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Inkpaduta, Häuptling der Sisseton-Dakota |
Sein Name bedeutet im Deutschen «Scharlachrote Spitze». Er war Häuptling der
Sisseton-Dakota, der nach der Tötung von Jac-Sagi und einige seiner Angehörigen
von der jährlichen Zahlung von Regierungsgeldern im Jahre 1857 ausgeschlossen wurde
und einige Sisseton- und Yanktonai-Dakota um sich sammelte, um durch Überfälle
die Grenzbevölkerung zu terrorisieren. Es gelang den Siedlern die Waffen dieser
Dakota zu erbeuten, doch die Krieger fanden ihre Waffen wieder.
Inkpaduta und seine Anhänger verlangten von einem Siedler in Ghost Lake im
Südwesten von Minnesota Lebensmittel zum Verzehr und zum Mitnehmen. Aber als der
Siedler keine Nahrung hatte, plünderten die Dakota das Hab und Gut und der Sohn von
Inkpaduta tötete den Weißen. Anschließend wurde die gesamte Familie
umgebracht sowie Anwohner der Siedlung. Nur vier Frauen überlebten diese Bluttat,
allerdings wurden sie mißhandelt und danach fortgeschleppt. In Springfield trieben
sie einige Tage mit den Wood-Brüdern Handel, bevor sie von den Brüdern
erfuhren, dass Soldaten hinter ihnen her wären. Beide Brüder wurden von der
Bande Inkpadutas getötet sowie 17 Weiße einer benachbarten Siedlung.
Inkpaduta und seine Anhänger wären nicht zu Mördern geworden, wenn ihnen
nicht das Geld bzw. die Nahrung verweigert worden wäre. Weiße Siedler
vertrieben Inkpaduta, der 47 von ihnen tötete, auch zwei von den vier gefangenen
Frauen. Wahpeton-Krieger befreiten die beiden letzten Frauen, wofür sie 1.000 Dollar
je Frau erhielten. Little Crow - Führer der Mdewakanton-Dakota - stellte den
Soldaten einige Scouts zur Verfügung, um Inkpaduta zu finden. In einem Gefecht
wurde Inkpaduta schwer verletzt und da die Soldaten glaubten, er seie tot, wurde er
zwischen 11 Leichen seiner Dakota liegen gelassen. Die anderen seiner Truppe flohen,
allerdings wurden auf der Flucht drei weitere Krieger getötet und einer verletzt.
Little Crow zog seine Krieger zurück, da er glaubte die Bande Inkpaduta zerschlagen
zu haben. Inkpaduta und seine letzten Getreuen flohen zu den Cut-Heads, einer Mischrasse
von Sisseton und Yanktonai, welche sehr gefürchtet waren. Hier wurde Inkpaduta
führender Häuptling, der sich am Aufstand von Little Crow im Jahre 1862
beteiligte und sich besonders auszeichnete. Anschließend tauchte er mit Little
Crow unter und überwinterte mit Teton-Stämmen am Devils Lake.
Little Crow gelang es nicht ein Bündnis mit den Teton gegen die Weißen zu
schließen, weshalb er mit den Häuptlingen Medicine Bottle und Shakopee und
seiner Horde im Frühjahr 1863 mit nach Kanada zog. Inkpaduta blieb währenddes
bei den Teton. Hier schloß er sich Sitting Bull an. Die Teton zogen im
Frühjahr des Jahres 1863 nach Osten, wo sie auf neue Weideplätze hoften. Im
Juni trafen sie auf die Truppen von Colonel Sibley. Es kam zu einem kurzen Gefecht ohne
größere Verluste. Fortan war den Teton klar, dass es ohne einen Krieg nicht
mehr gehen würde. General Alfred Sully brach im Frühjahr 1864 zu einer
Strafexpedition gegen die freien Dakota auf. Dem General mußte bekannt gewesen
sein, dass Inkpaduta mit seinen Anhängern bei Sitting Bull kampierten, weshalb er
dessen Lager angriff. Inkpaduta gelang die Flucht, aber 30 seiner Cut-Head-Krieger
wurden bei diesem Gefecht getötet. General Sully vernichtete die Wintervorräte
der Dakota, deshalb wurde er auf seinem Marsch durch die Bad Lands von ihnen verfolgt.
Die Getreuen von Inkpaduta und Sitting Bulls griffen immer wieder die Truppe des Generals
an bis ihnen die Munition ausging. Inkpaduta beteiligte sich in den folgenden zwölf
Jahren an den Kriegen von Red Cloud und Sitting Bull.
Die Tapferkeit, der Mut und seine Weisheit ließ immer wieder junge Krieger aus der
Santee-Reservation zu Inkpaduta strömen. Mit dieser Kriegerschar beteiligte sich
der angesehene Häuptling an den berühmten Schlachten am Rosebud und Little
Bighorn. |
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