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Die
Indianer
Nordamerikas
 
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Stämme


 

Indianer-Stämme des Nordosten


Arosguntacook | Canarsee | Chickahominy | Conestoga | Croatan | Dogi | Eel River | Erie | Housetonic | Kickapoo | Kitchawank | Mahican | Massachuset | Mattapony | Menomini | Miami | Michigamea | Mohegan | Montauk | Nanticoke | Narraganset | Nauset | Neutrale | Niantic | Nipmuck | Ottawa | Patchcoag | Pennacook | Pequot | Petun | Pocumtuc | Potawatomi | Rockaway | Saponi | Sauk und Fox | Secotan | Shinnecock | Stockbridge | Susquehanna | Tobacco | Wampanoag | Wappinger | Wea | Wesort | Wyandot

Zu folgenden Stämmen des Nordostens gibt es separate Seiten:
Cayuga | Chippeway | Delawaren | Huronen | Illinois | Irokesen | Mahican | Mohawk | Ojibway | Oneida | Onondaga | Seneca | Shawnee | Tuscarora


Arosguntacook

Die Arosguntacook waren ein kleiner Neugland-Stamm (= die 6 Neuenglandstaaten waren: Connecticut, Maine, Massachusetts, New Hampshire, Rhode Island, Vermont).



Canarsee

Die Canarsee sind einer der 14 Stämme, welche auf Long Island - dem heutigen New York - lebten und an die Irokesen Tribut zahlen mußten.



Chickahominy

Die Chickahominy sind ein Volksstamm der Algonkin-Sprachfamilie, der in Langhäusern wie die Irokesen lebte. Auch sie bauten als Hauptnahrung Mais an.



Conestoga

Conestoga ist die Bezeichnung für die letzten Überlebenden vom Stamme der Susquehanna, Stamm der Irokesen-Konföderation aus Pennsylvannia.



Croatan

Die Croatan sind ein Stamm der Algonkin-Sprachfamilie, der auf Roanoke Island im heutigen US-Bundesstaat Virginia lebte. Als Behausung verwendeten sie das Langhaus und als Nahrung bauten sie hauptsächlich Mais an.



Dogi

Sie waren eine Stammesgruppe, die in der Piedmont-Region in Virginia lebten. Die Dogi waren bereits um 1670 ausgerottet.



Eel River

Sie waren ein Stamm der Algonkin-Sprachfamilie, der in den Bundesstaaten Indiana und Ohio beheimatet war. Sie bewohnten kuppelförmige fell-, stroh- oder rindenbedeckte Hütten. Die Eel River bauten Mais an, der ihre Hauptnahrung darstellte. 1828 verkauften sie ihre Reservation am Eel River in Indiana und lebten fortan mit den Miami zusammen.



Erie

Die Erie (= die Langschwänzigen) sind ein Volksstamm der großen Irokesen-Sprachfamilie und bewohnten ein Gebiet im Süden des Eriesees. Von den Franzosen wurden sie auch als Neutrale bezeichnet, da sie nicht dem Irokesen-Bund beitraten und ihre Stammesverwandten gegen die Irokesen nicht unterstützten. Bei den Irokesen wurde ihr vollständiger Name mit "das Panthervolk" übersetzt. Nach der Vernichtung der Huronen durch den Irokesen-Bund nahmen die freundlichen Erie Überlebende dieses Stammes bei sich auf. Die Irokesen forderten die Erie auf, die Flüchtlinge für den Marterpfahl ausliefern. Diese lehnten aber die Forderung ab und begründeten ihre Ablehnung mit dem indianischen Gesetz der Gastfreundschaft. Daraufhin überfielen die Irokesen die Erie und rotteten sie bis 1656 fast vollständig aus. Überlebende flüchteten zu den Algonkin oder schlossen sich den Huronen an, die ihre Heimat verließen. Die Erie, die bei den Algonkin Unterkunft erhalten hatten, zogen aber später zu Algonkin-Stämmen nach Indiana und Michigan. Unter deren Schutz stieg ihre Zahl wieder an. Aus ihnen entstand der Stamm der Wyandot, der berühmt und berüchtigt wurde.



