MITTELAMERIKA
Hochkulturen
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Die Maya-Stadt Cerros
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Die Maya-Stadt Cerros liegt auf einer Halbinsel der Corozol(Chetumal)-Bucht. Thomas Gann
entdeckte diese Ruinenstadt im 19. Jahrhundert, aber erst in den 70er und 80er Jahren des
20. Jahrhunderts begann man mit der Ausgrabung. Zwischen 50 v. Chr. und 100
n. Chr. war aus einer kleinen Maya-Stätte eines der wichtigsten Handelszentren
an der Küste der Halbinsel Yucatán geworden. Ein Teil der Gebäude
wurde durch Neubauten überbaut, so wie es in zahlreichen Maya-Städten
üblich war.
Die Bedeutung der Stadt ist an den aufwendigen Stuckarbeiten am Palast und einigen
Pyramiden im Siedlungskern zu sehen. Die Architektur von Cerros hat maßgeblichen
Einfluß auf die Maya-Städte im Tiefland genommen.
In Cerros sind in einem sogenannten Opferdepot kleine Blütenköpfchen aus Jade
gefunden worden, die so angeordnet gelegen haben wie das ursprüngliche Diadem an
dem sie angebracht waren. Der Stoff hatte die lange Zeit nicht überdauert. Das
Blumendiadem war das Zeichen der Herrscherwürde und war schon in olmekischer Zeit
in Mittelamerika bekannt.
Cerros wurde zum Ende der Späten Klassik - etwa 150 bis 250 n. Chr. -
aufgegeben. Die Ursache ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Vielleicht waren
Klimaänderungen Grund für das Verlassen gewesen. | |
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