MITTELAMERIKA
Hochkulturen
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Die Maya-Stadt Uaxactun
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Uaxactun ist eine der frühesten historischen Stätten der Maya. Sie ist im
Peten in Guatemala erbaut worden. Die von Tikal 23 Kilometer nördlich gelegene Stadt
hatte ihre Blüte zur Zeit der Klassik (250 - 909 n. Chr.). In der Klassik der
Maya ist die Hieroglyphenschrift als wichtigstes kulturelles Merkmal entwickelt
worden.
Von der Mittleren Präklassik bis in die Spätklassik war Uaxactun mit
Unterbrechungen bewohnt. Einmal wurde die Stadt gegen Ende der Späten
Präklassik (150 - 250 n. Chr.) verlassen, wo man auch andere Städte des
Tieflandes zeitgleich aufgab. Die erste Aufzeichnung der Stadt stammt aus dem Jahre 328
n. Chr. und die letzte um 889 n. Chr.
Bei Ausgrabungen in der Gruppe A von Uaxactun wurden unter einer Palastanlage die
Überreste einer ovalen Sockelplattform aus der Frühklassik entdeckt. Die
Gebäude dieser Zeit besaßen eine hölzerne Dachkonstruktion das mit
Palmstroh gedeckt war.
Die Siedlungen der Olmeken sind in Nord-Süd-Richtung errichtet worden, die der Maya
in Ost-West-Richtung, was typisch an der Golfküste war. Dies läßt auf
eine eigenständige nicht von außen beeinflußbare Entwicklung der
Monumentalarchitektur schließen.
Eines der bekanntesten Gebäude der Stadt ist das Bauwerk mit der Bezeichnung E-VII-B.
Dabei handelt es sich um einen Pyramidenbau mit einem Treppenaufgang an jeder Seite, der
von Stuckmasken gesäumt war. Das Gebäude diente astronomischen Zwecken - unter
anderem der Sonnenbeobachtung. Die Plattform der Gruppe E hat eine Ausdehnung von 40.000
Quadratmeter und weist eine strenge architektonische Formation auf, die erstmals in
Uaxactun gefunden wurde.
Der Gebäudekomplex H ist auch auf einer Plattform entstanden. Das gesamte Bauwerk
ist 1985 ausgegraben wurden. Die Außenfassaden waren rot bemalt und besaßen
zur Verzierung figürliche Malerei. Das Hauptgebäude mit der Bezeichnung Sub-3
besitzt einen Treppenaufgang zur oberen Plattform, der zu beiden Seiten mit Stuckmasken
flankiert ist und mit roter, schwarzer und weißer Farbe bemalt wurde.
Das Eingangsgebäude ist mit Darstellungen von göttlichen Ahnen verziert, die
vielleicht die göttliche Herkunft einer Abstammungslinie - vielleicht des Herrschers
von Uaxactun - symbolisieren.
In Grabkammern und -stätten des Adels und hoch gestellter Bevölkerungsgruppen
wurden Gefäße und Essgeschirr mit einem Loch in der Mitte, dass die rituelle
Tötung symbolisiert, gefunden.
Während der sogenannten Aurora-Phase von Kaminaljuyu (200 - 400 n. Chr.)
zerschlug man alle Monumente mit Hieroglyphen und als weiteres bedeutendes Ereignis
wurde die Oberschicht abgelöst. Grund dafür was wahrscheinlich das Eindringen
der K'iche', die die Hieroglyphenschrift nicht kannten. Veränderungen gab es in
vielen Teilen des Tieflandes, so kontrollierten einst El Mirador und Nakbe den Norden,
wurden dann aber von den aufblühenden Stätten Uaxactun und Tikal und von
weiteren komplexen Staaten als herrschende Metropolen abgelöst. Dies bedeutende den
Niedergang von Kaminaljuyu. Im Jahre 378 n. Chr. starb der Herrscher von Tikal
Große Jaguartatze. Siyaj K'ak', der erstmals in El Peru auftauchte als neue
Herrscherdynastie, setzte in zahlreichen Städten - so auch in Uaxactun - 379
n. Chr. neue Fürsten ein. | |
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