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Die Maya-Stadt Iximche


Palast von Ahpo Sotz'il. in Iximche
 

Iximche ist eine Maya-Stadt in Guatemala. Einige ihrer Gebäude wurden im sogenannten Puuc-Stil errichtet. Der österreichische Architekt, Abenteurer und Reisende Teobert Maler (1842 - 1917) stieß bei Reisen in Guatemala auf die Stadt Iximche.

Die Stadt Iximche war die Hauptstadt der Kaqchikel - einem Maya-Stamm, der wie die K'iche - ein anderer Maya-Stamm - um die Vorherrschaft im guatemaltekischen Hochland kämpfte.

In der Hauptstadt war der Herrscherpalast von Ahpo Sotz'il., der in drei Bauphasen errichtet wurde. Der ehemalige Hofkomplex mit Zentralaltar wurde durch eine Residenz überbaut. Grund für diese Veränderung war wahrscheinlich die Aufspaltung der Dynastie Sotz il. in mehrere Abstammungslinien.

Nachdem Cortés das Azteken-Reich erobert hatte, gelobten die indianischen Regenten aus Neuspanien und anderer Landesteile Loyalität zu ihren neuen Herren. Die Kaqchikel erhofften von der Anwesenheit der Spanier gegen die K'iche zu profitieren. Sie sagten den Europäern ihre Unterstützung bei der Eroberung Guatemalas zu. Cortés schickte sie als Erkundungstrupp an die Grenze des Maya-Gebietes in den heutigen Bundesstaat Chiapas (damals Soconusco). Als er von Unruhen und Aufständen unterrichtet wurde, gab er Leutnant Pedro de Alvarado den Befehl, der mit spanischen und indianischen Soldaten in Tenochtitlan gekämpft hatte, in der Unruheregion von Guatemala für Ordnung zu sorgen und das Gebiet für die spanische Krone zu unterwerfen. Am 12. Januar 1524 erreichte er das Gebiet. In der Gegend von Tonala wurde er von Mam-Maya angriffen, die er besiegen konnte. De Alvarado marschierte an der Küste entlang, überquerte einen Alpenpass bei Zapotitlan und erreichte die Hauptstadt der K'iche-Maya Xelajuj, die von ihm kampflos eingenommen werden konnte, da die Einwohner die Stadt verlassen hatten. Die K'iche-Maya griffen die Spanier und ihre Verbündeten an. Nachdem die Spanier einige Anführer töten oder gefangennehmen konnten, wurde der Angriff zurückgeschlagen.

Trotz, dass einer der wichtigsten Anführer der K'iche getötet wurden war, ergaben sie sich nicht. Einige K'iche versuchten andere Maya-Stämme gegen die Spanier aufzuhetzen, andere suchten Freundschaft zu den Konquistadoren. Eine Einladung durch die K'iche mißtraute Alvarado und konnte so einem gelegten Hinterhalt entgehen. Zwei hochrangige Anführer konnten Alvarados Truppen gefangennehmen, die er verbrennen ließ. Die Stadt Utatlan, in welcher die Spanier in den Hinterhalt geraten sollten, wurde niedergebrannt. Umliegende Dörfer wurden im Anschluß mit seinen verbündeten Kaqchikel-Maya überfallen. Bis zum 11. April 1525 war das ganze Gebiet unter der Kontrolle der spanischen Krone.

Nachdem die K'iche-Maya befriedet waren, kamen die Erzfeinde der Kaqchikel an die Reihe - die Tz'utujil-Maya. Deren Hauptstadt Tz'ikinajay, die auf einer Insel im Atitlan-See lag und mit Brückem mit den Festland verbunden war, wurde im Kampf eingenommen. Die Anführer der Tz'utujil unterwarfen sich dem spanischen König. Alvarado konnte auch die umliegenden Dörfer ohne Kampfhandlungen unter seine Kontrolle bekommen.

Nach diesem Sieg gründete Alvarado im guatemaltekischen Hochland in der ehemaligen Hauptstadt der Kaqchikel-Maya Iximche die erste spanische Hauptstadt Guatemalas. Alvarado besaß eine unersättliche Gier nach Gold und wertvollen Gegenständen, weshalb er von den unterworfenen Maya-Regenten immer mehr in Form von Tribut forderte. Gonzalo, Alvarados Bruder, tötete zahlreiche Angehörige der Herrscherschicht der Maya, die den Forderungen seines Bruders nicht nachkamen. Die verbündeten Kaqchikel revoltierten 1526, mußten sich aber der Übermacht geschlagen geben.

Die Spanier ihrerseits verließen Iximche und begannen am 22. November 1527 am Vulkan Agua eine neue Hauptstadt zu errichten. Ciudad Vieja, wie die Hauptstadt hieß, ging 14 Jahre nach ihrer Gründung durch einen Vulkanausbruch unter.

Alvarado und seine Männer sind als rücksichtslose Eroberer in die Geschichte Guatemalas eingegangen. Zweimal mußte sich Alvarado - 1527 und 1536 - vor spanischen Gerichten wegen seiner grausamen Vorgehensweise verantworten. Las Casas - ein Mönch 1474 - 1566 - belastete den Konquistador Alvarado schwer. Sein Vorwurf lautete, dass Alvarado zwischen 1524 ubd 1540 mehr als 4 Millionen Indianer getötet hatte.

Alvarado beherrschte das Kriegshandwerk besser als er ein guter Politiker war.

 
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