Halchidhoma
Die Halchidhoma sind ein Stamm der uto-aztekischen Sprachfamilie. Sie verwendeten als
Behausung die Kuppelförmige Rinden-, Stroh- oder Fellhütte. Ihre Nahrung waren
Kleinwild und Wildpflanzen.
Havasupai
Die Havasupai sind ein Stamm der Hokan-Sprachgruppe aus der Sioux-Sprachfamilie. Sie
lebten im Nordwesten von Arizona und waren Ackerbauern. Ihr Stammesgebiet war ein mit
reichlich Wasser versorgter Canyon, der sich von Süden her an den Grand Canyon
anschloß. Außerdem Ackerbau fertigten sie auch schöne Töpfereien
an. Als in ihrem Stammesgebiet im Jahre 1862 Gold gefunden wurde, besetzten Tausende von
Goldsuchern das Land und verdrängten die Havasupai.
Kavelchadom
Sie sind ein Volksstamm der Hoka-Yuma-Sprachgruppe, der in Arizona lebte. Als Behausung
verwendeten sie die Kuppelförmige Rinden-, Stroh- oder Fellhütte. Die
Kavelchadon ernährten sich von Kleinwild und Wildpflanzen.
Kohuana
Die Kohuana sind ein Volksstamm der Hoka-Yuma-Sprachgruppe, der in Arizona beheimatet war.
Ihre Behausung war die Kuppelförmige Rinden-, Stroh- oder Fellhütte. Die Kohuana
ernährten sich von Kleinwild und Wildpflanzen.
Maricopa
Die Maricopa sind eine Stammesgruppe der Yuma-Volksgruppe der Hokan-Sprachgruppe, der der
Sioux-Sprachfamilie angehört. Die Krieger dieses Stammes trugen als Kopfbedeckung
einen großen Federschmuck. Sie ließen sich äußerst gerne von der
US-Armee als Scouts anwerben, wenn es gegen die Erzfeinde - den Apachen - ging. Ebenfalls
waren die sie mit den Yuma und Mohave verfeindet, die ihnen im Jahre 1857 eine solche
Niederlage beibrachten, dass sie ihre Jagdgründe im Mündungsgebiet des Colorado
Rivers aufgeben mußten. Sie flüchteten zu ihren befreundeten Pimas, um der
vollkommenen Ausrottung zu entgehen.
Mohave
Sie sind ein Stamm des Yuma-Volksstammes der Hokan-Sprachfamilie. Nach dem Namen des
Stammes wurde die kalifornische Wüste - die Mohave-Wüste benannt. Das Stammesgebiet
lag an den Ufern des Colorada. Es war fruchtbar und deshalb wurden sie Bauern. Die Ebenen
entlang des Colorados wurden in regelmäßigen Abständen überflutet,
was eine reiche Ernte einbrachte. Der Boden, welcher als Ackerland verwendet wurde,
wurde väterlicherseits vererbt und war Eigentum der Sippe oder Familie. Als
Bekleidung trug die Frau einen Lendenschurz, der Mann hingegen ging nackt. Die Frau wie
auch der Mann waren reich tätowiert. Ihr Stammesgebiet wurde bewacht, auf jede
Grenzverletzung folgte Krieg. Die Behausung war ein großes Pfahlhaus mit flachem
Dach. Neben dem Ackerbau fertigten sie auch Töpferwaren an. Das Hauptinteresse der
Mohave war der Krieg und die Erbeutung eines Skalpes war sehr bedeutend. Sie
bekämpften vornehmlich Angehörige ihrer eigenen Gruppe. Demnach war auch die
Kampftechnik gleich. Beide Parteien stellten sich in einer Linie gegenüber auf. Der
Gegner wurde in einer Zeremonie herausgefordert. Bevor jedoch der Kampf begann,
kämpften angesehene Krieger beider Gruppen gegeneinander. Der Verlierer wurde
einer Reinigungszeremonie unterzogen und im Anschluß getötet oder als Sklave
gehalten. Von Utah-Mormonen wurden im Jahre 1858 einige Häuptlinge der Mohave zum
christlichen Glauben bekehrt und gegen die Amerikaner aufgehetzt. Sie überfielen
auf dem Beal Trail einen Wagenzug und töteten 18 weiße Siedler. Die Mohave
wurden daraufhin von der US-Armee 1859 gestellt und vernichtend geschlagen. Mehr als
die Hälfte fielen in der Schlacht. Cairook, der Oberhäuptling der Mohave und
weitere sechs Häuptlinge wurden als Geiseln in das Fort Yuma gebracht. Auf einem
angeblichen Fluchtversuch wurde der Oberhäuptling und vier seiner Begleiter
erschossen. Yarateva, der Nachfolger von Cairook, schloß mit den Amerikanern einen
Friedensvertrag. Seine Krieger verfolgten fortan ausgebrochene Sträflinge, die aus
Fort Yuma, dem neuen Staatsgefängnis, ausbrachen. Man schnitt ihnen die Köpfe
ab und erhielt dafür eine Kopfprärie.
