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Red Cloud = Rote Wolke, indianisch: Makpiya Luta, Oberhäuptling der Oglala-Teton |
Red Cloud heißt im Deutschen Rote Wolke, indianisch: Makpiya Luta. Als
Oberhäuptling der Oglala war Red Cloud zugleich der Anf&uumL;hrer des
Oglala-Kriegerbundes der Bad Faces. Außerdem war er auch zeitweise Führer der
Arapaho, Cheyenne, Teton und anderer Stämme.
Durch den Harney-Sanborn-Vertrag, der im Jahre 1865 zwischen Arapaho, Cheyenne und
Teton mit den Vereinigten Staaten geschlossen wurde, garantierte man den Stämmen
das Powder-River-Land - ein Gebiet zwischen Rocky Mountain, Black Hills und dem
Yellowstone River. Der Vertrag war kaum unterschrieben, da wurde in Montana Gold
gefunden und erste Weiße verletzten die Vereinbarungen. Unter James Sawyer brachen
Prospektoren zu den Goldfeldern nach Montana auf, dabei durchquerten sie das Gebiet am
Powder River. Vom Wagenzug der Prospektoren, der im vertraglich verbotenen Terrain
unterwegs war, erhielten die Teton am 15. August 1865 Kunde. Red Cloud von den Teton und
Dull Knife von den Northern Cheyenne ritten mit 500 Kriegern zum Wagenzug, wo es ein
kleines Gefecht gab. Die Indianer schlossen mit den Weißen einen Waffenstillstand
und erlaubten ihnen durch ihr Land nach Montana zu ziehen. Von Sawyer erfuhren die
Häuptlinge, dass General Patrick E. Connor am Powder River ein Fort errichtete,
was Red Cloud und Dull Knife erzürnte. Die Prospektoren durften aber ihren Weg
entlang des Flusses fortsetzen, nachdem sie eine Wagenladung Tabak, Kaffee, Mehl und
Zucker den Indianern überlassen hatten.
Das neue Fort wurde an einem Nebenfluß des Powder River, 100 Kilometer von Crazy
Woman entfernt, errichtet. Connor verließ am 22. August das Fort in Richtung Tonque
River - nur eine Kompanie blieb zurück. Auf ihrem Weg entdeckten sie das Lager vom
Oberhäuptling Black Bear und seinen Northern Cheyenne, welches sie im Morgengrauen
mit 250 Kavalleristen und 80 Pawnee-Söldnern überfielen. Mehr als 50 Krieger
wurden ermordet und die Pferdeherde von 1.000 Tieren fortgetrieben. Danach zogen Connors
Truppen zurück zum neuerrichteten Fort - was erst Fort Connor genannt wurde, dann
in Fort Reno umgetauft wurde. Zwei Kompanien sollten im Fort den Winter ausharren,
während der Rest abzog. Die Stämme hatten ausreichend viele Krieger
zusammengezogen, um das Fort zu überfallen. Ein Angriff wurde aber nicht
geführt, da der Kriegerverlust zu hoch gewesen wäre. Deshalb wurden die
Nachschubwege zu Fort Laramie kontrolliert und aller Proviant abgefangen, was zu Fort
Reno unterwegs war. Die Hälfte der Fortbesatzung starb an Unterernährung,
Skorbut oder Lungenentzündung. Für ihre Aktionen brauchten die Indianer aber
auch Waffen, die sie von friedlichen Teton unter der Führung von Big Mouth - die
als Zwischenhändler zwischen Weißen und Indianern auftraten - eintauschten.
Über die Vermittlung von Big Mouth wurde Red Cloud zu Kommandant Maynadier zu
Verhandlungen eingeladen.
Diese Verhandlungen fanden im Mai 1866 bei Fort Laramie statt. Red Cloud und sein
Stellvertreter Man-Afraid-of-His-Horses erschienen mit 1.000 Kriegern. Zu diesem
Treffen erschien auch Colonel Henry Carrington mit 700 Infanteristen, die beauftragt
waren, am Bozeman Road Forts zu errichten. Als man den Brulé, Oglala und Cheyenne dieses
Gebiet abkaufen wollten, regierte Red Cloud auf besondere Weise - er war am
darauffolgenden Verhandlungstag mit samt seinen Oglala weg. Er würde auch erst
wieder an Friedensverhandlungen teilnehmen, wenn alle Soldaten das Powder-River-Land
verlassen hätten. Da es nun keine Vereinbarungen gab, zog Carrington zu Fort Reno,
löste die Mannschaften ab und erbaute sein zukünftiges Hauptquartier zwischen
Little und Big Piney Creek nahe den Bighorn Mountains. Von diesem Fort - mit dem Namen
Phil Kearny - erbeuteten die Krieger von Red Cloud im Morgengrauen des 17. Juli 175
Pferde und Maultiere. Ab diesem Zeitpunkt begann Red Cloud seinen gnadenlosen
Guerilla-Krieg gegen Carrington. Auch die Wagenkolonnen auf dem Bozeman Road waren vor
Überfällen nicht mehr sicher. Dieser Krieg dauerte bis in den Sommer hinein.
