MITTELAMERIKA
Hochkulturen
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Die Maya-Stadt Kaminaljuyú
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Kaminaljuyú besaß zu seiner Blütezeit mehr als 200 Tempelterrassen mit
dazugehörigen Tempelgebäuden. Das Wort «Kaminaljuyú» bedeutet im
Deutschen Stadt der Alten. Die Stadt entstand in der spätklassischen Periode der
Maya. Wie groß Kaminaljuyú wirklich einmal war, wird nie herauskommen, da auf ihr
Guatemala City errichtet wurde. Mit der Bautätigkeit an diesem Ort wurde
unschätzbare Architektur der Maya zerstört. Nur sehr wenig blieb erhalten.
In Kaminaljuyú gab es einst ein 5 Kilometer langes Zeremonienzentrum wie bei Vermessungen
festgestellt wurde. Die bereits erwähnten Tempelterrassen dienten auch als
Grabkammern der Elite. Wie man vermutet, war Kaminaljuyú politisches sowie
wirtschaftliches als auch rituelles Zentrum der Maya im Guatemalatal. Von der Stadt
zog sich ein ausgedehntes Handelsnetz über Gesamtmittelamerika aus. Grund dieses
Handelszentrums war der Zugang sowohl zum Pazifischen wie zum Atlantischen Ozean, aber
auch in Nord-Süd-Richtung. Als für Guatemala City die Kanalisation erbaut
wurde, fand man zahlreiche Grabkammern. Leider wurden diese Gräber fast alle
geplündert. Trotz alledem konnten Archäologen sich ein Bild über die
Herrscher von Kaminaljuyú machen. Ihr Einfluß muß wesentlich größer
gewesen sein als jemals zuvor ein Herrscher eines anderen Königreich hatte. Die
Grabkammern waren in mehrere Räume geteilt. Die Toten wurden rot bemalt mit
Edelsteinen und Jade verziert und auf einem Holzgestell in die Grabkammer
hinuntergelassen. Mit einer Tonschicht wurde die Grabkammer nach der Beerdigung des
Königs verschlossen. Der Einfluß von Kaminaljuyú war bis Teotihuacan bekannt.
In Kaminaljuyú wurden Töpfereien im Stil von Teotihuacan in den Grabkammern gefunden.
Man vermutet deshalb, dass beide Zentrum zur gleichen Zeit ihre Blütezeit hatten.
Vielleicht hatten auch Krieger aus Teotihuacan Frauen aus Kaminaljuyú geheiratet, um ihren
Einfluß auf die Stadt im Guatemalatal und angrenzende Regionen auszudehnen. Auf
Stelen, die in der Stadt gefunden wurden, konnten die Reihenfolge der Herrschaft der
Adelsfamilien ermittelt werden. Die Hieroglyphen sind bis heute noch nicht entziffert.
Auch Kaminaljuyú ging unter und die Stadt wurde von ihren Bewohnern verlassen. | |
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