Housetonic

(= auch Stockbridge) Sie sind ein Stamm der Algonkin-Sprachfamilie, der im heutigen US-Staat Massachusetts lebte. Ihre Wohnstätte war das Langhaus und ernährten sich von Mais und der Jagd. 1832 trat der kleine Stamm mit den Munsee in einem Bund ein, um auf diese Weise sich Land in Wisconsin kaufen zu können. Auf diesem Land leben heute noch Stammesangehörige. Andere Housetonic siedelten sich bei den Cherokee im Indianer-Territorium in Oklahoma an.



Kickapoo

Die Kickapoo sind ein Volksstamm der Algonkin-Sprachfamilie. Einst waren sie Verbündete der Sauk und Fox. Um das Jahr 1750 zogen sie und andere Stämme der Algonkin-Familie zu Verwandten ins Ohiogebiet in den heutigen Staat Illinois. Die Algonkin-Stämme standen in den Diensten der Franzosen und wurden von ihnen gegen die Engländer aufgehetzt. Die Franzosen bewaffneten die Algonkin-Stämme und bildeten sie zu guten Schützen aus, um ihre Beutezüge zu organisieren. Die Kickapoo nahmen auch an dem Krieg von 1754 bis 1763 teil. In diesem Krieg siegten die Engländer. Von den Franzosen fühlten sich die Kickapoo verraten, was sie veranlaßte, sich zurückzuziehen. Nach der Vertreibung der Irokesen-Liga nach Süden wurden sie friedliche Ackerbauern. Sie lebten in großen Dörfern. Ihre Behausung war der Wigwam und sie bauten kilometerlange Maisfelder an. Ihre Kultur bestand aus Teilen der Waldland-Kultur und aus Teilen der Kultur des Südostens. Das Gebiet von Illinois mußten sie 1819 an die Vereinigten Staaten abgeben. Die Kickapoo wurden nun an den Westufern des Missouri in der Nähe von Fort Leavenworth angesiedelt.



Kitchawank

(= Am großen Berg). Sie sind ein Stamm Wappinger-Konföderation. Ihre Heimat war das Ostufer des Hudson River und haben diese durch einen Vertrag vom 30. August 1645 an die Holländer Manhattan Peninsula verloren.



Massachuset

Sie sind ein Algonkin-Stamm und im gleichnamigen USA-Staat beheimatet. Ihre Nachbarn waren die Wampanoag mit denen sie freundschaftliche Beziehungen hatten. Eine Epidemie dezimierte den Stamm von 10.000 auf nur noch 1.000 Mitglieder. Die Massachuset spielten keine bedeutende Rolle in der Geschichte.
Nashua: Die Nashua sind ein Unterstamm der Massachuset. Sie nahmen am König Philip-Krieg gegen die verhaßten Engländer teil. Der Stamm wurde von den Briten nach dem Krieg fast vollständig gefangengenommen und als Sklaven auf die Bermudas verkauft.



Mattapony

Sie sind ein Algonkin-Stamm, der in sogenannten Langhäusern wohnte und als Hauptnahrung Mais anbaute.



Menomini

(= auch Menominee). Stamm der Algonkin-Sprachfamilie, der im Seengebiet von Wisconsin - Green Bay im Süden der Großen Seen - wohnte. Sie leben heute in der Nähe ihrer früheren Heimat in einem Reservat.



Miami

(Maumee, Twigthwee). Sie sind ein Stamm der Algonkin-Sprachfamilie, der in den Bundesstaaten Illinois und Wisconsin beheimatet war. Ihre Behausung war die Kuppelförmige Stroh-, Rinden- oder Fellhütte. Ihr Hauptnahrung war der Mais. Ihr Name stammt von dem Chippeway-Wort "omaumeg" oder "Leute, die auf der Halbinsel leben". Erstmals hatten die Miami im Jahre 1658 bei Green Bay mit Weißen Kontakt. Sie verließen ihre Heimat und zogen zum Quellgebiet des Fox River. Aus dieser Heimat wanderten sie zu dem Quellgebiet des Wabash und Maumee aus. Die Miami besaßen gute Kontakte zu den Franzosen auf dessen Seite sie auch kämpften. Zu den Piankashaw hatten sie auch gute Beziehungen. Dieser Stamm war wahrscheinlich einmal ein Teil der Miami. Unter dem Häuptling Little Turtle nahmen sie an den Pontiac-Aufstand teil. Im Jahre 1790 besiegten sie zweimal General Josiah Harmer und 1791 General Arthur St. Clair. Jedoch gegen General Wayne erlitten sie 1794 in der Schlacht von Fallen Timbers eine herbe Niederlage. Nach dem Krieg übergaben die Miami das gesamte Gebiet südlich und östlich des Ohio der US-Regierung. Im Krieg von 1812 waren die Miami Verbündete der Engländer, die durch Oberst John Campbell in der Schlacht von Mississinewa am 18. Dezember 1812 besiegt wurden. Die Miami wurden 1838 nach Kansas zwangsumgesiedelt, wohin bereits andere verbündete Stämme deportiert waren. 1867 wurden sie nach Oklahoma ins Indianerterritorium gebracht. 393 Miami wurden im jahre 1985 in Oklahoma registriert.
Untergruppen waren: die Piankashaw, die Peoria (Piware, Peouaria) und die Eel River.



