NORDAMERIKA
H Ä U P T L I N G E der ... [Stammname] (nach Kulturarealen)
Arapaho(Prärie-Stamm)und ihre Häuptlinge
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Left Hand, Häuptling der Southern-Arapaho
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Left Hand bedeutet im Englischen "Linke Hand". Er war Oberhäuptling der
Southern Arapaho. Als zu Friedensverhandlungen nach Denver durch Major Wynkoop eingeladen
wurde, blieb Left Hand wie auch Little Raven (siehe dort) in den heimatlichen Zelten und
paßten auf die jungen Krieger auf, damit diese nicht Überfälle gegen die
Siedler unternahmen. Da Gouverneur Evans und Colonel Chivington keinen Frieden mit
Indianern anstrebten, hatten beide zurückgebliebenen Häuptlinge auch in dieser
Hinsicht recht. Die aus Denver heimkehrenden Häuptlinge waren nicht sicher ob nun
Frieden herrschte oder zumindest einen Waffenstillstand ausgehandelt wurden war.
Im Fort Lyon wurde am 5. November 1864 der indianerfreundliche Major Wynkoop durch den
Stabsoffizier von Chivington, Major Anthony, abgelöst. Er befahl Left Hand und
Little Raven ihre Zelte beim Fort abzubrechen und nach Sand Creek zu ziehen.
Als das Fort außer Sicht war, trennten sich beide Häuptlinge. Left Hand zog auf
geheißen nach Sand Creek, aber der mißtrauische Little Raven begab sich mit
seinen Leuten über den Arkansas River und errichtete dort seine Zelte. Left Hand
am Sand Creek angekommen, ließ seine Zelte etwas abseits von den Cheyenne im Osten
errichten. Black Kettle hatte sein Lager an einer hufeisenförmigen Biegung des fast
ausgetrockneten Sand Creek aufschlagen lassen. Weiter westlich von Black Kettles Lager
hatten War Bonnet und White Antelope ihre Tipis errichtet lassen. Am Sand Creek lagerten
ungefähr 600 Arapaho und Cheyenne, von denen zwei Drittel Frauen und Kinder waren.
Wie ihnen Anthony befohlen hatte, so gingen sie auf Jagd nach Büffeln. Bei allen
ihren friedlichen Aktionen glaubten sie immer noch zumindest an einen Waffenstillstand.
Das kein Frieden zwischen Indianern und Weißen herrschte, bekamen die Arapaho und
Cheyenne nicht lange danach zu spüren, als Colonel Chivington am 29. November 1864
am Sand Creek mit 700 Soldaten in den Morgenstunden auftauchte und die völlig
überraschten Indianer massakrieren ließ. Die Cheyenne versammelten sich unter
der US-Parlamentärflagge am Zelt von Black Kettle, die einst der Häuptling in
Washington von Colonel Greenwood erhalten hatte, und glaubten immer noch an die
Friedensgarantien. Auch der Arapaho-Häuptling Left Hand versuchte den Banner zu
erreichen, doch es war zu spät. US-Soldaten eröffneten das Feuer. Left Hand
zeigte mit verschränkten Armen, dass er gegen seine Freunde - die Weißen -
nicht kämpfen wollte. Man schoß ihn rücksichtslos nieder. Das Gemetzel,
welches in die Geschichte der USA als Sand Creek Massaker einging, kostete 105 Frauen
und Kindern wie auch 28 Kriegern das Leben. Unter den Toten waren auch die
Cheyenne-Häuptlinge One-Eye, Standing Water, War Bonnet, White Antelope, Yellow
Shield und Yellow Wolf. Die stark betrunkenen Soldaten verstümmelten und skalpierten
anschließend die getöteten Indianer. Mehr zum Thema Sand Creek finden Sie auf
der Seite «Sand Creek Massaker» - hier.
Da die Truppe Chivington' total von der Rolle war und ihre abgegebenen Schüsse
nicht alle trafen, entkamen die meisten der Indianer. Der verletzte Left Hand zog mit
den flüchtenden Cheyenne nach Norden. | |
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