Am Powder River wurde von den verbündeten Indianern ein Versorgungslager
eingerichtet von wo aus sie ihre Überfälle koordinierten.
Die Angriffe dienten einmal dazu, den Nachschub zum Fort abzuschneiden und zum anderen
die Soldaten zu zermürben. Diese Taktik hatte ja schon einmal bei Fort Reno
Früchte getragen. Beim mächtigen Oberhäuptling trafen auch täglich
mehr Kämpfer ein, so Krieger von den Häuptlingen Black Bear, Sorrel Horse
und Spotted Tail. Zu den Verbündeten von Red Cloud gehörte auch Sitting Bull
mit seinen Hunkpapa. Carrington wollte 140 Kilometer nördlich seines Fortes ein
neues errichten. Dazu schickte er 150 Mann los, um das Fort C. F. Smith erbauen zu
lassen. Die Kriegeranzahl war mittlerweile auf nahezu 3.000 Mann angewachsen, da aber
nur wenige von ihnen Gewehre besaßen, wollte Red Cloud sich zuerst auf Fort Phil
Kearny konzentrieren.
Am 21. Dezember 1866 holte Red Cloud zum Vernichtungsschlag gegen Fort Phil Kearny aus.
Im Morgengrauen führten einige Krieger einen Ablenkungsangriff gegen einen Wagenzug
auf dem Holzweg. Am Peno Creek verbarg sich die Hauptmacht von 2.000 Kriegern der
verbündeten Stämme und legten somit einen Hinterhalt. Auf der östlichen
Seite hatten sich die Teton verschanzt und auf der Westseite die Cheyenne und Arapaho.
Hinter zwei Bergrücken hatten sich berittene Krieger versteckt. Dem Wagenzug kamen
Soldaten aus dem Fort unter dem Kommando von Captain Fetterman zu Hilfe. 10 Krieger - je
zwei von den Arapaho, Brulé, Cheyenne, Minneconjou und Oglala - unter dem Befehl von
Crazy Horse nahmen nun die Aufmerksamkeit des Forts in Anspruch. Carrington wollte diese
Krieger schnell niederstrecken, weshalb er auf sie eine Kanone abschießen
ließ. Der Scheinangriff auf den Wagenzug des Holzweges wurde aufgegeben und die
Krieger zogen sich zum Lodge Trail Ridge zurück, wohin sie Fetterman mit seiner 82
Mann starken Truppe (Fetterman, 3 Offiziere, 26 Kavalleristen, 50 Infanteristen und 2
Zivilisten) verfolgte. Was Fetterman und seine Truppe nicht wußten, war, dass sie
soeben in die gut vorbereitete Falle hineingetappt waren. Crazy Horse gab das
Angriffszeichen und seine Streitmacht griff die Soldaten an. Little Horse -
Häuptling der Northern Cheyenne - befehligte die berittenen Arapaho und Cheyenne.
Die Infanteristen waren in kurzer Zeit getötet. Lieutenant Grummond und die
Kavalleristen flohen in die felsigen Anhöhen des Bergkammes und nahmen zwischen den
eisbedeckten Felsen Deckung. Die 26 Kavalleristen hatten keine Chance gegen die 2.000
Krieger der verbündeten Stämme. Als Carrington das Gefecht hörte, schickte
er Colonel Ten Eyck mit einer Truppe Fetterman zu Hilfe. Aber bevor der Entsatz den Ort
des Geschehens erreichte, war alles zu Ende. Auf der Seite der Indianer waren 100 Krieger
verletzt oder getötet wurden.
