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Indianer-Stämme des Plateau


Bannock | Cayuse | Celilo | Colville | Couer d'AlÚnes | Flathead | John Day | Kalapuya | Kalispel | Kititas | Klamath | Klikitat | Kutenai | Lake | Lillooet | Methow | Molale | Multnomah | Nespelem | Okinagan | Palouse | Pswanwapam | Rock Creek | Sanpoil | Sekhushtuntunne | Shushwap | Sinkquaius | Spokan | Thompson | Tygh Valley | Umatilla | Wallawalla | Walua | Wanapam | Wasco | Wauyukma | Wenatchi | Yakima

Zu folgenden Stämmen des Plateaus gibt es separate Seiten:
Modoc | Nez Percé

Bannock
Die Bannock sind ein Volksstamm der uto-aztekischen Sprachfamilie, der im südlichen Idaho beheimatet war. Ihre Wohnstätte war das Tipi. Sie machten Jagd auf Großwild. Die Bannock sind historisch mit den Shoshoni verwandt und gehören den numanisch-sprechenden Stämmen an. Sie lebten unter schwierigsten Bedingungen im rauhen Hochland. Im Jahre 1985 wurden im Wind River Reservat im Wyoming etwa 2.250 Stammesangehörige registriert.



Cayuse

Tipi der Cayuse Die Cayuse sind ein Volksstamm der Penuti-Sprachfamilie. Ihre Heimat waren die Rocky Mountains von Oregon. Sie waren erfolgreiche Pferdezüchter einer Rotschimmelrasse. Das besondere dieser neuen Rasse war die rote Farbe mit einer weiße Hinterhand oder ihre weiße Farbe mit einer roter Hinterhand. Die Rotschimmel waren in ihrer Statur größer als alle anderen Pferde des Westens, stark und außerdem sehr wendig. Sie besaßen also alle Eigenschaften, die zum Zusammentreiben von Rinderherden wie auch zum Hüten dieser vom Vorteil war. Die anderen, kleineren Pferde ihrer Nachbarn waren Züchtungen asiatischer oder europäischer Rassen oder Kreuzungen dieser. Die Cayuse, welche sehr kriegerisch waren, brannten im Jahr 1847 die Mission des Missionars Whitman bei Wallawalla im Stammesgebiet der Shahaptin nieder. Der Missionar und seine Familie wurden getötet. Eine nationale Gedenkstätte wurde später hier eingerichtet. 1855 wurde ein Friedensvertrag abgeschlossen und die Cayuse in der Umatilla-Reservation umgesiedelt. Die Cayuse waren durch hohe Kriegerverluste dezimiert, hinzu kam noch eine Blatternepidemie, die den Stamm vollständig ausrottete.



Celilo

Die Celilo sind ein Stamm der athapaskischen Sprachfamilie, der im Osten des heutigen Bundesstaates Oregon lebte. Ihre Wohnstätte war das Tipi und als Nahrung verwendeten tierische und auch pflanzliche Produkte.



Colville

Sie sind ein Volksstamm der Salish-Sprachfamilie, der im Nordosten des heutigen Bundesstaates Washington und im südlichen British Columbia beheimatet war. Ihre Behausung war die Erdhütte und als Nahrung diente hauptsächlich Wild und Fisch. Die Colville sind eine Untergruppe der Spokane-Stämme.



Couer d'AlÚnes

Couer d'AlÚnes = Geiziges Herz. Sie sind ein Stamm der Salish (= Vergessenes Volk), die zu Verwandten der Algonkin-Sprachfamilie gehörten. Sie nannten sich selbst Skitswish und lebten in den nordwestlichen Rocky Mountains. Die Couer d'AlÚnes waren mit den Flathead und Kalispel, die ebenfalls den Salish-Stämmen angehörten, eng verbunden. Sie wurden im Jahr 1830 von Jesuiten-Missionaren zum Christentum bekehrt wie auch ihre obengenannten Nachbarn. Als sich die Yakima und Spokane im Jahre 1858 gegen die US-Armee erhoben, beteiligten sich die Couer d'AlÚnes, Flathead und Kalispel nur mit geringem Interesse. Die fünf Stämme schlossen 1859 einen Friedensvertrag. Die Couer d'AlÚnes hatten ein an Rotwild und eßbaren Wurzeln reiches Stammesgebiet. Dazu kamen noch die alljährlich wiederkehrenden Lachse, die die Flüsse zum Laichen aufsuchten. Mit ihnen konnten sie Vorräte an Trockenfisch als Nahrungsreserve anlegen. Ihre Behausung war die Erdhütte.



