Kakteen (botanisch: Cactaceae) gehören zu der sukkulenten Pflanzfamilie. Sie sind
im weitesten Sinne Xerophyten (an trockene Standorte angepaßte Pflanzen), wenn
man vor allem die Oberflächenverkleinerung berücksichtigt, die die Transpiration
und die Speicherung von Wasser im Gewebe gewährleisten muß. Charakterisch
für alle Kakteen ist die Umbildung der Achselknospen zu Areolen (die den Blatt- und
Blüten-Ansatzstellen anderer Pflanzen entsprechen) aus denen sich Dornen, Borsten,
Haarpolster und Flaum entwickeln.
Kakteen sind überwiegend in Amerika beheimatet und bilden eine Pflanzenfamilie mit
etwa 230 Gattungen denen 2.500 bis 3.000 Arten mit vielen Varietäten angehören.
Sie können in Form von Stammkakteen (Cereenarten) als flachtriebige Sträucher
(Beispiel: Opuntien) oder kugel- (zahlreiche Kakteenarten), keulen- (zahlreiche Kakteenarten)
oder säulenförmig (zahlreiche Kakteenarten) mit Warzen (bekannteste Gattung:
Mammilaria) oder Rippen (Beispiel: Echinofossulocactus), oft koloniebildend
(zahlreiche Kakteenarten) oder als gewaltige Kandelaberbäume emporsteigen. Andere
sind als klimmende oder rankende Kletterpflanzen (Beispiel: Selenicereus grandiflorus
"Königin der Nacht") in lichten Wäldern oder als Epiphyten (Arten der
Gattung: Hylocereus, Pfeiffera) bzw. Halbepiphyten im Urwald anzutreffen.
Systematische
Einordnung der Kakteen
Organismen
Die Organismen lassen sich aufgrund
übereinstimmender und voneinander abweichenden Merkmalen und
Eigentümlichkeiten in Gruppen (hier die Gruppe der Pflanzen) zusammenfassen.