Michigamea

Die Michigamea heißen in der Algonkin-Sprache »Großes Wasser« und sind gegen Ende des 17. Jahrhunderts von den Chickasaws aus ihren Jagdgründen vertrieben worden. Um das Jahr 1818 bestand der Stamm nur noch aus drei männlichen Stammesmitgliedern. Nach ihrem Namen wurde der US-Staat Michigan benannt.



Mohegan

Die Mohegan sind ein Stamm der Algonkin-Sprachfamilie, deren Heimat östlich des Wappinger Country im heutigen Bundesstaat Connecticut war. Sie waren ein Zweig der Pequot, der sich unter ihrem Häuptling Uncas vom Hauptstamm in Feindschaft trennte und dieser Zustand auch nach der Gründung eines neues Stammes anhielt. Als im Jahre 1636 der Pequot-Oberhäuptling Sassacus einen Krieg gegen die englischen Ansiedler begann, kämpften die Mohegan unter Führung von Uncas auf Seiten der Engländer. Die englische Armee, welche sich aus 240 Kolonisten, 70 Mohegan und 1.000 Narraganset zusammensetzte, griff in der Nacht ein befestigtes Dorf der Pequot in der Nähe des Mystic River an, tötete 600 Bewohner und brannte schließlich die Ortschaft nieder. Damit war die Macht der Pequot gebrochen. Nach dem Massaker floh Sassacus zu den Mohawk, wo er am Marterpfahl endete. Die Mohegan, hatten nur wenige Krieger gegenüber den Narraganset, hielten aber stets die Treue zu den Engländern. Auch als die vereinigten Stämme der Narraganset, Pequot, Wamponoag und andere Algonkin-Stämme unter der Führung von King Philip im Juni des Jahres 1675 einen Krieg anfingen, waren die Mohegan auf Seiten der Engländer mit 500 Gewehr- und Bogenschützen vertreten. Dieser Krieg endete im August 1676 mit dem Tod von King Philip. Die letzten 400 Mohegan bewohnten im 19. Jahrhundert mit ihrem Häuptling Ihtauokam ein Stück Land in Wisconsin am Winnebagosee in der Nähe der Green Bay, welches sie von der Regierung erhalten hatten.
Verwechseln Sie nicht die Mohegan mit den Mahican.



Montauk

Sie sind ein Stamm der Algonkin-Sprachgruppe, der in Long Island, New York beheimatet war. Seine Wohnstätte war das Langhaus und ernährten sich hauptsächlich von Fisch. Die Montauk wurden im 17. Jahrhundert durch Krieg und Krankheit stark dezimiert, so dass sie Mitte des 19. Jahrhunderts fast ausgerottet waren. Ihre Name ist durch eine Felsspitze im Osten von Long Island und durch die Benennung einer Stadt erhalten geblieben.



Nanticoke

Die Nanticoke sind ein Volksstamm der Algonkin-Sprachfamilie, der am Nanticoke River in Maryland beheimatet war. Zwischen ihnen, den Delawaren und conoys bestand eine lose Interessengemeinschaft. Als die englische Besiedlung immer weiter vorrückte, wanderten die Nanticoke im Jahre 1748 zum Susquehanna River nach Norden und schlossen sich dem Irokesen-Bund an.



