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Roman Nose - Kriegshäuptling der Crooked Lance


Roman Nos und Frau Roman Nose (Römische Nase, indianisch: Woquin = Hakennase) war Angehöriger der Southern Cheyenne - dem südlichen Zweig der Cheyenne und zugleich Kriegshäuptling der Crooked Lance (Gesellschaft der Männer mit den krummen Lanzen) und eine Zeit lang der oberste Anführer der Hotamitanio. Dies war die Vereinigung der jungen Krieger aus den sechs Männerbünden der Southern Cheyenne.

Mit einer großen Kriegerschar verließ Roman Nose 1864 die Jagdgründe zwischen dem Smoky Hill und dem Republican River und zog in das Land der nördlichen Cheyenne - das Powder-River-Land. Hier schloß er sich nach dem Sand Creek Massaker seinen Verwandten und den Sioux an. Zusammen unternahmen sie gegen die Weißen Raubzüge. So tötete im Juli 1865 Roman Nose mit seinen Kriegern am North Platte River die gesamte aus Soldaten bestehende Begleitmannschaft einer Wagenkolonne.

Um seinen Glauben nach einen besonderen Schutz vor Feinden zu erlangen, begab sich Roman Nose zu einem Zaubersee, wo er vier Tage und Nächte fastete - also ohne Nahrung und Wasser aushielt. Als ihn einmal eine Sioux-Frau von einem Brot zu Essen gab, welches mit Hilfe einer eisernen Gabel gebacken wurden war, unterzog er sich einer schwierigen Reinigungszeremonie, um so seine Unverwundbarkeit - so zumindest glaubte dies Roman Nose - wieder herzustellen.

Auf einmal packte Roman Nose das Heimweh und so kehrte er zum Smoky Hill zurück, wo er eine Postkutschenlinie vorfand, die die besten Büffelwege zerschnitt. Weil er keinen Friedensvertrag mit der Regierung schließen wollte, zog er nördlich des Arkansas.

Hier kam es zum Beecher's Island-Gefecht. Major George A. &laqo;Sandy» Forsyth war mit einer 50 Mann starken Scout-Spezialeinheit ausgezogen, um Cheyenne-Dörfer ausfindig zu machen. Dabei kam es zu einem kleinen Scharmützel. Danach begannen sich die Scouts zum Schutz gegen eine indianische Übermacht auf einer kleinen Sandbank im trockenen Flussbett des Arikaree River, einem Nebenfluss des Republican River, einzugraben. Als Brustwehr verwendeten sie ihre erschossenen Pferde. Nun griffen die Cheyenne an. Der Kriegshäuptling Roman Nose und seine Kriegerschar stürmten im ungestümen Galopp auf die Insel zu. Die Scouts ließen einen Salvenregen aus modernen Repetiergewehren auf die Cheyenne niederprasseln. Im Kugelregen sanken zahlreiche Getroffene zu Boden - unten ihnen auch Roman Nose über der Hüfte getroffen mit einer Verwundung bis ins Rückmark. Nach seiner Bewusstlosigkeit kroch er nach Einbruch der Nacht zum Fluss hinunter, wo ihn junge Krieger fanden.

Die Fürsorge einiger Sioux-Frauen konnte nicht mehr verhindern, das Roman Nose noch in der selben Nacht, des 17. September 1868, starb.

Roman Nose hätte es bestimmt zu einem außergewöhnlichen Indianer-Strategen vom Typ des Crazy Horses geschafft, wäre er nicht im Gefecht um Beecher's Island gefallen.
 
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