Die Truppe von Captain Ten Eyck fanden die skalpierten Leichen von Captain Fetterman und
Captain Brown wie die getöteten Infanteristen, die sie ins Fort brachten. Crazy
Horse und seine Krieger waren im Anschluß des Gefechtes während eines
Schneesturms in ihr Lager zurückgekehrt. Dort warteten sie das Ende des Sturmes ab
und begaben sich dann zu ihren heimatlichen Dörfern am Tonque River, wo sie ihren
Sieg über die Bleichgesichter feierten. An weitere Angriffe war wegen extremer
Kälte nicht zu denken.
Ein Scout wurde in der Nacht nach dem Fetterman-Massaker zum Fort Laramie geschickt. Er
kam mit dem schnellsten Pferd von Carrington am Heiligen Abend im Fort an, wo er seine
Meldung machte. Am 27. Dezember 1866 brach ein starkes Hilfskorps zum Fort am Piney
Creek auf. Fort Phil Kearny war unversehrt. Nach dem Massaker an Fetterman und seiner
Truppe wurde in Washington eine Regierungsuntersuchung eingeleitet, die Carrington seines
Postens enthob und den Colonel vor ein Militärgericht stellte. Colonel Carrington
wurde freigesprochen. Zu den Forts am Powder River wurden starke Verstärkungstruppen
geschickt.
Eine vom Kongreß eingesetzte Kommission traf im April 1867 in Fort Laramie ein, um
die Stämme der Teton, Cheyenne und Arapaho zum Frieden zu bewegen, sie in eine
Reservation einzupferchen und sie vom Nomadenleben zu seßhaften Farmern
umzuerziehen. Man-Afraid-of-His-Horses teilte im Auftrag Red Clouds der Kommission mit,
dass der Oberhäuptling erst an Verhandlungen teilnehmen würde, wenn alle
Soldaten das Land am Powder River verlassen hätten. Red Cloud und seine Teton
griffen Ende Juli Fort Phil Kearny und die Cheyenne-Häuptlinge Dull Knife und Two
Moon Fort C. F. Smith an. Die Teton unter Red Cloud erlitten in der
Wagon-Box-Schlacht eine herbe Niederlage. Ebenso erging es den Cheyenne in der
Hayfield-Schlacht. Die Holzfäller des Forts waren mit den neuen
Springfield-Hinterlader-Gewehren ausgerüstet wurden.
Bereits im November versuchte die Kommission erneut mit Red Cloud einen Friedensvertrag
zu schließen. Auch diesmal lehnte der Oberhäuptling ab. Auf Anordnung der
US-Regierung erteilte das Kriegsministerium im Sommer 1867 den Befehl alle Forts im Land
des Powder Rivers zu räumen. Zuerst war das Fort C. F. Smith an der Reihe. Alle
Soldaten sowie die Ausrüstung wurde am 29. Juli 1867 nach Süden verlegt. Der
Oglala-Bund der «Bad Faces» zogen mit ihrem Anführer und
Oberhäuptling Red Cloud am anderen Tag zum Fort und setzten alle Gebäude in
Brand. Little Wolf - der oberste Kriegshäuptling der Cheyenne - vernichtete auf
gleiche Weise Fort Phil Kearny einen Monat später. Wenige Tage später kam auch
Fort Reno an die Reihe. Das Land am Powder River war wieder in Indianerhand und Red Cloud
hatte einen großen Sieg gegen seine Feinde errungen. Obwohl das Land von den
weißen Eroberern befreit war, ließ Red Cloud die Kommission mit der
Unterzeichnung des Vertrages einige Wochen warten. Erst am 6. November 1867 erschien der
Oberhäuptling in einer Schar auserlesener Krieger im Fort Laramie. Er unterschrieb
den Friedensvertrag als Anführer der verbündeten Stämme und aus einer
Siegerpose heraus. Nach seiner Unterzeichnung folgten auch die anderen Häuptlinge.
Am 16. Februar 1868 wurde der Vertrag vom Senat ratifiziert und acht Tage später
- am 24. Februar - vom Präsident Johnson verkündet. Als Lieutenant Colonel
Custer am 27. November 1868 das Lager von Black Kettle überfiel, war der Vertrag
bereits wieder gebrochen. Im Frühjahr des Jahres 1870 kam es zu Unruhen unter den
Stämmen, da die Armee Red Cloud immer wieder in große Schwierigkeiten brachte.
Die Unstimmigkeiten sollten geklärt werden. Dazu lud der Indianer-Kommissar Parker
Red Cloud nach Washington ein.
