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Die Ojibway - auch Ojibwa


Typisches Dorf der Ojibway Die Ojibway (Ojibwa) sind ein Stamm der Algonkin-Sprachfamilie. Er lebte in weiten Gebieten nördlich und südlich des Huron- und Michigan-Sees in Kanada, Wisconsin und Minnesota. Sie betrieben Fischfang, ernährten sich von der Jagd und ernteten den wilden Wasserreis. Sie wohnten in Wigwams. Die Ojibway vertrieben die benachbarten Bauernstämme, weil sie beim Pelzhandel sehr schnell an Feuerwaffen herankamen. Das Land auf dem sie wohnten, wurde von den weißen Eindringlingen verschmäht, da es für den Ackerbau ungeeignet war. Das Volk der Ojibway ist deshalb mit vielen Unterstämmen erhalten geblieben. Sie leben heute in verschiedenen Reservationen in Kanada und in den USA in Nord-Dakota, Michigan, Montana, Minnesota und Wisconsin.

Für die Ojibwa dient der wildwachsende Wasserreis (Zizania aquatica) als Nahrungsgrundlage. Er ist sehr nahrhaft (75% Kohlehydrate, 7 - 12% Eiweiße) und verhältnismäßig leicht zu ernten. Um die Reiskörner zu erlangen, Ernte des wilden Wasserreises musste er gedroschen werden, was sehr mühsam ist. Er ist auch gut zu konservieren. Auf den Reisseen sind auch zahlreiche Wasservögel vorhanden und liefern gleichzeitig reichliche tierische Nahrung. Der Ertrag auf den Reisfeldern kann von Jahr zu Jahr schwanken, wofür Frost oder der unterschiedliche Wasserstand verantwortlich sind. Die Reisfelder gehen auch nicht jedes Jahr an den gleichen Stellen auf, sondern ändern jährlich ihren Standort. Bei den einzelnen Ojibway-Gruppen hatte sich deshalb auch keine festen Nutzungsrechte für ein bestimmtes Gebiet herausgebildet. Der wilde Wasserreis konnte nur wenige Tage im Jahr geerntet werden. Wurden vor der Reife die Körner ausgeschlagen, ließ er sich schlecht haltbar machen.

Bei zu später Ernte waren die Körner bereits in den See gefallen und für die menschliche Nahrung verloren. Da jedoch die Reisfelder nicht alle zur gleichen Zeit reif wurden, blieb eine gewisse Zeit für die Ernte. Die Geräte für die Ernte des Reises waren Boot, Schlegel zum Dreschen und Körbe. Sie waren sehr gut für die Erfordernisse der Reisernte angepaßt.

Motorboote in heutiger Zeit führten zur Schädigung der Reispflanzen. Sie dienen heute zur Arbeitserleichterung beim Dreschen des Reises. Die Arbeitsteilung wie früher ging der Mann zur Jagd und fischte, die Frau sammelte Beeren und die Zeltarbeit, ist heute aufgegeben worden. Alle ernten gemeinsam den Reis. Die Besatzung eines Erntebootes ist die Familie. Wieviel eine Familie erntet, ist abhängig von der Anzahl der erwachsenen Arbeitskräfte - die Zahl ist in fast allen Familien gleich - und von der aufgewendeten Arbeitszeit. Jede Familie kann frei verfügen über den geernteten wilden Wasserreis, ausgenommen sind die notwendigen Abgaben für Alte und Kranke.

Die Festlegung des Beginns der Reisernte ist die wichtigste gesellschaftliche Regelung. Der "Reishäuptling" und "Reisrat" - ältere erfahrene Männer - setzen den Zeitpunkt des Erntebeginns fest. Auf diese Weise wird verhindert, dass durch vorzeitiges Befahren des Reissees Schädigungen am Reis auftreten bzw. das sich Familien gegenüber anderen Familien Vorteile verschaffen können. Wenn alle Familien einen Grundvorrat haben, tritt die Kontrolle durch den Reishäuptling und Reisrat außer Kraft. Jeder kann nun soviel ernten wie er will und wo er will. Bei guten Ernten werden benachbarte Gruppen eingeladen, um an den Überfluß teilhaben zu dürfen. Dies ist gleich eine Rückversicherung für den Fall, dass eine Reisernte einmal schlecht ausfallen könnte. Dann helfen benachbarte Gruppen mit Reis aus. Auch entscheidet die Gemeinschaft über jede Form der Bevölkerungszunahme, um die Nahrungsgrundlage jeder Gruppe die im Reissee ernten, zu sichern.

Die Ojibway-Familien leben heute nicht am Existenzminimum. Ein Drittel der Ernte ist für den Verkauf bestimmt.
 
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