Die Ausbildung von besonderen Kulturformen ist von der natürlichen Umwelt
abhängig. Das Ökosystem der Prärie-Indianer begünstigte das
Zusammenleben in kleinen lokalen Gruppen. Bei den Bisonjägern muß man noch
berücksichtigen, ob sie Nomaden oder Seßhafte waren. Es gab auch zahlreiche
Zwischenstufen.
Bei den Prärie-Indianer, die feste Wohnsitze hatten, bildete sich ein Klansystem
heraus, wo die Abstammung nach mütterlicher oder väterlicher Zugehörigkeit
geregelt war. Es gab jedoch bei vielen Stämmen auch soziale Gruppierungen, die nicht
aus der Blutsverwandtschaft hervorgingen, so die Männerbünde und
Geheimgesellschaften.
Die Männerbünde waren in Altersgruppen gestaffelt und besaßen meist
einen kriegerischen Charakter.
Auch die Zugehörigkeit zu Kasten war möglich - die Angehörigen erhielten
dadurch Ehre und Ansehen.
Um in einen Männerbund zu gelangen, mußten Rituale, z. B. der Sun Dance
(Sonnentanz) durchlaufen werden, oder Tapferkeit bewiesen werden, dabei kam es oft zu
Konflikten mit anderen Stämmen, von denen z. B. Pferde geraubt wurden.
Bei den Prärie-Stämmen gab es ein ausgeprägtes soziales Kasten-System,
welches in Gesellschaften - sogenannte Societies - geteilt war. Vier Gruppen von
Gesellschaften unterscheidet man:
Krieger-Gesellschaften
Religiöse Gesellschaften
Frauen-Gesellschaften (auf die gehe ich hier nicht ein)
Kult-Gesellschaften
Die bedeutendste Gesellschaft war die der Krieger.