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Die Landwirtschaft der Inka
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Der Boden
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Schon zur Vor-Inka-Zeit war der landwirtschaftliche Boden das wichtigste
Produktionsmittel. Er war gemeinsames Land - also Gesamteigentum, der im Bereich des
Ayllu allen Angehörigen gehörte. Jede Familie erhielt entsprechend ihren
Bedürfnissen ein Stück Land. Es wurde auch nicht ihr Eigentum, sondern wurde
nur genutzt. Zur Zeit der Inka regelte eine neue Verordnung die Bodenverhältnisse.
Rechtlich gehörte das Land dem Inka - dem Herrscher. Das Land einer Ayllu war in
drei Teile gegliedert: Über den ersten Teil - Das Land des Inka - verfügte der
Herrscher selbst, der zweite Teil - Das Land der Sonne - war für die Priester
bestimmt und diente für die Zeremonien und der dritte Teil war das sogenannte Land
des Volkes, das die gesamten landwirtschaftlichen Produkte erzeugte.
Jedem erwachsenen männlichen Gemeindeangehörigen des Tahuantinsuyu erhielt
alljährlich ein Stück Land zur Bestellung. Das zugeteilte Land wurde Tupu
bezeichnet. Ein Tupu entsprach ungefähr einer Fläche von 30 Ar. Jede Frau
hatte das Anrecht auf die Hälfte dieses Bodens. Die gesamte Familie eines Puric
bewirtschaftete gemeinsam das Land. Nachbarschaftshilfe war traditionell in den Anden,
so das die einzelne Familie von den übrigen Ayllu-Angehörigen unterstützt
wurde. die Felder des Herrschers und der Kirche wurden von der gesamten Dorfgemeinschaft
bestellt. Die Feldarbeit bestimmte den Lebensrhythmus. Der kleine Mann - Puric - war
jedoch auch Soldat des Sonnenköigs.
Eine Vielzahl von Kulturpflanzen wurden in allen Teilen des Reiches angebaut - von den
feuchten Tropen bis zum Rande des Amazonas sowie in den Niederungen des Küstenlandes.
In der Costa verwendete die Inka die Bewässerungstechnik, die sie von ihren
Vorgängern übernommen hatten und zu einem ausgedehnten, effektiven
Bewässerungssystem ausbauten. Sogenannte Wasserwirtschaftler - Beamte - waren
für die Bewässerungsanlagen zuständig, ebenso für den Bau und die
Erweiterung des Kanalsystems. Auch die Sierra wurde intensiv für den Ackerbau
genutzt.
Grundnahrung waren Kartoffeln, Mais, Quinoa und andere Knollengewächse.
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Der Terrassen-Feldbau
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Im hügeligem oder bergigem Gelände wurden oft Terrassen zum
Bewässerungsfeldbau angelegt. Geringe Wassermengen konnten so rationell genutzt
werden. Das Wasser wurde von einer Terrassenstufe zur nächsten geleitet, so konnte
bebaubares Land geschaffen werden.
Besonders große Terrassenanlagen sind in den peruanisch-bolivianischen Anden
geschaffen worden. So konnten auch steile Berghänge zu Kulturland umgewandelt werden.
Für die Anlage einer solchen Terrasse waren zahlreiche Menschen wie auch mehrere
Generationen notwendig. Familien - ja sogar ganze Dörfer beteiligten sich beim Bau.
Planmäßige Zusammenarbeit war Voraussetzung für die Instandhaltung des
Bewässerungssystems. Die Verteilung des Wassers über einen Tag oder über
das ganze Jahr setzte technisches Können und bestimmte rechtliche Regeln - wer
größere oder kleinere Wassermengen erhält - voraus. Ein Gremium - nicht
eine einzelne Person - einer Dorfgemeinschaft war mit der Leitung dieser Arbeiten betraut,
da dies das gesamte Dorf anging. | |
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