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Die
Indianer
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Errungenschaften/Landwirtschaft


NORD- BIS SÜDAMERIKA
Landwirtschaft
 

Die Kulturpflanze Kürbis


Schon vor 5.000 Jahren wurde in Mexiko, so wurde bei einer Radiocarbon-Datierung festgestellt, Mais angebaut. Noch viel früher liegt wohl der Anbau von Kürbis in dieser Region.

Bei Kampsville 75 Kilometer nordöstlich von St. Louis im US-Bundesstaat Illinos entfernt, wurde bei archäologischen Grabungen unter anderem nachgewiesen, dass Kürbisse bereits vor 2.000 v. Chr. angepflanzt wurden.

Seit etwa 1100 v. Chr. wohnten für ungefähr 2.500 Jahre Menschen der Woodland-Kultur unter dem Meadowcroft Felsüberhang 75 Kilometer westlich von Pittsburgh im Bundesstaat Pennsylvannia. Bei Ausgrabungen wurden Kürbissamen entdeckt, was auf Pflanzenanbau hinweist.

Von halbseßhaft lebenden Gruppen des Südwesten von Nordamerika wurde der Kürbis und der Mais bereits 400 v. Chr. angebaut. Beim Kürbis ist die Wildpflanze der Kulturpflanze so ähnlich, dass jeder Laie die Abstammung erkennt. Die Lokalisierung der Ursprungspflanze war deshalb keine besondere Schwierigkeit.

Von den Hohokam - welche zwischen 300 v.  bis 1450 n. Chr. lebten - ist nicht viel bekannt, da sie ihre Toten verbrannten, wertvollste Keramik zerbrachen und kaum bemerkenswerte Reste von Bauwerken hinterließen. Ihre größte Leistung aber war der Bau von riesigen, sich über viele Quadratkilometer erstreckende Bewässerungsanlagen mit deren Hilfe sie bereits neben Mais, Bohnen, Baumwolle und Tabak auch Kürbis anbauten.

Die Menschen der Korbflechter-II-Periode, die in Erdgrubenhäuser wohnten, pflanzten um 100 v. Chr. Kürbis an, der in Vorratslagern aufbewahrt wurde.

Im Pueblo Aztec im Chaco Canyon pflegten die Männer und größeren Jungen die Feldfrüchte wie den Kürbis auf fruchtbaren Boden, was sonst Frauenarbeit war.

Schon die Gallina-Leute, die vor 800 Jahren am gleichnamigen Fluß im nördlichen New Mexico lebten und die rätselhaften Türme errichteten, bauten eine spezielle Sorte Kürbis an.

Die Mississippi-Hügelbauer bauten um 1000 n. Chr. neben Bohnen, Mais auch Kürbis an - also das Trio der drei Pflanzenschwestern.

Im 13. Jahrhundert wurde im Tyuoni Pueblo in New Mexico von Angehörigen der Anasazi-Kultur. welche wegen großer Dürre vom Südwesten an diesen Ort in die Täler des Rito de los Frijoles («Bohnen-Flußchen») gekommen waren, auf fruchtbaren Boden ebenfalls Kürbis angebaut.

Die ersten Siedlungen die in die Kolonien, die später die Neuenglandstaaten wurden, kamen, Wären ohne die Hilfe der Indianer verhungert. Zu den angebauten Pflanzen gehörte neben Mais und Tabak auch in diesem Fall wieder der Kürbis. Anmerkung: Squash ist eine kleine Kürbissorte.

 

Info-Kasten 1 - Kürbis


Die Indianer züchteten zahlreiche Kürbisarten. Neben dem Fleisch und den Samen verwendeten sie auch die Schale für Schüsseln, Löffel, Wassereimer, Flaschen Vorratsbehälter wie auch als Schöpflöffel. Auch für Zeremonien fand der Kürbis Anwendung, so für Gesichtsmasken und Rasseln. Um bestimmte Formen zu erhalten, wurde die Frucht im Wachstum entsprechend gebunden.


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