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Die Maya-Stadt Rio Azul


Höhle in Rio Azul Nordöstlich von Tikal - in 80 Kilometer Entfernung - befindet sich das Maya-Zentrum Rio Azul. Es handelt sich dabei um eine Stadt der frühklassischen Epoche im Peten.

Durch eine ausgezeichnete Lage an einem Fluß entwickelte sich Rio Azul zu einem regionalen Handelszentrum des Nordostens. Mehr als 5.000 Gebäude, Kanäle, Dämme und Befestigungsanlagen erhoben sich zu beiden Seiten des Flußlaufes.

In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden in einer 47 Meter hohen Pyramide ein reich ausgestattetes Grab der Frühen Klassik entdeckt. Im 5. Jahrhundert war ein Adliger aus der Führungsschicht hier begraben worden. Dies beweisen die zahlreichen Grabbeigaben. Rot ausgemalt hatte man die Krypta. Auf einem Felsen ist die Mondgöttin und ein Monster der Unterwelt dargestellt. Die Gräber sollten ein Abbild des Universums sein, wo auch die mythischen Berge an den Seiten des Kosmos und des Urmeeres zu sehen sind.

Um Rio Azul wurden Gräben gefunden, die auf eine intensive Bodennutzung schließen lassen. Eine einzelne Familie war nicht in der Lage ein solches Bewässerungssystem zu errichten. Dazu war die Gemeinschaft notwendig. Die Gräben leiteten das Wasser zu höher liegenden Flächen, wo künstlich angelegte Felder - sogenannte Hochfelder - bewässert wurden.

Siyaj K'ak' («Im-Feuer-Geboren») war 378 n. Chr. aus Teotihuacan nach Tikal gekommen. Der Herrscher dieser Stadt «Große Tatze» war am gleichen Tag verstorben. Entweder hatte eine politische Übernahme oder ein Kampf statt gefunden. Eine Dynastie löste eine Herrscherlinie ab. Tikal erhielt 379 n. Chr. Nuun Yax («Grünes» oder «Erstes Krokodil») als neuen Herrscher wie auch Rio Azul einen neuen Fürsten erhielt.
 
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