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Das Kulturareal Kalifornien
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In Kalifornien und dem nördlich angrenzenden Oregon drängten sich viele
kleine und kleinste Sprach- und Sprachsplittergruppen auf engstem Raum zusammen,
während sich im übrigen Nordamerika indianische Sprachfamilien nicht selten
über große Gebiete verbreiteten. So groß die kulturellen Unterschiede
auch waren, so lassen sich auch allgemeine Ähnlichkeiten feststellen.
In Kalifornien lebten die Cahuilla, die Chumash, die Hupa, die Maidu, die Miwok, die Pomo und die Yurok.
Die Grundlage der Nahrung der kalifornischen Indianer war das Sammeln von
Früchten, Beeren, Samen und Wurzeln wildwachsender Pflanzen. Eicheln bildeten in
vielen Gebieten das Grundnahrungsmittel. Geflochtene Speicher dienten zur Aufbewahrung.
Eicheln wurden nutzbar gemacht, indem man sie schälte und auf Reibsteinen oder in
Steinmörsern zu Mehl verarbeitete.
Das Eichelmehl war ohne Entbitterung jedoch nicht genießbar und mußte
entsprechend aufbereitet werden. Man füllte es in Sandmulden, wo es mit
heißem Wasser übergossen wurde bis es auslaugte. Es wurde dann über
heißen Steinen in Erdgruben verbacken oder als Brei bzw. Suppe dargereicht. Die
Suppe wurde ebenfalls über heißen Steinen zum Kochen gebracht.
Tongefäße wurden nicht hergestellt. Zur Jagd dienten Pfeil und Bogen wie
auch Schlingen. An der Küste wurde gefischt oder Muscheltiere gesammelt.
Fanggeräte in Flüssen waren Angeln, Harpunen, Netze und Reusen. Die Boote der
kalifornischen Indianer waren seetüchtig und dienten auch der Jagd nach
Fischen.
Die Behausungen waren Giebelhäuser, Giebeldach- oder Kegeldachhütten, die
mit Rinde oder Gras bedeckt, ebenerdig, halbversenkt oder als Erdhaus gebaut
worden.
Die Kleidung der Frauen war wegen des milden Klimas entsprechend einfach. Sie trugen
Schurze aus Leder und Fasern und bedeckten den Kopf mit geflochtenen Kappen. Die
Männer bekleideten sich ebenfalls mit einem Schurz, Mokassins oder Sandalen. Im
Winter kamen Deckenumhänge bei Frau und Mann im Einsatz.
Die Flechtkunst war besonders entwickelt. Dazu benutzte man Haselrute und
Koniferenwurzeln. Spiralwulsttechnik kam zum Einsatz mit verschieden farbenen
geometrischen Ornamenten. Eine Stammesorganisation gab es nicht. Die soziale und
politische Einheit bildete das Dorf. Die Funktion des Dorfhäuptlings war zumeist
erblich. | |
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