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Little Big Man, Kriegshäuptling der Oglala-Teton


Little Big Man -  Kriegshäuptling der Häuptling der Oglala-Teton Sein Name braucht man bestimmt nicht übersetzen. Aus dem Englischunterricht sind alle Worte einem vertraut. Er war Kriegshäuptling der Oglala-Teton. Als Crazy Horse es ablehnte am 20. September 1875 mit einer Kommission über die Abtretung der Black Hills zu verhandeln, schickte der oberste Kriegshäuptling Little Big Man zu den Verhandlungen. Die Kommissare waren schon vor der Konferenz einige Tage im Fort Robinson anwesend, um die Stimmung der Lakota zu studieren. Sie merkten sehr schnell, dass diese Verhandlungen fehlschlagen würden, weshalb sie nun darauf auswaren, Schürfrechte gegen Bezahlung zu erhalten. Auch Red Cloud blieb der Konferenz fern und schickte Red Dog, um eine einwöchige Verschiebung zu erreichen - die Kommissare bewilligten aber nur drei Tage. Red Cloud erschien am 23. September. 300 Oglala aus dem Powder River-Gebiet kamen zu den Verhandlungen, bevor Red Cloud seine Rede beginnen konnte. Little Big Man drängte sich zwischen die Krieger und Häuptlinge und drohte den zu erschiessen, der das heilige Land der Black Hills verkaufen wollte. Young-Man-Afraid-of-His-Horses und einige seiner Teton-Ordner beruhigten die Situation, in dem sie Little Big Man abdrängten. Allerdings teilten viele der anwesenden Häuptlinge und Krieger diese Meinung, weshalb General Terry die Kommission nach Fort Robinson zurückeskortierte.

Die Kommission organisierte wenige Tage später eine Geheimkonferenz mit zwanzig Häuptlingen im Hauptquartier der Red Cloud-Agentur. Red Cloud erschien nicht am vereinbarten Ort, sondern ließ Spotted Tail entscheiden, der es allerdings ablehnte die Black Hills zu verpachten oder zu verkaufen. Nun schaltete sich die US-Regierung ein und konfiszierte die Black Hills, zahlte eine «angemessene» Entschädigung (sechs Millionen Dollar, obwohl das Claim von George Amstrong Custer bereits 20 Millionen Dollar eingebrachte) und stellte die Oglala-Teton vor vollendete Tatsachen. Desweiteren wurde von der Regierung angewiesen, dass sich die freien Indianerstämme bis zum 31. Januar 1876 in den Reservationsagenturen einzufinden haben, sonst drohe Krieg.

Dieser Krieg kam auch und zwar am Rosebud und Little Bighorn (siehe: hier). Nach beiden Schlachten, an denen Little Big Man maßgeblich beteiligt war, flohen die verbündeten Stämme der Teton und Northern Cheyenne in verschiedene Richtungen. General Nelson Miles holte Crazy Horse am 08. Januar 1877 am tief verschneiten Battle Butte ein. Aus Munitionsmangel kam es nur zu einem kurzen Feuergefecht. Durch seine besten Kriegshäuptlinge Little Big Man, Hump und Two Moon ließ Crazy Horse Miles-Truppen in einen Canyon locken, wo diese stundenlang umherirrten. Crazy Horse zog während dessen mit seinen Leuten in das Land am Little Powder River. Er und Little Big Man ergaben sich am 27. April 1878 mit 900 Oglala als General Crook durch Red Cloud erklären ließ, dass das Gebiet am Powder River zum Reservationsgebiet erklärt würde.

Als die US-Armee wieder Teton-Krieger für einen Feldzug gegen die Nez Percé warb, protestierte Crazy Horse und wollte die Reservation in Richtung Powder River verlassen. General Crook entsandte acht Kavallerie-Regimenter zum Lager von Crazy Horses. Diese sollten ihn verhaften. Crazy Horse konnte jedoch zu seinem Freund Touch-the-Cloud in die Spotted-Tails-Agentur fliehen, von wo man ihn nach Fort Robinson zurückbrachte. Als man im Fort anlangte, war es bereits nachts, weshalb Crazy Horse Captain Kennigton und einem Agenturpolizisten mit Namen Little Big Man übergeben wurde. Der oberste Kriegshäuptling sollte in eine vergitterte Zelle gesperrt werden. Dieser versuchte aber zu fliehen, so dass ihn Little Big Man festhielt und beide miteinander kämpften. Ein Posten eilte herbei und stach Crazy Horse mit dem Bajonett nieder.
Little Big Man war stolzer Kriegshäuptling seines Stammes, aber nun war er zum Verräter seines obersten Kriegshäuptling Crazy Horse geworden und war somit mitschuldig an dessen Tod.
 


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