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Die Mimbrenjo-Apachen


Sie wurden von den Mexikanern Mimbrenos und von den Amerikanern Mimbres genannt. Mimbres wurde von den spanischen Wort "Membres" abgeleitet und bedeutet "Weide" = Weidenvolk. Sie waren ein westlicher Apachen-Stamm, der im Südosten von New Mexico und im Südwesten von Arizona wohnten.

Im 18. und 19. Jahrhundert waren sie gefürchtete Feinde der Spanier. Unter Juan José, mächtiger Häuptling der Mimbrenjos und Oberhäuptling aller Apachen-Stämme, drangen sie weit in den Süden von Mexiko - in die mexikanischen Staaten Chihuahua, Sinaloa und Sonoro - vor. Auf diesen Überfällen erbeuteten sie Sklaven, Pferde, Rinder und Maultiere. Im Jahre 1882 schlossen die Mexikaner mit Juan José einen Friedensvertrag, der es den Mexikanern erlaubte in Santa Rita del Cobre Kupfererz abzubauen. Als Gegenleistung erhielten die Mimbrenjo alljährlich Lebensmitteln und Alkohol, um Juan José bei Laune zu halten. Die Mimbrenjo-Apachen hielten sich 15 Jahre an diesen Vertrag. Sie waren aber mißtrauisch gegenüber den Siedlern von Santa Rita, da diese durch die Kupfermine immer reicher worden.

Im Jahre 1837 erließ die Verwaltung von Chihuahua ein äußerst brutales Gesetz, nach dem für den Skalp eines Apachen-Kriegers 100 Dollar, für einen Frauenskalp 50 Dollar und für den Skalp eines Kindes 25 Dollar gezahlt wurden. Dies lockte die Abenteurer James Johnson und sein Partner Gleason und einige Missouri-Trapper unter der Leitung von Ed Eames auf den Plan. Man veranstaltete zusammen mit 400 Mimbrenjos und ihrem Häuptling Juan José ein Saufgelage. Plötzlich eröffneten die Weißen und einige hilfsbereite mexikanische Soldaten das Feuer auf die Mimbrenjos und metzelten sie nieder.

Als Nachfolger von Juan José übernahm Mangas Coloradas das Amt des obersten Häuptlings der Mimbrenjos. Er zog sich mit den letzten Überlebenden aus der Rancheria bei Copper Mine zurück und führte sie zu Stammesangehörigen in das Dorf am Warm Springs. Mangas Coloradas wurde der Führer des vergrößerten Mimbrenjo-Stammes, der jetzt auch Warm Springs genannt wurde. Sie bildeten nun den größten Apachen-Stamm, der sich mit den Chiricahua zusammenschloß. Beide Stämme nahmen nun auf grausamste Art Rache an den Mexikanern für die Abschlachtung ihrer Stammesangehörigen. Die 400 Bürger von Santa Rita, die auf der Flucht nach Janos waren, wurden von den Mimbrenjos bis auf ein halbes Dutzend Männer und einiger junger Mädchen und Kinder, die gefangengenommen wurden, niedergemetzelt. Mangas Coloradas kämpfte tapfer gegen die Mexikaner und Amerikaner bis zu seiner Ermordung im Januar 1863.

Der Nachfolger von Mangas Coloradas wurde Victorio, der stets mißtrauisch gegen allen Weißen war. Unter dem Druck der US-Behörden mußte Victorio 1865 in eine Reservation der Ojo Caliente Agentur ziehen. 12 Jahre später, im Frühjahr 1877 wurden die Mimbrenjos in die San Carlos Reservation umgesiedelt. Im Sommer 1877 wurden die Lebensbedingungen der Mimbrenjos in der Reservation katastrophal, da die Lebensmittelrationen nur sehr spärlich eintrafen. Victorio verließ am 2. September 1877 daraufhin die Reservation und kehrte in die der Ojo Cliente Agentur zurück, wo er bis Ende des nächsten Jahres bleiben durfte. Im Anschluß daran sollten sie wieder in die San Carlos Reservation zuückkehren, aber Victorio weigerte sich. Man gestattete deshalb den Mimbrenjos mit den Mescalero-Apachen bei Tularosa zusammenzuwohnen. Als im Sommer 1879 gegen Victorio Anklage wegen Pferdediebstahls erhoben wurde, verließ er mit 30 Kriegern die Reservation mit der Absicht niemals wieder in eine solche zurückzukehren. Victorio verbündete sich in Texas mit 80 Kriegern der Mescalero-Apachen von Häuptling Caballero, der seine Krieger unter Führung von Victorio stellte. Nach mehreren Gefechten mit Siedlern, Mexikaner und US-Soldaten wurde Victorio vom mexikanischen Colonel Joaquin Terrazas in einen Hinterhalt gelockt. Der beste Scharfschütze Terrazas' Kommandos, der berühmte Tarahumare-Scout Mauricio, schoß Victorio mit seiner Winchester mitten ins Herz.

Seine Nachfolger wurden Acosta und die Söhne von Mangas Coloradas - Cassari, Pasquin und Salvador - in der San Carlos Reservation. Weitere Mimbrenjos lebten als freie Stammesangehörige in Mexiko und schweiften in kleinen Gruppen umher. Sie wurden angeführt von dem 80-jährigen Nana und von Mangas, ein weiterer Sohn Mangas Coloradas. Einige der kleinen Kriegerbanden verbündeten sich mit anderen Stämmen, hauptsächlich mit den Chiricahua oder kehrten für einen kurzen Zeitraum in die Reservationen zurück. Die meisten Mimbrenjos beteiligten sich ab 1865 nicht mehr an Überfällen, sondern blieben friedfertig in den Reservationen.
 
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