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Die
Indianer
Nordamerikas
 
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Lebensweise


 

Waffen: Jagd- und Kriegswaffen


Auch die Jagd- und Kriegswaffen der Indianer waren unterschiedlich. Dabei spielte die Region in der sie wohnten, das zu erlegende Wild und die dort anzutreffenden Materialien für den Bau ihrer Jagd- und Kriegswaffen eine entscheidende Rolle. Je nach dem Verwendungszweck unterscheidet man zwischen Nah- und Fernwaffen. Die legendäre Fernwaffe ist der Pfeil und der Bogen und der Speer - Nahwaffen sind zum Beispiel das Messer, welches allerdings auch gewurfen werden konnte, Lanze, Keule, Tomahawk, der die in ganz Nordamerika verbreitete Keule ablöste.

Pfeil und Bogen
Pfeil und Bogen im Köcher

Pfeile
Pfeile


Die Pfeile


Von den nordamerikanischen Indianern sind zwei Pfeiltypen bekannt: der mit Widerhaken ausgerüstete Kriegspfeil (war bei manchen Stämmen vergiftet) und der Jagdpfeil. Beim letztgenannten Pfeil waren die Haken umgekehrt oder es waren keine vorhanden. Er konnte deshalb leicht aus einer Wunde gezogen werden. Bei den Kriegspfeilen war der Widerhaken nur leicht am Schaft angeleimt, damit er in der Wunde des Feindes steckenblieb. Beim Jagdpfeil war die Spitze besonders gut befestigt. In der Frühzeit wurden als Spitzen Feuerstein, Knochen oder Bronze verwendet. Als die Weißen kamen, wurden das ehemalige Material durch Stahl verdrängt. Einige Stämme stellten ihre Pfeilspitzen aus Eisen oder Eisenblech selbst her. Sie waren dick, länglich, dreieckig und sehr scharf schneidend. Für die bessere Flugeigenschaft eines Pfeils verwendeten die Indianer Vogelfedern (besonders beliebt waren die vom Adler oder Habicht), die am Schaft angeleimt waren. Die Umwicklung am Federende und an der Pfeilspitze bestand aus sehr feinen Tiersehnen. Der Pfeilschaft wurde aus Hartholz gefertigt und war von Region zu Region in seinem Bau sehr unterschiedlich. Er war bemalt mit Schlangen-, Zickzack- oder Spirallinien. Die Pfeile wurden in einem Köcher aufbewahrt, der ungefähr hundert Pfeile aufnehmen konnte. Die große Anzahl war notwendig, da ein indianischer Krieger in einer Minute 15 bis 20 Pfeile abschießen konnte.


Der Bogen


Der Bogen war die Jagd-, Angriffs- und Abwehrwaffe der Indianer. Zur Zeit der Steinschloß- und Perkussionsvorderlader besaß der Bogen bei kurzen Entfernungen erhebliche Vorteile. Ein Indianer war in der lage in 3 Sekunden zwei Pfeile zielsicher zu versenden. Man unterscheidet drei Typen von Bogen: den glatten, den verstärkten und den zusammengesetzten Bogen.
Der glatte Bogen besteht aus einem Stück Holz, das vorwiegend aus der Osage-Orange hergestellt wurde. Bei den Glatt-Bogen gab es einen Langen Bogen und einen Flach-Bogen, welcher üblicher war. Diese unterschieden sich wiederum in einfach-gekrümmte und doppelt-gekrümmte Flachbogen.
Der verstärkte Bogen besteht ebenfalls aus einem Stück Holz, besitzt aber einen flach-elliptischen Querschnitt. Seine Rückseite war mit dünnen Schichten Sehnen verstärkt und hatte eine höhere Leistung als ein Glatt-Bogen.
Der zusammengesetzte Bogen war aus zwei zusammengefügten und verleimten Hirsch- oder Bergschafhörnern gefertigt und mit mehreren Schichten Sehnen verstärkt.
Der Bogen hatte eine Länge von ca. 1,30 Meter und besaß eine Pfeil-Zuglänge von 60 Zentimetern.
Die Nez Percé benutzten die besten Bogen und die Sioux und Comanchen verwendeten Yaqui-Bogen. Aus Bisonrippen stellte man auch Bogen her, die aber sehr lang waren, jedoch eine sehr hohe Reichweite erzielen konnten.

Köcher
Köcher

Der Köcher


Der Köcher diente zur Aufbewahrung des Bogens und der Pfeile. Er bestand bei den nordamerikanischen Indianer aus zwei Teilen: den Bogen- und den Pfeilfutteral und war aus Tierhaut oder Fell gefertigt.


