Zu den Naturreligionen gehören wie zum Christentum Kultobjekte/-gegenstände, wie
Federhauben, Federn, Masken, Kachinapuppen, Schilde, Totempfähle, Trommeln, Rasseln...
Diese Kultobjekte waren wahre Kunstwerke, die den Eingeweihten in die Welt der Götter
und Geister führte.
Der Totempfahl der Haida - ein Stamm der Nordwestküste - war nicht nur das Wappen
eines Clans, sondern zugleich kultisches Denkmal.
Eine Art Orden waren die Federhauben der Indianer in den Prärien. Nur bewährte
Krieger durften diesen Kopfschmuck tragen. Die rote Farbe, die in den Federschmuck zum
Teil verwendet wurde, symbolisierte die spirituelle Kraft des Trägers. Für
manche Stämme, so die Apachen, sahen in der Haube magischen Schutz.
Die Tänzer der Irokesen beim Neujahrsfest trugen sogenannte Maisgeister-Masken. Bei
diesem Fest wurde vorausgesagt, wie gut die Maisernte im nächsten Jahr ausfallen
würde. Die Masken der Kwakiutl besaßen sogar zwei Gesichter. Viele Indianer
glaubten und glauben zum Teil auch heute noch das sich die Geister mal in Menschen- oder
Tiergestalt zeigen.
Bei den Hopi stellen die Kachinapuppen die Ahnengeister dar, die den Regen bringen sollen.
Maskierte Tänzer verteilen sogar heute noch die Figuren an kleine Mädchen. Zweck
dieses Brauches ist es, dass die Kleinen die Götter ihres Volkes kennenlernen sollen.
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