Narragansett

Sie sind ein Stamm der großen Algonkin-Sprachfamilie, der an der Atlantikküste lebte und zu Beginn der Kolonisation Neuenglands durch die Weißen der führende Stamm der Algonkins an der Küste war. Die Narraganset hatten 30 Dörfer, die in den heutigen Staaten Connecticut und Rhode Island lagen. Sie hatten einen so hohen Führungsanspruch, dass andere Stämme der Region Tribut an sie zahlen mußten. Jedes ihrer Dörfer bildete eine politische Einheit, sie waren aber über einem Bund zusammengeschlossen, dem ein Sachem anführte. Im Jahre 1636 begannen die Pequot unter Führung ihres Sachem Sassacus einen Krieg gegen die Engländer, da diese immer weiter in ihr Stammesgebiet vordrangen, bei dem die Narraganset unter ihrem Sachem Canonicus die verbündeten Engländer mit 1.000 Kriegern unterstützten. Im Juni des Jahres 1637 endete der Pequot-Krieg mit dem Sieg der Engländer. Die Engländer gingen nun auch rücksichtslos gegen ihre Verbündeten vor, was die Narraganset unter ihrem jetzigen Sachem Canonchet, ein Nachfolger und Großneffe des im Jahre 1647 verstorbenen Canonicus, 1675 veranlaßte, sich mit den Wamponoag unter Führung Metacom (die Engländer nannten ihn King Philip) zu verbünden. Diesem Bund traten auch die Pequot und andere Stämme des Gebietes bei. 1675/76 kam es zum Krieg, in dem die vereinigten Stämme von den Engländern und ihren verbündeten Irokesen, Mohegan und andere christliche Indianer vernichtend geschlagen wurden. Sechs Monate nach Beendigung des Krieges wurde Canonchet von den Engländer gefangengenommen und hingerichtet. Mit dem Tod ihres Häuptling und den hohen Verlusten war die Macht der Narraganset gebrochen. Heute gibt es nur noch wenige Narraganset, die um das Fortbestehen ihres Stammes fürchten müssen.
Saconnet: Sie sind eine kleine Untergruppe der Narraganset. Sie hatten einen weiblichen Sachem und kämpften während des König Philip-Krieg (1675) auf Seiten der Briten. Die Saconnet verkauften um das Jahr 1700 ihr Stammesgebiet und nach einer verheerenden Pockenepidemie war die Personenzahl auf ein Dutzend Überlebender gesunken. Compton auf Rhode Island war ihre Heimat. Die Saconnet sind heute ausgestorben.



Nauset

Die Nauset sind ein Volksstamm der Algonkin-Sprachfamilie, der in Langhäusern wie die Irokesen im südlichen Cape Cod lebte. Ihre Hauptnahrung war Fisch.



Neutrale

Die Neutralen sind ein Volksstamm des Irokesenvolkes, die ihre Heimat westlich der Irokesen-Liga hatten. Sie lebten im Süden des Eriesees und ihre Anzahl an Stammesangehörigen glich ungefähr die der Huronen. Neutrale wurden sie genannt von den Franzosen, da sie weder der Irokesen-Liga noch anderen Stammesverwandten im Kampf gegen die Irokesen-Liga unterstützten. Die Neutralen wurden von der Irokesen-Nation im Jahre 1651 unterjocht, nach dem sie die Huronen als Stamm vernichtet hatten. Jedoch ereilte sie eine nicht so schlechte Behandlung wie die anderen Irokesen-Stämme, da sie sich aus allen Kriegen herausgehalten hatten.



Niantic

Sie sind ein Volksstamm der großen Algonkin-Sprachfamilie. Ihre Heimat war der Süden von Cape Cod. Sie erbauten als Behausung Langhäuser und ernährten sich vom Fischfang.



Nipmuck

Sie sind ein Volksstamm der Algonkin-Sprachfamilie, der im heutigen US-Staat Massachusetts lebte. Sie verwendeten als Unterkunft das Langhaus und ernährten sich von der Jagd, vom Fischfang und vom Mais. Die Nipmuck waren in Zentral-Massachusetts im 17. Jahrhundert einer der Stämme den sich die Wampanoag nach ihrer Verdrängung durch weiße Siedler im König Philip Krieg im Jahre 1674 anschlossen. In diesem Krieg waren die Nipmuck mit den Wampanoag und Narraganset unter Führung des Narraganset-Häuptlings König Philip miteinander verbündet. Mit einer Niederlage der drei Stämme endete der Krieg, bei dem die Nipmuck fast vollständig ausgerottet worden. 