Flathead

Frau und Mädchen der Flathead um 1900 (= Flachköpfe). Die Flathead sind ein Stamm der Salish-Gruppe, der womöglich verwandt ist mit der Algonkin-Sprachfamilie. Ihre Heimat war das Bitterroot Gebiet im westlichen Montana. Jedes Jahr brachen sie zur Büffeljagd in die Prärie auf, wobei sie den nordwestlichen Kamm des Felsengebirges überquerten. In dieser Zeit wohnten sie in Tipis und ihre Lebensweise glich denen der Plain-Stämme. Ihre Büffeljagd wurde in den Jagdgründen der Blackfoot und Crow unternommen, die deshalb die Hauptfeinde der Flathead waren. Trotz der Übermacht ihrer Feinde wagten sie sich auch auf die Ebenen hinaus, wo sich die kriegerischen Flathead sogar durchsetzen konnten. Ihren Erzählungen nach überraschten sie zu Beginn des 19. Jahrhunderts Krieger der Blackfoot, die sie allesamt nieder machten. Durch dieses Ereignis wurden sie von ihren Gegnern einige Zeit lang in Ruhe gelassen. Im Jahre 1830 bekehrten Jesuiten-Missionare die Flathead zum Christentum. Die Flathead galten als aufrichtig, intelligent und sauber. Der Gouverneur von Montana schloß im Auftrag der US-Regierung mit den Blackfoot, Gros Ventres, Kutenai, Nez PercÚ und mit den Flathead im Jahre 1855 einen Friedensvertrag. 1858 wurde von Seiten des US-Militärs ein Konflikt falsch eingeschätzt, wodurch es zum Aufstand der Couer d'AlÚne, Flathead, Kalispel, Spokan und Yakima kam. Ein Jahr später folgte ein Friedensvertrag, der von Seiten der Flathead auch gehalten wurde, als die US-Armee Feldzüge gegen die Northern Cheyenne, Dakota, Nez PercÚ und Arapaho unternahm. Trotz der Bitte um Beistand von Seiten ihrer Nachbarstämme beteiligten sich die Flathead nicht an dem Kampf. Nach der Ausrottung der Bisons konnten sich die Flathead ausreichend ernähren. Ihr Stammesgebiet war reich an Rotwild, eßbare Wurzeln konnten ausgegraben werden und in den Bächen wurden Fische in Reusen gefangen.



John Day

Sie sind ein Stamm der Penuti-Sahaptin-Sprachgruppe, der am Columbia River beheimatet war. Ihre Wohnstätte war das Tipi und ihre Nahrung bestand aus tierischen und pflanzlichen Produkten.



Kalapuya

Die Kalapuya (auch Calapooya) sind ein Stamm der Penuti-Sprachfamilie, der im Willamette-tal in Oregon lebte. Ihre Behausung war die Erdhütte und als Nahrung gab es tierische wie auch pflanzliche Produkte.



Kalispel

(= franz. Pendants d'Oreilles = Ohrringvolk; engl. Pends d'Oreille). Sie sind ein Stamm der Salish (= Vergessenes Volk), die zu den Verwandten der Algonkin-Sprachfamilie gehörten. Ihre Heimat war der Nordwesten der Rocky Mountains. Die Kalispel waren eng mit den verwandten Salish-Stämmen der Flathead und Couer d'AlÚnes verbunden. Auch ihre Lebensweise glich die der Couer d'AlÚnes.



Kititas

Die Kititas sind ein Volksstamm der Penuti-Sahaptin-Sprachgruppe, der im US-Staat Washington beheimatet war. Sie lebten in Erdhütten und ernährten sich von Großwild und Fisch.



Klamath

Die Klamath sind ein Stamm der Penuti-Sprachfamilie und leben im südlichen Oregon. Sie waren mit den Modoc verwandt, die ihre Nachbarn waren. Sie erhielten eine Reservat auf ihrem eigenen Land. Die Klamath wurden auch gut von der Indianeragentur versorgt was zu keinen Feindseligkeiten führte. Im Jahre 1864 kamen die Modoc in ihre Reservat, dass die Klamath veranlaßte sich großspurig aufzuführen. Die Neuankömmlinge durften kein Holz für Feuer schlagen genau sowenig Jagen. Dieses unwürdige Verhalten der Klamath hielten die Modoc sechs lange Jahre durch bis sie mit ihrem Oberhäuptling Kintpuash die Reservation verließen und sich an ihrem alten Wohnsitz wieder ansiedelten. Die Hälfte des Stammes waren in diesen Jahren bis 1870 an Entkräftung, Hunger und Krankheiten gestorben. Nur der Häuptling Schonchin mit seinen Anhängern blieb, weil er des Kampfes Müde war. Die Klamath erlaubten ihnen nun soviel zu Jagen, dass es zum Sattwerden reichte.



