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Die Maya-Stadt Caracol


Die Caana-Pyramide in Caracol
Die Maya-Stadt Caracol
 
Caracol ist die größte archäologische Stätte von Belize, die von Holzfällern 1937 entdeckt wurde. Auf einem Plateau vor den Maya Mountains ist die Stadt errichtet worden. Damit hatte Caracol Zugang zu allen wichtigen Ressourcen, die sie zu einem strategisch wie auch ökonomisch bedeutenden Zentrum ihrer Zeit machte. In der Späten Präklassik begann die Besiedlung.

Der Gründer Caracols war Te K'ab Chaak, der 331 n. Chr. den Thron bestieg.

Auf der Stele 6 und auf Altar 21 wird berichtet, dass Yajaw Te K'inich, der der Sohn von K'an I. war, vom Herrscher aus Tikal Wak Chan K'awiil zur Thronbesteigung verholfen wurde. Damit wird der Einfluß der etwa 60 Kilometer im Nordwesten gelegenen Stadt Tikal in jener Zeit deutlich, der aber kurze Zeit später endet.

Naranjo, ein zwischen Tikal und Caracol gelegenes Königreich, gerät etwa zur gleichen Zeit in den Einflußbereich des mächtigen 100 Kilometer nordwestlich von Tikal gelegenen Calakmul.

556 n. Chr. brechen zwischen Tikal und Caracol Konflikte aus als Wak Chan K'awiil der Herrscher von Tikal einen Adligen von Caracol enthaupten läßt. Nur wenige Jahre später ereilt Wak Chan K'awiil selbst dieses Schicksal.

Der Stadt Caracol gelingt es unter dem Herrscher Yajaw Te K'an II. (553 - 599 n. Chr.) und seinen Sohn K'an (618 - 658 n.  Chr.) durch einen Krieg im Jahre 562 von Tikal loszureißen. Calakmul, das neue große Machtzentrum im Tiefland, war maßgeblich an der Niederlage Tikals mitbeteiligt, durch die Tikal für 130 Jahre seinen Einfluß im Tiefland verlor. Die Sieger bekam als Schutzmacht Calakmul.

Nun konnte sich Caracol zur bedeutendsten Stadt des östlichen Tiefland entwickeln. Im Zentrum der Metropole erhebt sich die in der Präklassik errichtete mehrfach überbaute Caana-Pyramide, die eine Höhe von 46 Metern erreicht. Das Bauwerk diente der Königsfamilie und dem Hofstaat als Wohnstätte. Die Gebäude der oberen Plattform sind mit Stuckarbeiten verziert unter denen sich Hieroglyphen befinden. Die Caana-Pyramide steht auf einen von zwei Plätzen von denen aus strahlenförmig erhöhte Dammstraßen von bis zu 12 Kilometer Länge ins Umland erstreckten und somit ein richtiges Straßennetz bildeten.

Zwischen Caracol und Naranjo kommt es 642 zur Feindschaft, weshalb ein Krieg ausbricht. Forscher vermuten als Ursache die Heirat einer Adligen aus Naranjo mit einer hoch gestellten Persönlichkeit aus Tikal - dem Erzfeind von Caracol.

36.000 sogenannte Hausplattformen werden auf dem 88 Quadratkilometer großen Siedlungsgebiet von Caracol vermutet - nur etwa 3.000 konnten bislang nachgewiesen werden. Auf den 23 Stelen und 23 Altären der Stadt sind die Herrscherdynastien von 331 bis 859 n. Chr. zurückzuverfolgen.

Caracols letzt datierte Stele stammt aus dem Jahr 859 n. Chr.
 
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