Ottawa

Die Ottawa sind ebenfalls ein Volksstamm der Algonkin-Sprachfamilie. Ihre Heimat lag im Norden und Süden des Huronsees. Sie waren sehr kriegerisch und verbündeten sich um das Jahr 1750 mit den Potawatomi, Chippewa, Delawaren, Illinois, Kickapoo, Miami, Sauk und Fox und Shawnee. Da sie Verbündete der Franzosen waren, setzten sie den Engländern heftigen Widerstand entgegen. Nach dem Krieg von 1754 bis 1763 verloren die Franzosen das gesamte Gebiet östlich des Mississippi an die Engländer. Pontiac forderte seine Verbündeten zum Widerstand gegen die englischen Eindringlinge auf, wurde aber nach mehreren Monaten Krieg von seinen Verbündeten im Stich gelassen. Daraufhin gab Pontiac auf. Nach seiner Ermordung kämpften die Algonkin-Stämme auf Seiten der Engländer gegen die 13 aufständischen Kolonien. Nach der Unabhängigkeit standen die Algonkin wieder ihren Feinden den Vereinigten Staaten gegenüber. Die Ottawa, von den Engländern aufgehetzt, führten nun Krieg unter Miami-Häuptlinge Little Turtle und dem Häuptling der Shawnee Blue Jacket gegen die Vereinigten Staaten. Sie schlugen General Harmar 1790, 1791 General St. Clair und wurden erst 1794 von General Wayne in der Schlacht bei Fallen Timbers vernichtend geschlagen. Nach der Grenzziehung gehörten die im Norden des Huronsees wohnenden Ottawas zu Kanada und die im Süden zu den USA. Die in Michigan - zu USA gehörend - lebenden Ottawa, Potawatomi und Chippewa mußten allerdings ihr Stammesgebiet verlassen.



Patchcoag

Patchcoag (auch "Poosepatuck") bedeutet im Deutschen »Wo-sie-sich-teilen«. Sie waren ein kleiner Indianerstamm, der im Südosten von Long Island - dem heutigen New York, lebte.



Pennacook

Sie sind ein Stamm der Algonkin-Sprachfamilie, der an dem Ufer Merrimac River zwischen Massachusetts und New Hampshire lebte. Das Stammesgebiet lag zwischen den Grenzen der Kolonialmächte Englands und Frankreichs.



Pequot

(= die Zertrümmerer). Sie sind ein Stamm der Algonkin-Sprachfamilie und lebten in Cennecticut und Long Island. Ihr Leben glich dem der Atlantikküste. Als Engländer in ihr Stammesgebiet eindrangen, gingen sie 1636 unter ihrem Häuptling Sassacus auf den Kriegspfad. Ihr erster Überfall war erfolgreich, dann aber verbündeten sich die Engländer mit den Narraganset und Mohegan. In der Nacht eines Junitages des Jahres 1637 wurde ein befestigtes Pequot-Dorf von 240 Kolonisten, 1.000 Narraganset und 70 Mohegan angegriffen, die Bewohner getötet und die Wigwams niedergebrannt. 600 Pequot kamen bei diesem Massaker ums Leben. Im King Philip Krieg von 1675 wurden die verbündeten Wamponoag, Narraganset und Pequot von den Engländern vernichtend geschlagen. Damit war die Macht der Pequot und anderer Stämme in New England gebrochen. In kleinen Reservationen in Connecticut leben heute noch einige Pequot.



Petun

Die Petun sind ein Volk der Tobacco-Nation und gehören der irokesischen Sprachfamilie an. Sie waren enge Verbündete der Huronen. Die Petun wurden im Jahre 1649 von den Irokesen vernichtend geschlagen. Um 1610 zählte ihre Bevölkerung 8.000 Personen, die bis 1639 auf 1.200 dezimiert wurde.



Pocumtuc

Die Pocumtuc sind ein Volksstamm der Algonkin-Sprachfamilie, der in Massachusetts lebte und inzwischen ausgestorben ist.



