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Die Nez Percé |
Die Nez Percé nannten sich selbst Nimipu, Kaminu oder Tsupeli. Sie sind ein Volksstamm
der Penuti-Familie, die der Sahaptin-Sprachfamilie zugerechnet wird. Ihr Stammesgebiet
war ein weites Gebiet, welches aus Bergen, Tälern, Hochebenen und Prärien
bestand und sich über das südöstliche Washington, südwestliche
Montana bis in das nordöstliche Oregon und Zentral-Idaho ausdehnte.
Die Nez Percé zogen im Frühjahr nach Osten in die Prärie, wo sie Antilopen und
Büffel jagten. Dabei kam es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen den
Blackfoot, die die Nez Percé nach Westen aus ihrem Stammesgebiet zurückdrängen
versuchten. Jedoch wurden die Blackfoot stets geschlagen.
1805 trafen die amerikanischen Entdecker Lewis und Clark mit den Nez Percé erstmals
zusammen und sie schworen ewige Freundschaft zwischen Indianern und Weißen.
Diesen Schwur hielten die Nez Percé jahrzehntelang. In dieser Zeit besuchten auch
französische Händler der North-West-Fur-Company die Nez Percé, um Felle gegen
Gewehre, Messer, Stoff und Schmuck zu tauschen.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts erhielten die Nez Percé die ersten Pferde und
übernahmen daraufhin viele Gewohnheiten der Prärie-Indianer. Jedoch als
Dauerwohnung diente weiterhin das Langhaus, welches von vielen Familien bewohnt wurde.
Es war mit Matten bedeckt und in der Mitte befand sich ein Gang mit den Feuerstellen der
Bewohner. Die Nez Percé waren wie ihre nördlichen Nachbarn Steinkocher. Die
Töpferei war ihnen nicht bekannt. Jedoch flochten sie kunstvolle Körbe und
Säcke in der Korbflechtertechnik. Die Webkunst kannten sie auch nicht. Sie flochten
jedoch aus in Streifen geschnittenen Kaninchenfellen leichte, warme Umhänge oder
Felldecken. Ihre Kleidung fertigten sie aus Elch-, Hirsch- oder Antilopenhäuten.
Die Nez Percé besaßen ein Land, was reich war an eßbaren Wurzeln und anderer
pflanzlicher Nahrung. Hauptnahrungsmittel war die zwiebelartige Camaswurzel. Die Wurzel
wurde gesammelt und in Gruben geröstet. Als Nahrungsreserve dienten getrocknete
Wildbeeren. Die Nez Percé kannten nur die Kerne der Sonnenblumen als Körnerfrucht.
In den Flüssen ihres Stammesgebietes gab es drei verschiedene Lachsarten, die zu
unterschiedlichen Zeiten laichen und den Nez Percé mehrmals im Jahr eine Unmenge an
Fischen boten. Die Fische, die nicht verzerrt werden konnten, wurden getrocknet,
geräuchert und eingelagert.
Im Jahre 1855 übergaben die Nez Percé einen Teil des Landes zur Besiedlung an die
Vereinigten Staaten und gingen freiwillig in eine große Reservation. Die letzten
des Stammes, die zwischen den Blue Mountains von Oregon und den Bitterroots von Idaho
umherzogen, waren die Upper Nez Percé vom Wallowa Valley. Ihr Häuptling Old Joseph
war der Auffassung, dass das Land groß genug für Weiße und Indianer sei.
Nach dem Tod des Oberhäuptlings lehnte sich sein Sohn Joseph gegen die amerikanische
Reservationspolitik auf und zog 1877 mit seinem Stamm in Richtung Kanada, bevor er in
eine Reservation umgesiedelt werden sollte. US-Truppen unter General Miles zwangen den
von zwei Armeecorps gehetzten Oberhäuptling 30 Meilen vor der kanadischen Grenze
nach tagelangen Kampf zur Kapitulation. Joseph und seine Getreuen wurden nach Oklahoma
gebracht. Seine Leute hingegen kamen in die Nez Percé-Reservation. |
| Assuti |
Sie sind ein Unterstamm der Nez
Percé. Ihre Heimat war der der Assuti River in Idaho. Als Verbündete der Nez
Percé unter ihrem berühmten Häuptling Joseph nahmen sie am Krieg gegen
die USA im Jahre 1877 teil. |
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