NORDAMERIKA
Stämme nach Kulturarealen
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Die Papago
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Das Wort "Papago" kommt aus ihrer eigenen Sprache und bedeutet Bohnenvolk = Pahpah:
Bohnen und ootam: Volk. Die Papago sind ein Volksstamm der uto-aztekischen Sprachfamilie
und dort wieder vom Zweig der Nahuatl. Ihre Heimat war der Süden des Gila River
Valley im heutigen US-Bundesstaat Arizona und in Mexiko genauer die Provinz Sonora.
Die Nachbarn der Papago waren ihre Vettern die Pima, mit denen sie auch verbündet
waren. Ihr Name stammt von den Bohnen, die sie hauptsächlich in ihrer sehr trockenen
Heimat anbauten. Als weitere Nahrung kamen noch wildwachsende Pflanzen und Beeren hinzu.
Aber auch verschiedene eßbare Kakteenarten ergänzten die pflanzlichen
Produkte. Die Jagd auf Kleinwild erbrachte ebenfalls nur eine magere Zusatzkost. Deshalb
arbeiteten die Papago auf den Feldern der Pima und erhielten als Lohn Nahrungsmittel.
Der Lendenschurz war fast die gesamte Kleidung der Papago, da es in ihrer Heimat das
ganze Jahr warm war. Die Papago verwendeten als Wohnstätten Pfahlbauten mit flachem
Dach. Kakteensprosse und Ruten bildeten die Wände, welche mit Adobe - eine Lehmart -
verkleidet waren. Anders als die Pima lebten die Papago in kleinen, weit
auseinanderliegenen Dörfern, da für eine größere Gemeinschaft nicht
genügend Nahrungsmittel zu beschaffen waren. Die Papago trafen sich nur zu wichtigen
Zeremonien.
Als die Spanier kamen, übernahmen die Papago ihre Sitten und Bräuche und wurden
sogar Christen. Nach dem Ende der spanischen Kolonialherrschaft verbündeten sich die
Papago mit den Mexikanern. Als Arizona den Vereinigten Staaten zufiel, wurden sie
Verbündete der USA. Die Papago stellten im Jahre 1865 eine 150 Mann große
Polizeitruppe auf, die als Scouts oder Söldner der US-Truppen sich an den
Kämpfen gegen die Apachen beteiligte. 92 Papago-Söldner nahmen im April 1871
am Angriff von Bürgern aus Tuscon gegen ein Aravaipa-Lager teil und brachten ihren
alten Feinden eine beträchtliche Niederlage bei. Die Papago waren friedfertig,
konnten aber gegen ihre Feinde harte Gefechte liefern. Nach der Tötung eines Feindes
mußte ein Papago-Krieger sich einem sechzehntägigen strengen Zeremonial
unterziehen, was sie im Wert als Verbündete der US-Armee gegen die Apachen
minderte. Es durften auch nur ausgewählte Männer einer Kriegerpartei Feinde
töten. Ihnen mußte durch Visionen eine besondere Kraft verliehen worden sein.
Die Totfeinde der Papago waren die Yaqui, mit denen sie ständig im Kampf lagen.
Sie wurden auch vom Staate Sonora angespornt die Dörfer der Yaqui in der Sierra del
Bacatete zu überfallen. Für jede rechte Hand eines Yaqui bezahlte Sonora 25
Silberpesos Belohnung.
In den Tälern und Bergen von Sonora leben auch noch heute die mexikanischen Papago.
Die in den Vereinigten Staaten lebenden Papago wurden 1874 in der San Xavier Reservation
angesiedelt. Viele Papago waren bereits im Jahre 1890 Cowboys und Rancher geworden.
1960 wurde das Papago-Reservat in den USA aufgegeben, da die Papago in das amerikanische
Gemeinschaft als Lohnarbeiter oder als selbständige Farmbesitzer integriert worden
waren. | |
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