Klikitat

Die Klikitat sind ein Stamm des Shahaptin-Zweiges der Penuti-Sprachfamilie. Sie lebten in den nordwestlichen Rocky Mountains. Sie waren Steinkocher und Korbflechter. Ihre Lebensweise war ähnlich wie die ihrer Stammesverwandten den Nez PercÚ und Wallawalla.



Kutenai

Die Kutenai gehören wahrscheinlich der Algonkin-Sprachfamilie an und waren die nördlichen Nachbarn der Flathead. Sie waren am Big River, einem Nebenfluß des Columbia River nahe der kanadischen Grenze beheimatet. Sie jagten Rotwild, ernährten sich von Wurzeln und Beeren und gingen auch dem Fischfang nach. Die Büffeljagd diente zur Nahrungsergänzung. Ihr Dialekt glich denen der Salish, die auch ihre Verbündete waren. Die Lebensweise der Kutenai war eng mit der ihrer Nachbarn verbunden.



Lake

Sie sind ein Stamm der Salish-Sprachfamilie, der im Süden von British Columbia beheimatet war. Als Behausung verwendeten sie die Erdhütte. Ihre Nahrung bestand hauptsächlich aus Fisch und Wild.



Lillooet

Die Lilooet sind ein Stamm der Salish-Sprachfamilie, der im Süden von British Columbia beheimatet war. Als Wohnstätte verwendeten sie die Erdhütte. Ihre Nahrung war hauptsächlich Fisch und Wild. 1967 hatte der Stamm 2.374 Mitglieder und ist damit einer der größten im westlichen Kanada.



Methow

Die Methow sind ein Stamm der Salish-Sprachfamilie, der im Norden sowie im Zentrum des US-Staates Washington beheimatet war. Als Wohnstätte diente das Blockhaus und ihre Nahrung war hauptsächlich Fisch.



Molale

Die Molale sind ein Stamm der Penuti-Sahaptin-Sprachgruppe und ihre Heimat war das nördliche Zentrum von Oregon. Als Wohnstätte diente das Tipi. Ihre Nahrung bestand aus pflanzlichen und tierischen Produkten.



Multnomah

Die Multnomah sind ein Stamm der Penuti-Chinook-Sprachfamilie. Sie lebten nördlich wie auch südlich des Columbia Rivers. Die Multnomah bewohnten die Erdhütte und ernährten sich hauptsächlich von Fisch.



Nespelem

Sie sind ein Volksstamm der Salish-Sprachfamilie, der im Osten von Washington und im Westen von Idaho wohnte. Die Erdhütte war ihre Unterkunft. Sie ernährten sich von Wild und Fisch.



Okinagan

Die Okinaga sind ein Volksstamm der Salish-Sprachfamilie, der in British Columbia beheimatet war. Ihre Wohnstätte war die Erdhütte und ihre Nahrung war hauptsächlich Großwild. Untergruppen der Okinagan waren die Lower Okinagan (Konkonelp, Conconcully). 1967 hatte der Stamm 1.900 Stammesmitglieder.



Palouse

(auch "Pelus", "Pelouse", "Palus"). Sie sind ein Zweigstamm der Wallawalla, der in den nordwestlichen Rocky Mountains lebte. Sie erreichten hohes Ansehen durch die Zucht ihrer kostbaren Palouse-Pferde.



Pswanwapam

Sie sind ein Stamm der Penuti-Sahaptin-Sprachfamilie, der im Innern von Washington lebte. Als Wohnstätte verwendeten sie die Erdhütte und ihre Hauptnahrung war der Fisch.



Rock Creek

Die Rock Creek sind ein Stamm der Penut-Sahaptin-Sprachgruppe, der entlang des Columbia Rivers wohnte. Als Behausung diente das Tipi und ihre Hauptnahrung bestand aus tierischen und pflanzlichen Produkten.


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Sanpoil

Die Sanpoil sind ein Stamm der Salish-Sprachgruppe, dessen Heimat das südliche British Columbia war. Sie wohnten in Erdhütten und ihre Nahrung bestand aus Großwild und Fisch.



Sekhushtuntunne

Die Sekhushtuntunne sind ein Stamm, der in frühgeschichtlicher Zeit am Coquille River in Oregon lebte. Sekhushtuntunne = Volk-der-großen-Felsen.



