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Die Indianer im 21. Jahrhundert |
Die Indianer von 2000 bis 2099
In letzter Zeit suchen immer mehr Schüler(innen) meine Webseite auf, um
Inhalte zu Referaten zum Thema «Indianer» zu erhalten. An dieser Stelle
möchte ich über die Situation wie auch über Zahlen der Indianer im 21.
Jahrhundert informieren.
Die Indianer suchen nach Jahrhunderten der Mißachtung und Unterdrückung neue
Zukunftsperspektiven.
Auf der Cheyenne-River-Reservation - eine Sioux-Reservation in den Great Plains - gibt es
wieder Bisons und Elche. Seit nicht all zu langer Zeit sind auch nach 140 Jahren wieder
Mustangs heimgekehrt. Dies macht Hoffnung für rund 4,1 Milionen indigene Amerikaner.
Die Reservation liegt in einer der trockensten und ärmsten Regionen der Vereinigten
Staaten.
Südlich von ihr - ebenfalls im US-Staat South Dakota - befindet sich die
Pine-Ridge-Reservation, wo die Menschen mit nur einem Drittel des amerikanischen
Durchschnittsverdienstes auskommen müssen. Gegenüber den Amerikanern ist die
Arbeitslosigkeit hier dreimal höher. Doppelt so hoch ist die Selbstmordrate. Das
sind alles Zahlen, die einen Indianer-Fan - so wie ich - bedrücken.
Ungefähr die Hälfte der einst 1,1 Millionen Hektar großen
Cheyenne-River-Reservation ist im Besitz des Sioux-Stammes. Alle anderen Hektars wurden
durch entsprechende Bundesgesetze enteignet. Heute versucht der Stamm 9.000 Hektar durch
Darlehen zurückzuerhalten. Ebenso das Gebiet auf der die Bisonherde weidet. Die Herde
besteht aus mehr als 3.000 Tieren und ist somit die Größte im Besitz eines
Stammes. Bisonfleisch soll wieder als Hauptnahrungsmittel eingeführt werden, weshalb
die Herde einer ständigen Kontrolle unterliegt. Die meisten Tiere dienen deshalb dem
Eigenbedarf, nur wenige Bisons werden auch verkauft. |
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| Einige Zahlen zu Indianer und US-Bürger (2000) |
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Indianer |
Gesamtbevölkerung |
Highschool-Abschluß oder höher |
74,7 % |
80,4 % |
Pro-Kopf- Einkommen |
14.267 $ |
21.587 $ |
Unter der Armutsgrenze |
22,0 % |
12,4 % |
Arbeits- losigkeit |
6,6 % |
3,7 % |
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Man hat sich als Ziel gesetzt, die Bisonkultur in der Reservation wieder aufzunehmen.
Vierhundert Jahre der Vernichtung folgte ein Jahrhundert in denen die Indianer von Almosen
der Bundesregierung lebten, sie bescheiden waren und ihre Würde und Identität
zu verblaßen begann. Heute beginnen sie in den Vereinigten Staaten ihr Leben selbst
in die Hand zu nehmen. An zahlreichen Orten sieht man die Veränderung, wie
Spielkasinos, die zum wirtschaftlichen Aufschwung führten. 40 Prozent der anerkannten
Stämme betreiben heute mehr als 200 Spielhallen und Spielkasinos.
Die Oneida verwenden das Geld für die Infrastruktur und kaufen Land, bauen ihre
Straßen aus und lassen ihre Kinder zur Schule gehen. Die Ojibway haben die Gewinne
aus ihren Kasinos in ein Projekt gesteckt, was ihre alte Kultur wiederaufleben
läßt - den Anbau von wilden Wasserreis (siehe dazu das Thema
Ojibway).
