NORDAMERIKA
Stämme nach Kulturarealen
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Die Mescalero-Apachen
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Der Apachen-Stamm der Mescalero wurde nach dem berauschenden Getränk Mescal benannt.
Die Mescalero waren einer der östlichen Apachen-Stämme. Ihre Heimat lag im
heutigen Bundesstaat New Mexico, genauer zwischen den Rio Peso und den Sacramento
Mountains. Der Stamm der Mescalero entstand während der Kolonialherrschaft der
Spanier im 18. Jahrhundert. In ihm vereinigten sich die Cuartelejo-, Faraone- und
Vaquero-Apachen, um besser gegen die Comanchen geschützt zu sein. Die Mescalero
waren gefürchtete Feinde der Spanier, da sie ihre Pferde und anderes brauchbares Gut
stahlen. Sie überfielen auch die sogenannten »gezähmten Apachen«
(»Apache-Manos«) und die Pueblos, um Frauen und Kinder zu rauben.
Die Behausung der Mescaleros war das Tipi wie auch das Wickiup (siehe Haustypen im Thema
2). Am Ackerbau hatten die Mescalero kein Interesse. Die Jagd war die wichtigste Quelle
ihrer Nahrung. Ihr Stammesgebiet war reich an Wild und zur Zeit der Büffeljagd
zogen sie in die Prärie. Sie sammelten außerdem wilde Pflanzen, Beeren und
eßbare Früchte. Waren sie auf der Jagd, benutzten sie jede Gelegenheit
für Überfälle. Die typische Kleidung der Mescaleros war gelbgefärbtes
Wildleder.
Nachdem die Vereinigten Staaten von Amerika 1855 die nördlichen Provinzen von Mexiko
erobert hatten, wurden die Mescalero-Apachen in der Schlacht bei Penasco von Lieutenant
Ewell und seinen 180 Dragonern geschlagen. 1855 starb auch ihr Häuptling Palanquito,
worauf die Mescaleros mit den USA Frieden schlossen und in ein Reservat gingen. Sie
blieben friedlich bis zum Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges als die
Blauröcke die Forts in New Mexiko aufgaben und mexikanische Truppen einfielen.
Daraufhin verließen die Mescalero-Apachen ihre Reservation und kämpften gegen
die Konföderierten aus Texas. Sie zerstörten alle Siedlungen entlang des Rio
Bonita und taten gleiches am Rio Grande. Danach stürmten sie das westliche Texas und
auch hier hinterließen sie eine breite Spur der Zerstörung. Sie kämpfen
aber nicht nur gegen die Texaner, sondern greifen auch mit 200 Kriegern die Bergwerkstadt
Pinos Alta an. Im Anschluß werden sie von der Freiwilligentruppe Arizona Guards
geschlagen. Daraufhin verbünden sich die Mescalero mit den Mimbrenjo und Chiricahua,
die gegen alle weißen Eindringlinge Krieg führten. Am Apache-Paß erhalten
die verbündeten Apachen von General Carleton und seinen California Volunteers, der
von Westen her gegen die Apachen vorrückte, eine vernichtende Niederlage.
Danach besetzt Carleton das verlassene Fort Stanton und schickt Kit Carson mit seinen
1.000 New Mexico Volunteers gegen die Apachen. Zuerst sollte Carson die weniger
als 1.000 Personen zählenden und weit zerstreuten Horden der Mescalero-Apachen
zwischen den Rio Grande und Rio Peso töten oder gefangennehmen. Da Carson aber viele
von den Mescaleros kannte bzw. mit ihnen befreundet war, ritt er zu den führenden
Häuptlingen in die Berge - zum Dog Canyon, um mit ihnen Verbindung aufzunehmen.
Er überredete die Mescalero-Apachen mit Carleton Frieden zu schließen, worauf
die fünf einflußreichsten Häuptlinge sich im Spätherbst nach Santa
Fé begaben.
Auf dem Weg nach Santa Fé wurden zwei der Häuptlinge von Captain James Graydon
ermordet. Die Häuptlinge Chato, Cadette und Estrella, welche einen anderen Weg
genommen hatten, erreichten den Verhandlungsort. Statt aber einen Friedensvertrag
zu schließen, fordert Carleton die Mescalero-Führer auf sich in die Bosque
Redondo Reservation am Rio Peso zu begeben. Bei Weigerung der Anordnung, so drohte der
General, würde er die Mescalero-Apachen zu Tode hetzen lassen. Im Frühjahr 1863
folgten einige Apachen-Horden der Anordnung und ließen sich in der Reservation
nieder. Die meisten aber flohen über die Grenze nach Mexiko und kehrten nur
zurück, wenn sie in Arizona und New Mexico Überfälle unternahmen.
Die Mescalero-Apachen unter Führung von Giannatah trieben Ende März 1863 die
Pferdeherde des Fort West weg. ---> Mehr zu diesen Thema unter »Berühmte
Persönlichkeiten« der Apachen. -> Giannatah Hier klicken.
Unter ihrem Häuptling Ojo Blanko (= Weißauge) verließen die
Mescalero-Apachen im Jahre 1865 die Reservation. Grund dafür war, dass sie sich
nicht mit den Navaho vertrugen. Im Jahre 1873 erhielten sie auf ihrem ehemaligen
Stammesgebiet zwischen dem Rio Peso und den Sacramento Mountains eine eigene Reservation. | |
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