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Juan José, Häuptling der Mimbrenjo-Apachen und Oberhäuptling aller Apachen


Er war Oberhäuptling der Mimbrenjo-Apachen und anerkannter oberster Häuptling aller Apachen, deshalb auch von ihn eine eigene Seite.

Als großer Kämpfer unternahm er Feldzüge bis weit nach Mexiko hinein, wie nach Chihuahua, Sinaloa, Sonora. In diesen mexikanischen Provinzen machten sie reiche Beute an Sklaven, Pferden, Maultieren, Waffen, Nahrungsmitteln und Schnaps. Im Jahre 1832 schlossen die Mexikaner einen 15 Jahre dauernden Frieden mit Juan José. Damit der Frieden erhalten blieb, bekam er jährlich reichliche Geschenke, wie Lebensmittel und Schnaps. Die Mexikaner ihrerseits beuteten die Kupferminen der Apachen aus. Haßerfüllt sahen Mangas Coloradas, Victorio, Cuchillo Negro und Colletto Amarillo zu, wie die Mexikaner immer reicher wurden, was jedoch Juan José nicht sonderlich störte, da seine Geschenke sich laufend vermehrten. Die Häuptlinge wie auch die Anführer der einzelnen Apachen-Gruppen hofften aber, dass sich bald eine Möglichkeit ergeben würde, um die Mexikaner aus dem Apachen-Land vertreiben zu können.

Die Verwaltung von Chihuahua erließ aber ein Gesetz, wonach für jeden Skalp eines Apachen-Kriegers 100 Dollar, für den einer Frau 50 Dollar und den Skalp eines Kindes immer noch 25 Dollar Prärie gezahlt würden. Damit waren die Tage des Friedens gezählt. James Johnson - ein skrupelloser Halsabschneider - hörte von diesem Aufruf und heuerte mit seinem Partner Jim Gleason Missouri-Trapper zur gemeinsamen Skalpjagd an. Sie ritten nach Santa Rita und stifteten die Minenarbeiter zu einem großen Fest an.

Juan José kam zu diesen Fest mit fast allen Bewohnern seines Dorfes und vielen Mimbrenjos aus den Warm Springs. Nichtahnend, dass er in eine heimtückige Falle gelockt war. Es floß reichlich Mescal und die Membrenjo waren in kürzester Zeit betrunken. Sie strömten jetzt zum Zentrum der Plaza von Santa Rita wo nun das Festmahl stattfand. Auf einer Seite der Plaza war eine Abschirmung errichtet wurden, hinter der die Skalpjäger von James Johnson auf eine günstige Gelegenheit zum Angriff warteten. Die Einwohner von Santa Rita zogen sich heimlich zurück.

Johnson feuerte eine Haubitze auf die betrunkenen Apachen ab und die Skalpjäger eröffneten mit ihren Gewehren das Feuer auf Männer, Frauen und Kinder. Mexikanische Soldaten aus Presidio unterstützten die Skalpjäger.

Juan José hatte sich von den Geschenken der Mexikaner zwar blenden lassen, aber schwer verwundet, kämpfte er gegen Gleason und wollte diesen erwürgen. Johnson schoß Juan José eine Kugel in den Hinterkopf.

Bei diesem Massaker starben über 400 Mimbrenjo. Die Hälfte von ihnen waren Frauen und Kinder. Nur wenige Krieger entkamen diesem Gemetzel und retteten sich in die Bergfestung, wo sie den letzten Bewohnern ihres Dorfes über das Geschehene in Kenntnis setzten.

Der Nachfolger von Juan José wurde Mangas Coloradas. Er führte die letzten Überlebenden des Dorfes nach Warm Springs. Wer aber der Oberhäuptling aller Apachen werden sollte, war ungewiß. Mangas Coloradas wie auch der Führer der Chiricahua Cochise lehnten das Amt des obersten Führers aller Apachen ab. Mit der Ablehnung beider Häuptlinge hörte die Apachen-Nation auf zu existieren.
 
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