Keine Stadt in den USA hat so viel indianische Einwohner wie New York. 85.000 Indianer
nennen diese Stadt ihre Heimat. Heute leben 85 Prozent aller indigenen Menschen der
Vereinigten Staaten außerhalb der Reservationen. |
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| 2001 |
Viele
Mohawk beteiligten nach dem 11. September 2001 an der Beseitigung der Trümmer des
World Trade Centers nach dem Anschlag. Sie arbeiteten 12 Stunden am Tag und das
dreieinhalb Monate lang. |
| 2003 |
Die
Hopi-Familie Piestewa trauert um ihre Tochter Lori, die an der Seite ihrer neuen Freundin
Jessica Lynch in einen Hinterhalt geraten war und als erste Soldatin im Irak-Krieg fiel. |
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| Der indianische Bevölkerungszuwachs in den USA
ist nach den Volkszählungen in den Jahren 1990 und 2000 deutlich zu erkennen |
| Stamm |
1990 |
2000 |
Stamm |
1990 |
2000 |
| Cherokee |
308.132 |
729.533 |
Chippewa |
103.826 |
149.669 |
| Nahaho |
219.198 |
298.197 |
Blackfeet |
32.234 |
85.750 |
| Choctaw |
82.299 |
158.774 |
Irokesen |
49.038 |
80.822 |
| Sioux |
103.255 |
153.360 |
Pueblo |
52.939 |
74.085 |
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In den letzten 20 Jahren
haben sich 80 Prozent mehr Indianer auf höheren Schulen angemeldet - das läßt hoffen
Auch das Pro-Kopf-Einkommen in Indianer-Gebieten stieg von 1990 bis 2000 um 27 Prozent.
Die Bevölkerung der Vereinigten Staaten 281.421.906 (2000) - davon Indianer 4.119.301. Das machen 1,5
Prozent der Gesamtbevölkerung aus. |
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Bei den Indianern Nordamerikas ist die kulturelle und wirtschaftliche Energie zu
spüren, die Kontrolle über ihr Land und ihre Souveränität selbst in
die Hand zu nehmen.
Hierzu einige Beispiele:
- Blackfeet profitieren vom Tourismus, von Kasinos, vom Fischen und Jagen sowie
veranstalten sie eines der größten jährlichen Indianerfestivals der USA
- Navaho profitieren ebenfalls von den Einkünften von Kasinos in New Mexico
- Chiricahua-Apachen: Einnahmequellen sind Wapitijagd, Spielkasinos und Skitourismus
- Choctaw produzieren High-Tech, wie Satellitenbilder und digitale Karten
- Dakota, Lakota und Nakota: Wiedereinführung des Büffels zur Verehrung
und Nahrung
- In Cheyenne-River-Reservation werden nach 140 Jahren Mustangs wieder eingeführt
- Chippeway und Ojibway betreiben traditionellen Anbau von Wildreis
- Pueblo-Indianer leben immer noch in Arizona und New Mexico in ihren traditionellen
Lehm- und Steinhäusern wie im 13. Jahrhundert
Die Mohawk hatten fast ihre Sprache verloren. Fünf Prozent kannten 1997 noch Mohawk
- gehört zur Irokesen-Sprache - und das waren Personen, die über 70 bis 80
Jahre alt waren. Deshalb wurde eine Schule ins Leben gerufen, die die Sprache dieses
Stammes wieder lehrt. Wie die Mohawk so bieten auch die Cherokee in ihrem
Hauptverwaltungssitz in Tahlequah im US-Bundesstaat Oklahoma einen Sprachkurs ihrer
Sprache an. Sie basiert auf das Silbenalphabet, welches Sequoyah im frühen 19.
Jahrhundert entwickelt hatte. Heute haben sich die Cherokee in die schwierigen Aufgaben
der Regierungsbürokratie eingearbeitet.
Bei einer Untersuchung wurde festgestellt, dass sich die Indianer zu wiederholen scheinen,
anders ausgedrückt in einem ewigen Kreislauf rotieren. Dieser Kreislauf beginnt bei
Armut entwickelt sich zum Überleben macht eine Entwicklungsphase zur Anpassung durch
und geht über zum gelegentlichen Wohlstand und fängt dann von vorne wieder an.
Ein jeder Indianer muß anscheinend diesen Weg gehen.
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