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Frühe Kulturen: Korbflechter
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Richard Witherill erkannte in Mumien, die er im Süden Utahs fand, eine Vorstufe
der Mesa Verde-Kultur und nannte sie deshalb Korbmacher - im Englischen Basket Maker.
Die Männer waren etwa 1,65 Meter groß, die Frauen etwa 10 Zentimeter
kleiner.
Sie Korbflechter zu nennen, geschah aus dem Grund, dass das wichtigste Gefäß,
welche diese Menschen verwendeten, Körbe waren. Es waren nicht einfache
Flechtarbeiten, sondern kunstvoll verzierte Gegenstände, die zur Aufbewahrung von
Nahrungsvorräten und anderen Utensilien dienten.
Die Menschen dieser Kulturstufe verweilten noch nicht immer am selben Ort - waren
nicht seßhaft. Ihre Behausung waren Höhlen. Sie lebten aber auch unter
Felswänden und in Holzkonstruktion oder Lehmbauten. In einem Meter tiefen und bis
2,5 Meter breiten Erdlöchern verstauten sie ihre Nahrungsvorräte. Manche
dieser Speicher waren durch Lehmmauern unterteilt.
Um ihre Körbe wasserdicht zu machen, wurden sie mit Teer ausgekleidet. Sie kannten
bereits warme Mahlzeiten. Zu diesem Zweck wurden im Feuer erhitzte Steine in das Essen
gelegt.
Netze und Schlingen, die aus Pflanzenfasern und Haaren gefertigt wurden, Speere und
Speerschleudern waren die Waffen dieser Kultur, mit denen sie Hasen, Präriehunde,
Bergschafe, Rehe, aber auch Bären und Reptilien erlegten. Hunde dienten bereits
200 v. Chr. als Jagdgehilfe. Sie wurden aber auch zur Opferung bei Ritualen
verwendet.
Drei Phasen der Korbmacher - Korbflechter - werden heute unterschieden. In der ersten
Phase bauten sie noch keine Kulturpflanzen an. Als Sammler von Wildpflanzen und
-früchten waren sie tätig. Die Korbflechter begannen aber wertvolle Pflanzen
zu schützen. Sie erlernten nach und nach wie diese Pflanzen zu pflegen waren. In
der zweiten Phase ihrer Kultur beschäftigen sich die Menschen damit der Natur unter
die Arme zu greifen, in dem sie Samen von wichtigen Erntepflanzen in die Erde zu setzen.
Um 500 n. Chr. wurden die Korbmacher seßhaft. Grund dafür war der Anbau
von Nahrungspflanzen. Dies geschah in der dritten Phase. Sie errichteten halbversenkte
Grubenhäuser - die sogenannten Pithouses. Dieser Haustyp war 50 Zentimeter bis 1
Meter in die Erde versenkt, hatte Mauern aus Lehm oder große Steinplatten und ein
Dach aus Baumstämmen. Im Dach war der Eingang eingearbeitet, der gleichzeitig als
Rauchabzug diente. Das Innere der Behausung war meist in einen Vorraum, Arbeits-
und Schlafbereich geteilt. Ein Dorf konnte bis zu hundert solcher Grubenhäuser
bestehen.
Andere Forscher behaupten, dass bereits in der Phase II der Korbmacher-Kultur die
Menschen Mais und Kürbis anbauten und die Phase I der spät-archaischen Phase
zurechnen.
Die Bohne wurde eine neue Nahrungspflanze der Korbmacher. Der Atlatl wurde vom Pfeil
und Bogen abgelöst. Die größere Reichweite und Treffsicherheit waren
der Speerschleuder überlegen. In die dritte Phase fällt die Herstellung von
Musikinstrumenten, wie der Flöte.
Ihre Kinder betteten die Korbmacher in weichen und gepolsterten Tragen, anders als die
Pueblo, die ihre Kinder auf Rohrgeflecht ohne Polsterung transportierten.
Der Korbflechter-Kultur werden die Anasazi zu geschrieben. Häufig spricht man auch
von Anasazi-Tradition, was die Korbflechter-Kultur beinhaltet. | |
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