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Die Maya-Stadt El Mirador


Stuckmaske des Vogelgottes Vucub Caquix
Stuckmaske des Vogelgottes Vucub Caquix
 
Bei Ausgrabungen in Guatemala im Jahre 1926 wurden die Ruinen von El Mirador entdeckt. Jedoch dauerte es bis 1962 bis die dschungelüberwucherten Überreste dieser Maya-Kultstätte vermessen wurden. El Mirador konnte durch Untersuchungen an Tonscherben in die späte präklassische Epoche der Maya eingeordnet werden.

Einige Gelehrte glaubten anfangs nicht, dass die Maya in der Lage waren, solche Bauwerke errichten zu können. Doch heute weiß man, dass die Bauherren dieser Stätte die Maya waren. El Mirador war einst eine der größten religiösen Zentren der Maya. Die große, zentrale Pyramide - welche El Tigre genannt wird - ist sechsmal größer als die Große Pyramide von Tikal und zählt als die größte Pyramide der westlichen Erdkugel. In El Mirador gibt es eine weitere Pyramide - die Danta-Pyramide. Sie ist bis heute noch nicht vollständig ausgegraben.

In ihrem vermuteten Umfang soll sie die El-Tigre-Pyramide noch übertreffen. Um die Pyramiden erstreckt sich ein Straßennetz. Eine Straße ist 13 Kilometer lang und verbindet El Mirador mit Nak'be. Wohin die anderen Straßen führen und wie lang sie sind, weiß man nicht. Alleine die zahlreichen Verkehrsverbindungen lassen auf die Bedeutung El Miradors schließen. War es das wichtigste Zentrum der Maya? Die vielen Arbeitskräfte, welche die Stadt erbauten, und die Bewohner müssen einen hohen Grad an sozialer und politischer Zusammenarbeit erreicht haben, was es zuvor nicht gab, sonst hätte dieser riesige Komplex nie erbaut werden können.

In El Mirador wurden zahlreiche Stuckmasken gefunden, die Vucub Caquix - eine Vogelgottheit darstellen. Ob es ein Hauptgott war, ist nicht bekannt. Aber diese Abbildungen wurden auch in Tikal, Nak'be und Uaxactún gefunden. In der Stadtmitte befand sich einst das zivile wie auch religiöse Zentrum. Um diesen Platz schlossen sich in Vierergruppen gereiht die Wohnkomplexe der Elite an, die über mehrere Generationen bewohnt waren. Die Wohnviertel der Previlegierten wurden von kleineren Häusern eingefaßt. All diese Wohnkomplexe waren auf Terrassen errichtet.

Am Stadtrand befanden sich die Bauten der ärmeren Bevölkerung. Das gesamte Stadtbild macht den Eindruck einer Stadt, die ohne Plan erreichtet worden ist.
 
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