Die Indianer-Delegation fuhr am 26. Mai 1870 in einem Sonderzug der Union Pazifik los.
Als Begleiter hatte Red Cloud 15 auserwählte Oglala-Häuptlinge auf die Reise
nach Osten mitgenommen. Fünf Tage dauerte die Fahrt in die US-Hauptstadt, wo sie
im Hotel noch mit Spotted Tail und seiner Brulé-Delegation zusammentrafen. Dem
Gespräch mit dem Präsidenten am 9. Juni im Weißen Haus waren zahlreiche
Verhandlungen vorausgegangen. Red Cloud erklärte sich bereit mit seinem Volk in die
Reservation zu gehen. Auf seiner Rückfahrt nach Laramie legte er einen Aufenthalt
in New York ein, um eine Rede zu halten. Wie Man-Afraid-of-His-Horse war auch Red Cloud
bereit den Frieden zu halten. Deshalb kam es auf Ersuchen des Indianer-Kommissars zu
einer Konferenz, bei der über die neue Sioux-Agentur entschieden werden sollte.
50 Kilometer östlich von Fort Laramie wurde eine provisorische Agentur eingerichtet.
Drei Jahre später wurde die Sioux-Agentur in das Quellgebiet des White Rivers nach
Nebraska verlegt. Kaum waren Red Cloud, Spotted Tail und viele Teton in die Reservation
umgesiedelt wurden, fand man in den Black Hills Gold.
General Philip Sheridan, der Kommandant des Departements Missouri, wurde wegen der
goldhungrigen Amerikaner beauftragt, eine militärische Aufklärungsexpedition
in die Schwarzen Berge zu schicken. Diese Expedition erhielt als Führer Lieutenant
Colonel Custer vom 7. US-Kavallerie-Regiment. 1.200 Mann und einige Forscher brachen am
1. Juli 1874 in die Black Hills auf. Custer war begeistert von der fruchtbaren Landschaft
und den Goldadern und schickte deshalb bereits am 2. August einen Scout nach Laramie mit
einem Bericht. Die Depeche sollte zwar das Hauptquartier in St. Paul erreichen, aber am
12. August erschien diese Meldung bereits in der Presse. Mit der Veröffentlichung
dieses Artikels wurde in den Vereinigten Staaten ein Goldrausch ausgelöst. Die Teton
waren mit der Expedition in ihr heiligstes Gebiet nicht einverstanden, weshalb Red Cloud
Protest einlegte. Mit dem Eindringen der Custer-Expedition wurde gegen den Vertrag von
Laramie verstoßen. Immer mehr Oglala empörten sich gegen den Aufenthalt der
US-Truppen in den Paha Sapa - wie die Dakota die Heiligen Berge nannten. Präsident
Ulysses Grant ließ verkünden, dass keine Eindringlinge unbefugt das Gebiet
betreten dürfen, was ja den Arapaho, Cheyenne und Teton laut Vertrag zu gesichert
wurden war. Red Cloud hatte zuviel mit der schlechten Qualität der gelieferten Waren
und Lebensmittel zu tun, um sich mit dem Eindringen der Weißen in die Black Hills
zu befassen. Als die jungen Krieger, die von der Herbstjagd heimkehrten, von der
Expedition hörten, mußten sie von Red Cloud beruhigt werden. Ende Oktober kam
es zwischen dem Indianer-Agenten Saville und den jungen Kriegern zu einem Streit als er
einen Fahnenmast errichten wollte. Saville rief das benachbarte Fort Robinson zu Hilfe.
Die 26 Kavalleristen wurden von den jungen Kriegern umringt.
Young-Man-Afraid-of-His-Horses mit einer Kriegerhorde entkramften die Lage und nahmen
die Kavalleristen in ihren Schutz.