Shushwap

Sie gehören der Salish-Sprachgruppe an und bewohnten die Fraser-Region in British Columbia. Ihre Behausung war die Erdhütte und ihre Nahrung Großwild und Fisch.



Sinkquaius

Sie sind ein Stamm der Salish-Sprachgruppe, der im östlichen Washington wohnte. Ihre Behausung war die Erdhütte und als Nahrung wurde Großwild gejagt und Fisch gefangen.



Spokan

Die Spokan sind ein Stamm der Salish-Sprachfamilie und lebten nördlich der Nez PercÚ im nordwestlichen Idaho und nordöstlichen Washington in den Rocky Mountains. In ihrem Stammesgebiet gab es viel Rotwild, Lachse und eßbare Wurzeln. Nach dem das Pferd bei ihnen Einzug hielt, unternahmen sie alljährlich Ausflüge in die Prärie auf Büffeljagd. Ab diesem Zeitpunkt an wurde bei ihnen die Kleidung, das Tipi und Kunstelemente der Prärie-Indianer übernommen.
Chewelah: Die Chewelah sind ein Unterstamm der Spokane. Sie lebten in Erdhütten und ernährten sich hauptsächlich von Fisch und Wild.



Thompson

Die Thompson sind ein Volksstamm der Salish-Sprachgruppe. Sie bewohnten Erdhütten und ernährten sich von Karibu, Elch und Fisch.



Tygh Valley

Sie sind ein Stamm der Penuti-Sahaptin-Sprachgruppe, der entlang des Columbia Rivers lebte. Die Tygh Valley bewohnten Tipis und ernährten sich von tierischen wie auch von pflanzlichen Produkten.



Umatilla

Die Umatilla sind ein Stamm der Penuti-Sahaptin-Sprachgruppe, der im nordöstlichen Oregon lebte. Sie bewohnten einfache Tipis oder Erdhütten und ernährten sich von tierischen wie auch von pflanzlicher Nahrung. Auch heute leben die Umatilla nahe dem Columbia River. Lewis & Clark entdeckten den Stamm auf ihrer Expedition 1804. 1.578 Umatilla wurden 1985 im Umatilla-Reservat registriert.



Wallawalla

Die Wallawalla sind ein Stamm des Shahaptin-Zweiges der Penuti-Sprachfamilie. Sie lebten in den nordwestlichen Rocky Mountains. Ihre Lebensweise war ähnlich wie die ihrer Stammesverwandten, den Des Chutes, Klikitat, Palouse und Yakima.



Walua

Die Walua sind ein Volksstamm der Sahaptin-Sprachgruppe, der im Osten des heutigen Bundesstaat Washington lebte. Sie bewohnten Erdhütten und ernährten sich von Großwild und Fisch.



Wanapam

Sie sind ein Volksstamm der Penuti-Sahaptin-Sprachfamilie. Ihre Heimat lag im heutigen US-Staat Washington. Sie bewohnten Erdhütten und ernährten sich hauptsächlich von Wild und Fisch.



Wasco

Die Wasco sind ein Volksstamm der Penuti-Chinook-Sprachgruppe, der im heutigen US-Staat Oregon lebte. Sie bewohnten Erdhütten und ernährten sich hauptsächlich von Fisch.



Wauyukma

Die Wauyukma sind ein Stamm der Sahaptin-Sprachgruppe, der im Osten des heutigen US-Staat Washington lebte. Sie wohnten Erdhütten und ernährten sich Wild und Fisch.



Wenatchi

Die Wenatchee sind ein Stamm der Salish-Sprachgruppe, der entlang des Columbia Rivers im Zentrum des heutigen Bundesstaates Washington beheimatet war. Ihre Unterkunft war die Erdhütte und als Nahrung diente hauptsächlich Fisch. Nach ihrem Namen wurde der Wenatchee-Forst benannt.



Yakima

Die Yakima sind ein Zweigstamm der Shahaptin, der der Penuti-Sprachfamilie angehört. Sie lebten entlang des Yakima Rivers, der westlich des Columbia Rivers im heutigen Staat Washington fließt. Sie ernährten sich wie die stammesverwandten Klikitat, die weithin bekannten Nez PercÚ, Umatilla und Wallawalla von Camaswurzeln, Beeren und vom Lachs. Als das Pferd auch in ihr Gebiet kam, übernahmen sie von den Plain-Stämmen die Kleidung, das Tipi und die Büffeljagd. Die Büffeljagd wurde aber nur hin und wieder betrieben.
 
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