rat. Ein Nachkomme von ihr wurde neuer Häuptling.

Taubentanz Eine Frau wurde von einem Mann aus einer anderen Sippe geheiratet. Zu ihrer Sippe gehörten dann auch seine Kinder. Der Mann lebte als Gast im Haus seiner Schwiegermutter und besaß nur eingeschränkte Erziehungsrechte der Söhne. Er lehrte sie in allen notwendigen Tätigkeiten, die ein Mann später wissen mußte, spielte mit ihnen, durfte sie aber nicht bestrafen, da er nicht der Sippe angehörte. Die Bestrafung übernahm der Bruder oder Oheim der Mutter als Sippenhaupt.

Für das Christentum hatten die Hopi wenig Interesse. Sie übernahmen aber alle angenehmen und nützlichen Dinge, lehnten die anderen aber ab. 150 lange Jahre konnten sie sich aber allen Versuchen der Spanier erwehren, dass man aus ihnen billige Arbeitskräfte machte. Gegen die kriegerischen Übergriffe der Spanier mit ihren verbündeten Zuni konnten sich die Hopi zur Wehr setzen und verteidigen somit ihre Freiheit.

Die Hopi wurden erst entdeckt als im Auftrag der US-Regierung im Keams Canyon eine Indianer-Agentur mit einer Missionskirche errichtet wurde. Die nun hier ankommenden Missionare der Mormonen, Methodisten, Presbyterianer und Baptisten hatten viel mehr Interesse an den Hopi als diese für deren Glauben. Jedoch nahmen die Hopi diese Prediger freundlich auf.

Die Hopi lebten in 25 Dörfern, in denen die typischen Pueblos errichtet waren. Heute leben noch etwa 4.200 Hopi (Zahlen siehe auch 1. Teil - Nordamerika/Geschichte/ 1900 bis heute).






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