NORD- BIS SÜDAMERIKA
Landwirtschaft
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Die Kulturpflanze Paprika
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Paprika gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und da wieder
zur Gattung Paprika (Capsicum). Umgangssprachlich wird sowohl die Pflanze als auch
die Frucht als Paprika bezeichnet. Die etwa 30 Arten unterscheiden sich vor allem
durch Schärfe, Größe und Farbe. Milde Sorten werden als
Gemüsepaprika und scharfe Sorten als Chili bezeichnet.
Die Heimat der Paprika-Pflanzen ist Mittel- und Südamerika. Hier wurde er schon
seit etwa 6000 - andere Quellen sprechen von 3000 - Jahren kultiviert. Wahrscheinlich
entwickelte sich die Pflanze im Gebiet zwischen dem heutigen Südbrasilien und
Bolivien. Vögel könnten einzelne Arten nach Mittelamerika verbreitet haben.
Das Wort Chili - für die scharfen Sorten - ist nicht nach dem Land Chile benannt,
sondern ist ein Wort aus der Nahuatl-Sprache, eine Sprache welche heute noch von
Ureinwohnern Amerikas gesprochen wird.
Chili wird von den Naturvölker Mittelamerikas als fiebersenkende Arznei eingesetzt.
Die Europäer übernahmen die Arznei, um die Symptome der Malaria-Krankheit
zu lindern. Die Pflanze galt lange Zeit als einzige Hilfe für Betroffene.
Alle Paprikasorten sind prinzipiell mehrjährige Pflanzen, werden aber in
Mitteleuropa meist nur einjährig gezogen, da die Pflanze sehr kälteempfindlich
ist. Bis zu 1,5 Meter hoch werden die Pflanzen oder sind bodendeckend. Die Frucht wird
fälschlicherweise oft als Schote bezeichnet, ist jedoch botanisch gesehen eine Beere.
Die Fruchtformen können von Sorte zu Sorte in Form und Farbe stark variieren. Reife
Früchte sind je nach Sorte rot, orange, gelb oder auch weiß. Grüne
Früchte sind immer unreif.
Erstmals gelang es dem ungarischen Chemiker Albert Szent-György das Vitamin C aus
Paprika in genügendgroßer Menge zu isolieren. Weitere wichtige Inhaltsstoffe
dieser wichtigen Nutzpflanze sind Kalium, Magnesium und Calcium.
Für fast alle Arten existiert eine Wildform, deren Früchte allerdings sehr viel
kleiner sind. Christoph Kolumbus brachte als erster Samenkörner der Pflanze nach Europa
mit. Er sah sie irrtümlich für eine Pfefferverwandte an und gab ihr den Namen
pimienta. Heute noch werden scharfe Paprikasorten als Spanischer Pfeffer bezeichnet.
Paprika wurde in vielen Ländern der Erde fester Bestandteil der heimischen Küche.
Im Freiland, im Topf oder im Gewächshaus kann die Pflanze angebaut werden. | |
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| Info-Kasten 1 - Paprika |
Wußten Sie, dass ein Gramm Paprikapulver mehr Vitamine C enthält als
vier Zitronen.
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