Der Mustang (abgeleitet von dem spanischen Wort Mesteno = verwildertes Haustier) ist
das nordamerikanische Wildpferd, welches das Leben in den Prärien eigentlich erst
möglich machte. Die Spanier führten es im 16. Jahrhundert in Amerika ein. Es
hat Andalusier, Araber, Berber und Türke Blut in sich. Der Mustang hat eine
300jährige Entwicklung hinter sich und konnte in dieser Zeitspanne frei umherziehen,
was es zu einem zähen, genügsamen und unabhängigen Tier machte. Viele
von ihnen wurden von den Indianern eingefangen und für die Zucht verwendet.
Berühmt wurden für die Zucht und den Handel die Comanchen. Auch bei den Cowboy
wurde es sehr beliebt. Bei den ersten seiner Art war das spanische und Berberblut
unübersehbar.
Zur Information: Farbe: jede Farbe;
Größe: 140 bis 150 cm;
Äußeres: unterschiedlich, leicht gebaut, trockene Beine und Füße;
Charakter: unabhängig, hartnäckig; Tragezeit: ca. 11 Monate; ein Fohlen;
Einsatzgebiet: Reiten, Ausdauerrennen, Viehwirtschaft.
Die Cowboys kreuzten die Mustangs mit anderen von ihnen nach Amerika mitgebrachten
größeren Rassen. Auch Vollblutarten wurden für die Kreuzung verwendet.
Mit der Rasse der Quarter Horse gelang eine bemerkenswerte Züchtung zu einer
neuen Rasse, die auf den Mustang zurückgeht. Neben den Quarter Horse wurden
für die Kreuzung die Rassen Appaloosa, Palomino und Pinto erfolgreich eingesetzt.
Heute ist die Zahl der wildlebenden Mustangs stark zurückgegangen, dass sie unter
Schutz gestellt werden mußten. Es wurden zahlreiche Register angelegt, um die
vielen Unterarten zu erhalten. Im Register für spanische Mustangs werden die
Berberabkömmlinge aufgezeichnet, hingegen im Register der Berbermustangs werden
die Pferde erfaßt, die keine reinrassige Berberabstammung aufweisen jedoch die
korrekten Merkmale besitzen.
Mustangs eignen sich besonders als Reitpferd und für Ausdauerrennen.
Siehe zum Thema auch «Die Geschichte des Pferdes» auf dieser Homepage. |