Da sich Red Cloud nicht in die Angelegenheit einmischte, verlor er die jungen Krieger an
Sitting Bull und Crazy Horse. Der Goldrausch auf die Black Hills begann im Frühjahr
des Jahres 1875. Red Cloud und Spotted Tail protestierten deswegen bei den Behörden
in Washington. Aber statt etwas gegen die angespannte Lage zutun, schickte man eine
Kommission nach Fort Laramie, die mit den Indianern verhandeln sollte üer die
Abtretung der Black Hills. Als die großen Häuptlinge, wie Crazy Horse, Red
Cloud und Sitting Bull den Verhandlungen fernblieben, mußte die Kommission
einsehen, dass die Black Hills unverkäuflich waren. Da es zu keinem Kauf der Heiligen
Berge kam, versuchte man nun zumindestens Schürfrechte zu erwerben, womit die
Häuptlinge auch nicht einverstanden waren. Spotted Tail hielt diesen Vorschlag
für einen Witz. Rechneten die Weißen tatsächlich damit, dass die Teton
ihre heiligen Berge verkaufen würden? Um Zeit zu gewinnen, kam Red Cloud mit dem
Vorschlag erst einmal die Ratsversammlung einzuberufen, um über die Angebote der
Kommission zu beraten. Zu Verhandlungen trafen sich Red Cloud und die Kommission am 23.
September. Little Big Man, der Gesandte von Crazy Horse, und 300 Oglala-Krieger
störten die Gespräche. Drei Tage später unterbreitete die Kommission
Spotted Tail zwei Angebote: Eine jährlich Summe von 400.000 Dollar oder ein
Pauschalbetrag von sechs Millionen wollte man für die Schürfrechte an die
Teton zahlen. Diese lächerliche Summe lehnte Red Cloud erneut ab, da bereits in
einer Mine Gold für 500 Millionen Dollar lagerte. Im Auftrag der Teton wurde das
Angebot der Kommission durch Spotted Tail entschieden zurückgewiesen. Die
Kommission berichtete im Kongreß von ihren vergeblichen Bemühungen einen
Vertragsabschluß zu erreichen, deshalb empfahlen die Mitglieder den Abgeordneten
an die Teton eine bestimmte Entschädigungssumme zu zahlen oder sie vor eine
endgültige Entscheidung zu stellen. Der Kongreß entschied sich dafür die
Prärie-Stämme in Reservationen zwangsumzusiedeln.
General Sheridan wurde am 7. Februar 1876 durch das Kriegsministerium beauftragt, gegen
die feindlichen Indianer Sitting Bull und Crazy Horse Operationen zu beginnen. Sheridan
gab diesen Befehl an die Generäle Crook und Terry weiter, da die noch freien Teton
das Ultimatum am 31. Januar verstreichen ließen. Red Cloud blieb friedlich, trotz
des Krieges der Oberhäuptlinge Sitting Bull und Two Moon und des
Kriegshäuptlings Crazy Horse. Zahlreiche Krieger von Red Cloud verließen die
Reservation und schlossen sich dem Kampf an. Nach der Schlacht am Little Bighorn wurden
die Indianer in den Reservationen gezwungen, ihre heiligen Berge - die Black Hills - und
das Land am Powder River an die Vereinigten Staaten von Amerika abzugeben. Erpreßt
durch die Bleichgesichter unterzeichneten die Häuptlinge Red Cloud und Spotted Tail
den geforderten Vertrag, um in ihrer Reservation verbleiben zu dürfen. Bei
Nichtunterzeichnung wären sie ins Indianerterritorium Oklahoma depotiert wurden.
Jedoch mußen sie vier Wochen nach dem Vertrag ihre Pferde und Waffen abgeben. Dazu
waren acht Kavallerie-Kompanien unter dem Befehl von Colonel Mackenzie zu den
Agenturen gekommen. Im Anschluß wurden sie nach Fort Robinson eskortiert, um sie
unter Bewachung zu stellen. Die Häuptlinge unter ihnen Red Cloud mußten den
Weg zu Fuß zurücklegen.
Red Cloud überredete Crazy Horse wie dessen 900 Oglala zur Aufgabe nach Fort
Robinson zu kommen. Dull Knife, der Freund von Red Cloud von den Northern Cheyenne,
war auch nicht bereit zu Friedensverhandlungen nach Fort Robinson zu kommen - obwohl
der Oglala-Oberhäuptling extra im Dezember 1878 das neue Reservat - die Pine Ridge
Reservation, in die die Oglala 1877 umsiedeln mußten - verließ und noch
einmal nach Fort Robinson fuhr. Er kehrte ohne Ergebnisse in seine Reservation
zurück. Eine weitere Kommission und General Crook versuchten Red Cloud 1889 zu
überreden, weitere Teile des Reservats abzugeben. Red Cloud und andere
Häuptlinge lehnten dies jedoch ab.
Der letzte große Führer der Teton starb am 10. Dezember 1909 in der Pine
Ridge Reservation in South Dakota. |
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