Tomahawk


Tomahawk ist abgeleitet von den Algonkin-Wöortern Tamahake oder Tommahik und heißt soviel wie Hammer. Tomahawks waren ursprünglich keine Beile, sondern hölzerne Keulen. Sie waren oben meist kugelförmig gearbeitet und besaßen am verdickten Ende eine eingesetzte Knochen- oder Feuersteinspitze. Die Tomahawks waren Werkzeuge aus denen erst die Weißen aus einem Hammer eine Waffe machten. die bei den Weißen eingetauschten eisernen Klingen machten aus einer alten Keule eine furchtbare Waffe. Diese Waffe wurde als Schädelbrecher bezeichnet und besaßen verschiedene Formen. Sie hatten z. B. runde Eisenblätter mit oder ohne Spitze oder Metalldornen.
Er diente nicht nur als Waffe, sondern seine Bedeutung als Zeremonialgegenstand war viel wichtiger. In ihm waren Bilderchroniken eingeschnitzt und der Häuptling stellte ihn in wichtigen Ratsversammlungen zur Schau. Ein rotbemalter Tomahawk diente als Kriegserklärung. Er hatte aber auch den Zweck mit ihm wichtige Botschaften zu überbringen. Wenn man Verbündete für einen Kampf gewinnen wollte, so wurde die Botschaft mit einem Tomahawk und einem Geschenk dargeboten. War der Kriegshäuptling bereit in den Kampf zu ziehen, so nahm er die vor ihm liegende Streitaxt auf. Lehnte er einen Kampf ab, wurde dem Boten die Axt zurückgegeben und ein Geschenk beigefügt.
Der Tomahawk diente einst als Autoritäts-, Friedens- wie auch als Rechtssymbol. Weiße Händler erkannten die Beliebtheit der sogenannten Pfeifentomahawks, der aus einem Beil bestand und am anderen Ende einen kleinen Pfeifenkopf besaß. Der Holzgriff war durchbohrt und hatte ein Mundstück mit dem man Rauchen konnte.
Der Tomahawk wurde erst im 17. Jahrhundert von den Algonkin verwendet und kam erst viel später zu den Plain-Indianern und diente dann als Kriegswaffe.

 
Keule
Zeremonialkeule der Dakota
Keule
Hirschleder überzogene Streitkeule der Apachen
Keule
Kriegskeule mit Steinkopf
Keule
Keule der Assiniboin
Keule
Holzkeule der Ponka
Tomahawk       Tomahawk
Die traditionellen Steinköpfe von Tomahawks und Steinkeulen wurden als die Weißen kamen durch Eisen ersetzt.


Die Lanze


Die Lanze war 3,5 bis 4 Meter lang und hatte einen Schaft, der aus zähem Eschenholz bestand. Die Lanze besaß einen zweischneidige Spitze. Der Schaft der Lanze war oft mit Adlerfedern verziert.


Das Skalpmesser


Das Skalpmesser hat eine blutige Berühmtheit in der Geschichte Nordamerikas erlangt. Es wurde von Europäern in der "Alten Welt" für geringe Kosten hergestellt. Ein Indianer mußte für ein solches Messer mit einem Pferd bezahlen. Die hölzerne Scheide wurde von den Indianern durch Hirschhorn oder durch Bärentatzen ersetzt und reich verziert.


Das Schild


das Schild ist eine lederne Rundscheibe der Prärie-Indianer. Es war vom Norden Amerikas bis weit hinein nach Mexiko verbreitet. es war bei den Indianern der Waldgebiete und Ostregionen so gut wie unbekannt. In der Kriegsführung spielte es bis ins neunzehnte Jahrhundert eine große Rolle. Es diente als Schutz gegen Pfeile und Gewehre älteren Kalibers. Später wurde es mitgeführt wegen seiner magischen Wirkung. Oft war das Bild des Schutzgeistes des Schildträgers dargestellt, welchen der Krieger zuvor in Visionen empfangen hatte.

Das Schild wird aus der Nackenhaut des Bisonbullen gefertigt. Dazu wird die Haut geräuchert und mit aus dem Huf des Bisons gewonnenen Leim gehärtet. Für Pfeile und ältere Flinten war das Schild, wenn man es schräg hielt, undurchdringlich. Am Schild waren ausgestopfte Tiere befestigt. Dabei handelte es sich z. B. um Habicht, Marder, Sperber oder auch der Wiesel, die als Schutzgeist dienen sollten. Wie das Schild weiter gestaltet wurde, war dem Krieger überlassen. Hauptsächlich wurde aber der Donnervogel als Symbol verwendet.

Schild
Schild der Prärie-Indianer
 
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