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Die Lebensweise der Inka
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Im Inka-Reich gab es zwei voneinander unterschiedliche Gesellschaftsschichten, deren Niveau extrem
unterschiedlich war. Dem Vornehmen - dem Adligen - stand das einfache, gemeine Volk gegenüber.
Zur Inka-Gesellschaft.
Der einfache Bürger - im Quechua: Hatun Runa - war nicht faul, hatte aber ein solch niedrigen
Lebensstandard, dass er nur das zum Leben unbedingt Notwendige besaß. Wenn er nicht gerade
seine Felder bestellte, diente er im Inka-Herr oder kam der Erfüllung der Mita, seiner
Arbeitspflicht, nach.
Das grundlegende Prinzip der Inka-Gesellschaft war die Selbstgenügsamkeit, Selbstversorgung -
auch Autarkie genannt. Das Prinzip beruhte darauf, sich von den Produkten des Pacht-Grundstückes
selbst zu ernähren und zu kleiden. Für die Kleidung wurden deshalb Lamas gehalten, aus
deren Wolle Garn gesponnen und Kleidung gewebt wurde. Siehe
Handwerk & Webkunst.
Nur zwei hauptsächlich aus Kartoffel- oder Maissuppe bestehende Mahlzeiten gab es am Tag.
Eine andere Speise war der aus Dörrkartoffeln zubereitete "Locro"-Brei. "Mote" wiederum war
das Nationalgericht der Inka, eine Speise, der oft Paprika und Gemüse beigemischt wurde.
Sehr selten gab es Fleisch. Nur bei festlichen Anlässen wurde Lamafleisch gegessen, weshalb
beinahe jeder Haushalt sich Meerschweinchen zum Verzerr hielt.
Wie überall auf der Welt hatten auch im alten Peru die Frauen, speziell hier im Inka-Reich,
über Mangel an Beschäftigung nicht zu klagen. Sie arbeiteten mit ihren Männern auf
dem Feld, sponnen die Wolle der Lamas - sogar im Gehen, brachten die vom Inka-Reich geforderten
Kinder zur Welt und erledigten zudem noch alle anfallenden Hausarbeiten.
So wenig Abwechslung im Essen war, so eintönig war auch die Kleidung der Männer und Frauen.
"Huara" hießen die kurzen Kniehosen, die das Zeichen der Männerwürde kennzeichneten,
dazu trug er noch - die als "Unco" bezeichneten - kurzärmlichen Hemden. "Anacu" hießen die von
den Frauen getragenen über den Kopf gezogenen Wollgewänder, die mit einem schön verzierten
Gürtel in Form gebracht wurden. Männer wie Frauen trugen bei kühleren Wetter lange,
warme Wollmäntel. Sogenannte "Asutu"-Sandalen aus Lamawolle war die typsche Fußbekleidung
sowohl der Frau als auch des Mannes.
Die auffälligste Bekleidung beider Geschlechter war allerdings die Kopfbedeckung. Sie war
wichtigstes Unterscheidungsmerkmal aus welcher Region eine Person stammte oder welchem Stamm sie
angehörte.
Einfach, fensterlos und fast ohne Möbel waren die Hütten der Indianerfamilien, die mit
Tonöfen, in welchen man Lamadung verbrannte, bei kalter Witterung beheizt wurden. | |
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