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Die Maya, von der Vor- bis zur Nachklassik


Maya
 
Das Land der mayasprachigen Völker beginnt im Osten der Landenge Tehuantepec. Als das Zentralgebiet ihrer Kultur muß die Regenwaldregion zwischen Ost-Mexiko, das Gebiet von Chiapas, und Nord-Guatemala, das Gebiet von Petén, angesehen werden. Sie lebten hier in verstreuten Siedlungen hauptsächlich in der Nähe der zahlreichen Seen des Peténwaldes und der Flußtäler des Usumacinta- und Motagua-Systems.

Aus der vorklassischen Zeit der Maya, welche vor 3. und 4. u. Z. lag, ist nur sehr wenig bekannt, weil das Interesse der Archäologen vor allem den geheimnisvollen Tempelstädten galt. Vereinzelte Anzeichen einer alten Sammler- und Jägerkultur sind in den südlichen Hochländern zu finden. In der Santa-Marta-Höhle in West-Chiapas wurden Steinspitzen und -geräte entdeckt. Die frühere Annahme, dass der Mais seinen Ursprung im Raum von Chiapas und Guatemala gehabt haben soll, konnte nicht bestätigt werden. die keramischenen Kulturen in der späteren Zeit im Gebiet von Izapa an der Pazifikküste tragen olmekischen Stil. In der vorklassischen Zeit sind bereits städteähnliche Ansiedlungen errichtet worden, wie es sich bei Ausgrabungen in Kaminaljuyu zeigte.

Die klassische Zeit zwischen den 4. bis 10. Jahrhundert ist die Zeit der Tieflandmaya, in der die bekanntgewordenen Ruinenstädte entstanden. Trotz ihrer hochentwickelten Kultur verwendeten sie das einfache und altertümliche System des Brandrodungsfeldbaus. Die ältesten Städte, die in dieser Zeit entstanden, sind Tikal und Uaxactún in der Region von Petén. Der Gebrauch des Kalenders und der Hieroglyphen ermöglichte es den Forschern eine genaue Datierung der Maya-Städte und der anderen Kulturen im Norden und Süden des Maya-Landes vorzunehmen. Die Jahreszahlen sind auf sogenannten Stelen gemeißelt. Die Maya-Zeitrechnung hat ein mythisches Anfangsdatum, welches dem Jahre 3.113 v. u. Z. entspricht. Die Jahreszahlen zeigen an, wieviele Tage seit dem vergangen sind. Im 9. Jahrhundert kam es zum Zusammenbruch der Priesterherrschaft. Dazu kam es, so vermuten Forscher, als sich die Bauernschaft gegen die priesterliche Herrschaft erhob, sie stürzte und diese nach Norden mit wenigen Anhängern abwanderte. Erkennbar an den Zerstörungen in Piedras Negras und Palenque. Andere Forscher sind der Meinung, dass der Verfall der Kulturzentren im Zentralgebiet erfolgte, als andere Völker nach Mexiko eindrangen und die Tempelstädte gewaltsam einnahmen.

In der nachklassischen Kultur kamen die Wissenschaften und Künste im Maya-Gebiet Yucatáns zu neuer Blüte. Davon zeugt auch die berühmte Maya-Handschrift in der Sächsischen Landesbibliothek zu Dresden, die aus der nachklassischen Zeit stammt. Sie ist allerdings eine überarbeitete Neuauflage viel älterer Hieroglyphenbücher der Zentralprovinz. Sehr stark war auch der Einfluß - seit der Jahrtausendwende, die von den Tolteken ausging.

1524/25 unterwarf Pedro de Alvarodo die kleinen Maya-Staaten im Hochland von Guatemala. 1546/47 gelang die Eroberung der Halbinsel Yucatán im Norden. Der kleine Maya-Staat Ta Itzá, der auf einer kleinen Insel inmitten eines Sees angelegt war, konnte seine Unabhängigkeit bis 1697 erhalten.


 
  
 
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