Cayuga
Die Cayuga waren ein Stamm der Fünf später Sechs Nationen und zählte
1776 noch 1.200 Mitglieder.
Mohawk
Die Mohawk sind ein Irokesen-Stamm der Sechs Nationen. Sie selbst nannten sich Ganeága =
Feuersteinvolk. Im Jahre 1776 zählte ihr Volk ca. 1.000 Mitglieder. Die Irokesen-Liga
wurde als Langhaus dargestellt mit einer Tür auf jeder Seite. Die Mohawk waren die
Wächter des Osttores und wurden auch als Tributeinnehmer bezeichnet.
Adirondack: Dieses Wort ist ein Ausdruck aus der Mohawk-Sprache und
bedeutet »Sie-essen- Bäume«. Die Adirondack waren ein Unterstamm der Mohawk, der
in Notzeiten als Nahrung Baumrinde saß. Sie sind ein Stamm der
Algonkin-Sprachfamilie und ihre Heimat war ein Gebiet nördlich des
St.-Lorenz-Stromes.
Oneida
Die Oneida gehören auch den Sechs Nationen der Irokesen an. Sie hatten etwa 1.000
Stammesangehörige im Jahr 1776. Die Oneida vertraten die Tuscarora in den Sechs
Nationen, da diese erst zu den Fünf Nationen als sechste Nation dazu gestoßen
waren, einen Sitz im Rat hatten, aber nicht selber abstimmen durften.
Onondaga
Die Onondaga waren früher der berühmteste Irokesen-Stamm der Sechs Nationen.
Er zählte 1776 noch 1.200 Mitglieder. Ihre Zahl war im Laufe der Zeit stark
zurückgegangen, da sie wie die anderen Stämme der Liga fast ohne Unterbrechung
Krieg führten und so ihre Krieger dezimierten. Sie waren symbolisch die Hüter
des Ratsfeuers und die Bewahrer des Wampums. Den Onondaga, einst der zahlenreichste
und mächtigste Stamm, wurde die Vormachtstellung eingeräumt, da bei der
Gründung der Liga der berühmte Oberhäuptling Atotarho mit einer klugen
Verhandlungstaktik aufwartete.
Seneca
Die Seneca waren auch ein Irokesen-Stamm der Sechs Nationen, der im Jahre 1776 noch
etwa 3.500 Stammesangehörige besaß und das zahlenmäßig stärkste
Volk der Liga waren. 120 Jahre zuvor als die Irokesen-Nation aus fünf Stämmen
bestand und 25.000 Mitglieder zählte, konnten die Seneca die Onondaga in der Anzahl
der Leute übertrumpfen. Sie waren die Wächter des Westtores und lebten westlich
des Eriesees.
Tuscarora
Sie sind ein Volksstamm der Irokesen-Sprachfamilie. Von ihnen gab es 24 große
Dörfer in North und South Carolina. Wegen des starken Drucks weißer
Eindringlinge zogen sie an die Atlantikküste des heutigen Staates North Carolina.
Sie lebten friedlich bis deutschsprachige Schweizer in ihrem Gebiet eine Kolonie mit
den Namen New Bern gründeten. Mit ihnen lagen die Tuscaroras ständig in
Konflikten, sodass sie 1710 einen Botschafter nach Pennsylvania sandten, um die Erlaubnis
zur Umsiedlung in diesen Bundesstaat zu erhalten. Diese Bitte wurde aber abgelehnt,
ihnen wurde nur für die Regierung Carolinas eine Bescheinigung mitgegeben, in der
das gute Benehmen der Tuscaroras bestätigt wurde. Die Konflikte mit den Kolonisten
dauerten an, was die Tuscarora veranlaßte einen Krieg zu beginnen. Der
General-Feldmesser von North Carolina wurde gefangen genommen und hingerichtet, worauf
die Kolonisten und feindliche Indianer eine Strafexpedition gegen die Tuscarora
unternahmen. Der englische Kommandant vertrat die Meinung gegen die Tuscarora nicht
ausreichend Vergeltung geübt zu haben, was ihm veranlaßte den Waffenstillstand
zu brechen, in dem er eine größere Anzahl Tuscarora gefangennahm und sie zu
Friedensverhandlungen einlud. Sie wurden dann auf Sklavenschiffen gebracht und verschifft.
Daraufhin überfielen die Tuscarora die Ansiedlungen der Weißen, was zu einem
grausamen Krieg gegen Schweizer, Deutsche, Engländer und andere Kolonisten
führte. Im Jahre 1773? unternahmen die Kolonisten einen Vergeltungsschlag, der ihnen
den Sieg bescherte. Die Tuscarora waren seit dem ersten Krieg gegen alle Weißen
mißtrauisch, weshalb sie 1712 die Fünf Nationen der Irokesen um Hilfe baten,
welche ihnen aber verweigert wurde. Den zweiten Krieg verloren die Tuscarora auch. Die
Fünf Nationen boten ihnen nun an, in ihrem Land eine neue Heimat zu finden. Bedingung
hierfür war sich der Liga als sechste Nation anzuschließen und das Gebiet
zwischen den Onondaga und Oneida zu besiedeln. Die Tuscarora nahmen die Bedingungen an,
wanderten nach Norden aus, errichteten in der neuen Heimat ihre Dörfer und erhielten
einen Sitz in der Ratsversammlung der Irokesen-Liga. Bei Entscheidungen durften sie aber
nicht mitstimmen, wurden aber von den Oneida vertreten. Erst ab dem Jahre 1715 wird in
der Geschichte von sechs Nationen gesprochen.
Trotz der verlustreichen und
mörderischen Kriege zählten die Tuscarora im Jahre 1776 noch 2.000
Stammesangehörige und waren die zweitgrößte Nation nach den Seneca.
Für die durch Kämpfe stark geschwächten Irokesen-Stämme brachte
dieser Zuwachs eine Verstärkung der Liga.
Mingo
||| = ist kein Fehler, aber den Sechs Nationen gehörten sie nicht an, aber wohin
mit den Stamm? Das Wort «Mingo» ist die Bezeichnung der Delawaren für
die sechs Nationen wie auch für alle Irokesen. Die Kolonisten verwendeten dieses
Wort für eine unabhängige Gruppe Irokesen. Ihre Heimat war Pennsylvania. Sie
siedelten aber ins Ohio-Quellgebiet um 1750 über. Hier wurden sie Freunde der
Shawnee wie auch anderer Algonkin-Stämme. Ihre Geschichte wurde teilweise die
Geschichte der Algonkin. Sie zogen den Ohio hinab und schlossen sich nach ihren
Wanderungen den Wyandot an wie auch anderen Gruppen der Irokesen. Ihr Weg führte
sie erst nach Kansas und schließlich ins Indianerterritorium. Im Jahre 1774
führten die Mingo Krieg gegen die Weißen in West-Virginia und Teilen von
Pennsylvania, da diese in ihr Stammesgebiet eindrangen. 1812 endeten die
Auseinandersetzungen, die nicht fortwährend angedauert hatten. Geschichte schrieb
der Stamm mit ihrem Häuptling Tahgahjute, den die Weißen John Logan nannten.