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Das Kulturareal Plateau
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Das Hochland, welches sich zwischen den Flußsystemen des Fraser und
des Columbia im Norden bis zum Großen Becken im Süden erstreckt, wird als
Hochebene bzw. Plateau bezeichnet. Diese Hochebene dehnt sich über die heutigen
Bundesstaaten der USA Idaho, Oregon, Washington und den östlichen Montana
aus.
In diesem Kulturareal lebten u. a. die Cayuse, die
Spokan, die Umatilla
und die Yakima. Hier gab es keinen Ackerbau. Aber in
diesem Gebiet war die Jagdausbeute ergiebiger als im Großen Becken.
Im Osten zeigten sich die Einflüsse der Präriekultur. Die im Norden, im
Westen und im zentralen Teil des Plateaus lebenden Stämme waren vornehmlich
Flußfischer, die im Frühjahr den flußaufwärts wandernden Lachs,
der zum Laichen vom Pazifischen Ozean kam, fingen. In einigen Gegenden wurden auch die
wilden Camaslilienwurzeln geerntet, wie es etwa die Nez
Percé taten, die sich später aber auch der Bisonjagd zuwandten und
Elemente der Präriekultur annahmen.
Auf dem Plateau lebten vorwiegend die Stämme der Salish- und Shahaptin-Sprachfamilien.
Sie besaßen eine straffe Organisation. Sie lebten im Sommer in kleinen Gruppen und
waren ständig auf Nahrungssuche. Im Winter hingegen, wenn reichliche Vorräte
angelegt waren, traf sich der größte Teil des Stammes. Sie beschäftigten
sich dann mit der Korbflechterei. Ihre Kleider webten sie aus Rindenfasern und Kaninchenfellen.
Wegen der besseren Jagdmöglichkeiten als im großen Becken wurde auch Wildleder
verwendet. Die Hütten wurden aus Buschwerk erbaut und besaßen oft einem Rahmen
mit Giebel. Dieser Rahmen wurde manchmal mit gewebten Matten belegt. Im Winter lebten einige
Stämme in Erdhütten.
Für die Bewohner des Plateaus war die Kraft, die von Visionen ausging,
lebensnotwendig. Männer wie auch Frauen konnten sie haben. Um diese Visionen zu
erlangen, badeten junge Männer in eisigem Wasser, ritzten ihre Haut mit Dornen auf
und hungerten. Ein Mann erhielt durch diese Visionen Schutzgeister, die nach seinem
Tode zurückkehrten, so glaubte man, um die Segnung des Mannes zu beweisen. In der
Mitte des Winters wurde die Zeremonie durchgeführt. Dazu gab der Mann ein
öffentliches Fest, welches viele Tage dauerte. Im Verlauf dieses Festes verlor der
Gastgeber das Bewußtsein. Die während dieses Trancezustandes geträumte
Vision besang er, wenn er zu sich kam. Der Medizinmann deutete diese Vision und der Mann
lief singend um das Feuer. Andere, die von der Festlichkeit inspiriert wurden,
vollführten auf ähnliche Weise Tänze und Gesänge.
Auch sie kamen relativ spät mit den Weißen in Berührung. Erst seit etwa
1850 durch den Ansturm der Gold- und Erzsucher und der Landräuber. | |
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