Potawatomi

Sie waren ein Stamm der Algonkin-Sprachfamilie und lebten zwischen den Huron- und Michigansee im heutigen Michigan. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts zogen sie aus ihrer Heimat in den Norden von Illinois. Die Potawatomi zählten zu den gefährlichsten Kriegern der Vereinigten Staaten. Auch wenn es zu einigen Streitigkeiten zwischen den Algonkin-Stämmen kam, so waren die Potawatomi die äußere Verteidigungslinie der Algonkin-Stämme gegen die Sioux. Auch sie waren Verbündete der Franzosen gegen die Engländer. Nach dem Krieg von 1763 mußten sie ihr geamtes Gebiet östlich des Mississippi an die Briten abgeben. Sie schlossen sich daraufhin den Ottawas unter Führung Pontiacs an und kämpften fortan gegen die verhaßten Weißen. Im Unabhängigkeitskrieg waren sie Verbündete der Engländer. Im Jahre 1790 besiegten die Potawatomi unter Führung von Black Wolf und den verbündeten Miami mit Little Turtle an der Spitze General Harman und ein Jahr später auch General St. Clair. In der Schlacht von Fallen Timbers im Jahre 1794 wurden sie von General Wayne vernichtend geschlagen. Auch die Shawnee unter Blue Jacket waren an der Schlacht beteiligt. Nach dem sie auch unter dem Shawnee-Häuptling Tecumseh besiegt wurden, zogen sie sich in ihr Stammesgebiet zurück und blieben ab diesem Zeitpunkt friedlich. 1846 wurden sie aus ihrer Heimat mit sanfter Gewalt vertrieben und nach Kansas gebracht. 1867 wurden die Potawatomi im Indianergebiet von Oklahoma angesiedelt.



Rockaway

Rockaway bedeutet im Deutschen "Sandiger Boden". Sie waren ein kleiner Volksstamm, der auf Long Island - dem heutigen New York, lebte.



Saponi

Sie sind ein sogenannter Außenseiterstamm der Sioux-Sprachfamilie, der in North Carolina und Virginia beheimatet war. 1780 ist der gesamte Stamm durch Seuchen ausgerottet worden.



Sauk und Fox

Sommerhaus der Sauk Die Sauk (Osakiwag = Menschen der gelben Erde) und Fox sind Stämme der Algonkin-Sprachfamilie. Ihre ehemalige Heimat südlich der Großen Seen - die heutigen US-Bundesstaaten Michigan und Wisconsin - verließen sie im Jahre 1750, um sich ihren Stammesverwandten im Ohiogebiet anzuschließen. Sie und die Chippewa, Delawaren, Illinois, Kickapoo, Miami, Ottawa, Potawatomi und Shawnee - alles Stämme der Algonkin-Sprachfamilie - kamen in den Einflußbereich der Franzosen und leisteten vergeblichen Widerstand gegen das Vorrücken der Engländer. Der Krieg in den Jahren 1754 bis 1763 war das letzte Aufbäumen der Franzosen und ihrer verbündeten Indianerstämme gegen die Engländer und Irokesen. Die Sauk und Fox waren am Krieg Pontiacs gegen die Briten nicht mehr beteiligt, da sie bereits das Ohiotal Richtung Mississsippi-Gebiet verlassen hatten. Nach dem Krieg treten die Franzosen Kanada und Louisiana - gelegen westlich des Mississippi - an England ab. Die Sauk wurden auch Sac genannt und hatten fast die gleiche Sprache und Lebensweise wie die Fox. Beide Stämme traten meistens als ein Stamm auf. Sie bewohnten große Dörfer, in denen Wigwams errichtet waren, die sie mit Matten bedeckten, da es Birkenrinde in ihren Stammesgebiet nicht gab. Für ihren Lebensunterhalt gingen sie der Jagd und dem Ackerbau nach. Die Krieger beider Stämme hatten glattrasierte Schädel mit einem rotgefärbten Kamm in der Mitte. Wegen ihrer Kampfeslust waren sie an allen Kriegen der westlichen Algonkin beteiligt. Die Ansiedlungen der Weißen dehnten sich nach dem Krieg von 1812 immer weiter nach Westen aus, was die Sauk und Fox veranlaßte einige Teile ihres Stammesgebiete zu verkaufen. Die Sioux beschwerten sich in Washington wegen der Besitznahme ihres Landes durch die Sauk und Fox. Keokuk, ein Häuptling der Sauk und Fox, trat als Anwalt seines Volkes auf und der Prozeßausgang endete mit dem Sieg durch seine Sachkenntnis und Logik. Im Frühjahr 1853 überfielen 1.500 Krieger der Apachen, Arapaho, Cheyenne und Osage alle Stämme aus dem Osten, die sich in der Prärie festgesetzt hatten. Diese Streitmacht wurde in der Schlacht am Kansas River von 100 Sauk- und Fox-Kriegern in die Flucht geschlagen. Sie wandten dabei eine von den Weißen erlernte Taktik an, in dem sie sich in Doppelreihe aufstellten und nach dem die Krieger der ersten Reihe ihren Schuß abgaben, hinter die zweite Reihe, die jetzt an der Reihe war, zum Nachladen zurückzogen, um dann wieder vorzutreten. Die Angreifer erlitten hohe Verluste, während die Sauk und Fox nur sechs tote Krieger zu beklagen hatten. Gegen diese Disziplin und Präzision hatten die angreifenden Prärie-Stämme nichts dagegen zu setzen. Ein Teil der Sauk und Fox lebt heute in Oklahoma, ein anderer nahe Tama im Bundesstaat Iowa.



