|
|
Amerika-Infos - Mexiko
|
Ungefähr 80 Prozent der Fläche von Mexiko gehört geologisch zum
nordamerikanischen Festlandsrumpf. Bei der Landenge von Tehuantepec ist Mexiko nur etwa
200 Kilometer breit. Entlang der Pazifikküste erstreckt sich die Halbinsel
Niederkalifornien, die im Norden mit dem Festland verbunden ist. Die Halbinsel
Yucatán und der mexikanische Staat Chiapas gehören bereits zur
mittelamerikanischen Festlandsbrücke. Die Fortsetzung des nordamerikansichen
Kordillerensystems ist das mexikanische Hochland. Im Norden erreicht das Gebirge nur 1.000
Meter Höhe, steigt aber nach Süden auf 2.000 Meter an. Das Hochland fällt zu
den Küsten steil ab. Die Westliche Sierra Madre erhebt sich im Westen des mexikanischen
Hochlandplateaus. Sie erreicht 3.500 Meter. 1.500 bis 3.000 Meter hoch ist die Meseta
Central, die sich in Gebirgsstöcke unterteilt. Die Östliche Sierra Madre und die
Cordillera Volcánica im Süden begrenzen das bis auf 4.000 Meter ansteigende
Hochland. Die Region entstand durch vulkanische Aktivitäten und sind die höchsten
Berge Mexikos. Der schneebedeckte Citlaltépetl kommt auf eine Höhe von 5.700
Meter. Etwas niedriger ist der Popocatépetl und der Ixtaccicuatl.
Wie sich unsere Erde immer noch durch Vulkanismus bewegt, zeigt der 1943 entstandene
Paricutin. An die 3.000 Meter hochragende Chiapas schließt sich die Südliche
Sierra Madre mit bis zu 4.000 Meter hohen Vulkankegeln zur Küste hin an. Zur Halbinsel
Yucatán fällt das Bergland sanft ab. Auf den Küstenniederungen zwischen
Tabasco und Veracruz haben sich ausgedehnte Mangrovenwälder ausgebreitet. Im Winter
führt der Rio Grande nur wenig Wasser, aber zur Regenzeit wächst er zu einem
mächtigen Strom an. Der wichtigste Fluss im Landesinneren ist der Rio Grande de
Santiago. Die Sierra Madre Occidental ist der westliche und die Sierra Madre Oriental der
östliche Gebirgszug, der sich an das Hochland von Mexiko anschließt. Von
Nordwest nach Südost erstreckt sich die Westliche Sierra Madre. Ihre Länge
ist 1.100 Kilometer und die Breite 160 Kilometer. Durchschnittlich ist sie 1.800 Meter
hoch - einige der Gipfel überschreiten die 3.000 Meter. Im Mesozoikum sind die
Faltungen der Gebirgsketten und Schluchten entstanden. Die bis zu 1.500 Meter tiefen
Schluchten im Westen ziehen alljährlich die Besucher an. Aus dem späten
Mesozoikum sind die Östlichen Sierra Madre. In südöstlicher Richtung des
Rio Grande sieht man zahlreiche Berge, die zu einer 3.000 Meter hohen Kette aufsteigen.
Ein Labyrinth von Bergketten und Schluchten bilden die Südliche Sierra Madre. Auch
sie erreichen locker 3.000 Meter Höhe. Das Balsa-Fluß-System im Norden, die
Sierra Mixteca im Osten und die Küstenebene im Südwesten grenzen das
Hochgebirgsmassiv ein.
Das mexikanische Hochland erreicht im Süden eine Höhe von fast 2.500 Metern und
flacht sich in Richtung Norden auf 1.100 ab. Die Landschaft besteht aus sieben Talkesseln,
die von mehreren Bergketten und Erdeinbrüchen durchbrochen werden. Das Landschaftsbild
im nördlichen Hochland ist wüstenhaft wie auch von wüstenähnlichen
Steppen geprägt, die mit steigender Höhe in Grasebenen übergehen. Bergketten,
die in Nord-Süd-Richtung bzw. von Nordwesten nach Südosten verlaufen, säumen
die Becken und überragen sie um 800 bis 900 Meter. Zur Regenzeit füllen sich die
Talkessel mit flachen Seen, die während der Trockenzeit verdunsten und Salzsümpfe
und Salztonebenen entstehen lassen. Größere Niederschläge werden im
südlichen Hochland verzeichnet. Schroffe Vulkankegel und sanfte Bergkuppen wechseln
sich in dieser Gegend ab. Dazwischen liegen Becken und Hochtäler mit zahlreichen Seen.
Trotz des Gebirgscharakters sind in diesem Gebiet Sümpfe und heiße Quellen zu
finden.
Im mexikanischen Bundesstaat Sonora entstanden die parallelen Bergketten und Täler im
mittleren und späten Tertiär. Die das Sonora-Becken umgebenden
Gesteinsschuttformationen verändern sich nach Nordosten hin zu Bergrücken. Die
flache und sandige Küste hat nur vereinzelte Buchten, die Lagunen und Felshügel
aufweisen. Weiter im Norden breitet sich die Sonora-Wüste aus, die sich bis Arizona
und Kalifornien hinzieht. | |
|
|