Secotan

Sie sind ein Stamm der Irokesen-Sprachfamilie, der in Langhäusern wohnte und Mais als Hauptnahrungsquelle anbaute.



Shinnecock

Die Shinnecock sind ein Stamm der Algonkin-Sprachfamilie, der in Long Island, New York beheimatet war. Sie lebten in Kuppelförmigen Strohhütten und ernährten sich von Mais, Fisch und von der Jagd. 160 Shinnecock lebten noch in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Sie hatten bereits zu dieser Zeit ihre Sprache und Kultur aufgegeben.



Stockbridge

Siehe Housetonic



Susquehanna

Sie sind ein Volksstamm der Irokesen-Sprachfamilie. Ihre Heimat waren die Ufer des Susquehanna River im gleichnamigen Tal. Sie waren zur Zeit der Ankunft der Weißen ein mächtiger Stamm. John Smith berichtete begeistert von den Susquehanna, vom hohen Wuchs und ihrer imposanten Erscheinung. Um das Jahr 1663 lebten sie in gut befestigten Dörfern, die mit kleinen Geschützen versehen waren. Nach der Vernichtung der Erie stürzten sich die Fünf Nationen der Irokesen auf die Susquehanna. Diese konnten die Angriffe mit ihren Kanonen erfolgreich abwehren. Daraufhin änderten die Irokesen ihre Kampftaktik und überfielen die Susquehanna durch kleine Überfälle, mit denen die Fünf Nationen sie schwächten. Als sie bereits stark dezimiert waren, erschienen an der Mündung des Flusses die Quäker, welche die Susquehanna zum Christentum bekehrten. Die überlebenden Susquehanna wurden fortan als Conestoga bezeichnet. Weiße Mitchristen überfielen einige Zeit nach der Bekehrung die geschwächten Susquehanna und metzelten sie nieder.



Tobacco

(= Tabakvolk). Sie sind ein Stamm der mächtigen Irokesen-Sprachfamilie. Sie bewohnten das Gebiet östlich des Eriesees und waren mit den Huronen befreundet. Sie waren Ackerbauern und pflanzten neben dem Mais auch Hanf und Tabakpflanzen an. Die Tobacco verwendeten für den Fischfang Netze. Sie waren ein Volksstamm genauso mächtig wie die Irokesen-Liga gesamt. Sie galten als Feinde der Liga, da sie ihr nicht beitraten. Nach dem die Irokesen-Liga die Huronen besiegt hatten, fielen sie nur neun Monate später - im Dezember 1649 - über die friedlichen Tabacco her und löschten das Volk aus. Wenige Überlebende schlossen sich den Resten der Huronen und Eries an und bildeten den Stamm der Wyandots. Sie kamen unter den Schutz der Ottawa und schlossen sich den mächtigen Algonkin-Bund an.



Wampanoag
(Pokanoket)
Sie sind ein Volksstamm der Algonkin-Sprachfamilie und waren an der Nordostküste im heutigen Bundesstaat Massachusetts beheimatet. Die ersten englischen Kolonisten wurden von den Wampanoag freundschaftlich aufgenommen. Auch beim Bau der ersten Siedlungen waren die Wampanoag unter ihrem Häuptling Massassoit hilfreich. Als Dankbarkeit unterjochten die Engländer sie nach dem Tod ihres Häuptlings. Der Nachfolger, sein Sohn Metacomet (King Philip), konnte daraufhin die friedlichen Beziehungen zu den Engländern nicht fortsetzen und bereitete einen Aufstand vor. Die Wampanoag fingen 1675 zusammen mit den Pequot und Narragansett einen Krieg an. Nach dem sie zwölf Siedlungen der Briten zerstört hatten, wurden sie vernichtend geschlagen. Metacomet wurde getötet und die Überlebenden Wampanoag wanderten ins Landesinnere ab.



Wappinger

Die Wappinger sind ein Volksstamm der Algonkin-Sprachfamilie, der am unteren Hudson River im US-Staat New York wohnte. Auch sie verwendeten als Behausung das Langhaus und ernährten sich von der Jagd, vom Fischfang und bauten Mais an.



Wea

Die Wea sind ein Stamm der Algonkin-Sprachfamilie, der in den heutigen Bundesstaaten Indiana und Illinois wohnte. Abgeleitet von den Algonkin-Wort Wayah-tonuki ist ihr Stammname, was soviel heißt, wie «Volk vom runden Fluß». Der Stamm war mit den Wawyachtonoc eng verwandt. Diese waren eine algonkin-sprachige Untergruppe der Mahican. Ihre Behausung waren Kuppelförmige Stroh-, Rinden- oder Fellhütten. Hauptnahrung war der Mais. Sie lebten in einem Dorf am Wabash-Fluß als Franzosen sie 1718 entdeckten. Da sie gute Beziehungen zu den Franzosen besaßen, errichteten diese in ihrer Nähe einen Handelsposten. Im Jahre 1757 entwickelten die Piankashaw und Wea auch Kontakte zu den Engländern. Im Siebenjährigen Krieg wurde die Zahl der Wea stark dezimiert. Kolonisten zerstörten 1791 das Wea-Dorf. Der Stamm verkaufte 1818 ihr Stammesgebiet und siedelten mit den Piankashaw nach Kansas über. Die Wea wurden 1867 ins Indianerterritorium Oklahoma angesiedelt, wo sie in den Peoria aufgingen.



Wesort

(= Brandywine). Die Wesort sind ein Volksstamm der Algonkin-Sprachfamilie. Ihre Heimat war Maryland. Als Wohnstätte verwendeten sie das Langhaus. Die Hauptnahrungsquelle war der Mais.



Wyandot

Sie sind ein Stamm der Irokesen-Sprachfamilie, der sich aus den von der Irokesen-Liga vernichteten Erie, Huronen und Tobacco zusammensetzte. Ihnen schlossen sich noch die Ottawa an, ein Stamm der Algonkin-Sprachfamilie, der aus Angst vor den Irokesen seine Jagdgründe am Ottawa River aufgegeben hatte. Zusammen ließen sie sich in Michigan nieder. Als die Wyandot wieder zahlreicher geworden waren, verließen sie die Ottawa und zogen rund ein Jahrhundert umher, bevor sie sich schließlich im nördlichen Ohio im Gebiet der Delaware, Miami und Shawnee niederließen. Die Wyandot schlossen sich als Verbündete den Franzosen an und kämpften auf deren Seite siegreich gegen General Braddock und beteiligten sich auch am Pontiac-Krieg. Nach dem Bürgerkrieg waren sie auf Seiten ihrer ehemaligen englischen Feinde gegen die Amerikaner. Unter Little Turtle beteiligten sie sich am Kampf gegen General Harmar und St. Clair, wo sie mit ihren Verbündeten bei Fallen Timbers und Tippecanoe unterlagen. Die Wyandot dienten auch im Indianer-Bataillon von Tecumseh im Krieg von 1812. In Kriegen gegen die Siedler am Ohio und in Kentucky wurden sie durch ihre Grausamkeiten bekannt. Von 1812 bis 1842 lebten die Wyandot auf von der Regierung zugewiesenen Ländereien im nördlichen Ohio und Michigan. Im Jahre 1842 verkauften sie ihr Stammesgebiet und gingen nach Kansas. Später siedelten sie in den Nordosten von Oklahoma - in das ehemalige Indianer-Territorium - über, wo heute noch etwa 300 Stammesangehörige beheimatet sind.

 
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