Pima
Das Wort »Pima« ist abgeleitet vom Papago-Sprache Akimelootam = Flußvolk. Die Pima
sind ein Volksstamm der uto-aztekischen Sprachfamilie vom aztekischen Zweig, genannt
Nahuatl. Sie lebten am Gila River und betrieben Ackerbau. Die Pima beschäftigten
sich aber auch mit der Korbflechterei und mit dem Töpferhandwerk. Ihre Felder
bewässerten sie mit Hilfe eines künstlichen Bewässerungssystems, dass sich
Kilometer weit hinzog. Die Gräben wurden mit primitiven Werkzeugen ausgehoben. Neben
Feldfrüchten bauten sie auch Baumwolle an. Von den Weißen übernahmen die
Pima den Weizen und die Rinderzucht. Das Land der Papago war unfruchtbar, deshalb
arbeiteten sie einige Monate bei ihren Verwandten am Gila River und erhielten dafür
Nahrungsmittel.
Wie die Arapaho, Cheyenne usw. so teilte sich der Stamm der Pima in zwei Unterstämme:
in die Oberen Pima, die in Südarizona lebten, und in die Unteren Pima, welche in der
mexikanischen Provinz Sonora beheimatet waren. Die Pima lebten in engen Dörfern
und waren gesellschaftlich in zwei Clans geteilt, und zwar in den Bussard- und in den
Coyoten-Clan. In ihrer Religion legten sie sehr viel Wert auf Visionen und die Kraft, die
aus ihnen hervorging. Die Schamanen der Pima mußten eine Ausbildung absolvieren.
Bei besonderen Zeremonien nahm neben dem Schamanen auch ein Priester teil. Wenn die
entsprechende Zeit zur Verfügung stand, wurde neben den Streitigkeiten lange
Zeremonien abgehalten. Wenn ein Krieger einen Feind getötet hatte, so mußte
er sich einer sechzehntägigen Reinigung unterziehen.
Der Stamm der Pima war friedlich. Jedoch wenn sie angegriffen wurden, verteidigten sie
sich mit aller Macht. Die Pima hatten als ärgsten Feind die Apachen. Mit den Spaniern
kamen die Pima erst 1780 in Kontakt als diese in Tucson eine Garnision errichteten. Im
Jahre 1853 wurde zwischen Arizona und Mexiko die endgültige Grenze gezogen. Bis auf
wenige Streitigkeiten hatten die Pima zu den Amerikanern gute Beziehungen. Sie dienten
sie den Amerikanern im Arizona-Bataillon. Der bekannteste Oberhäuptling der Pima war
Antonio Azul.
Was Ehen anging, waren die Pima sehr freizügig. So wurden von weißen Partnern
oft Geschlechtskrankheiten eingeschleppt. Es soll auch vorgekommen sein, dass Neugeborene
getötet wurden.
Walapai
Sie sind ein Stamm der Hokan-Sprachgruppe, der der Sioux-Sprachfamilie angehört.
Die Walapai bewohnten ein Stück Land im Nordwesten von Arizona, welches sie etwas
bebauten. Sie wurden von Ranchern, deren Cowboys und Rinderherden in den sechziger
Jahren des 19. Jahrhunderts aus ihrem Land am Colorado River gedrängt. Die Walapai
wehrten sich verzweifelt dagegen, konnten aber der Übermacht nicht standhalten und
wurden in die Reservation abgeschoben.
Yaqui
Die Yaqui sind ein Stamm der Cahati der uto-aztekischen Sprachfamilie, der in Arizona und
Sonora lebte. Ihre Behausung war die Kuppelförmige Rinden-, Stroh- und Fellhütte
und als Nahrung verwendeten sie hauptsächlich Mais. Sie lebten einst am Fluss,
der ihren Namen trägt und zogen dann nach Norden bis nach Arizona. Obwohl die
Spanier eine Kolonnie in ihrer Nachbarschaft hatten, unterwarfen sie die Yaqui niemals.
Die Yaqui begannen in den Jahren 1740 und 1764 größere Aufstände gegen
die Spanier. Auch in der Zukunft gab es immer wieder Konflikte mit der Regierung Mexikos.
Die Yaqui hatten zwischen 1885 und 1906 einen dauerhaften Krieg mit der mexikanischen
Armee. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die Yaqui ins südliche Mexiko
abgedrängt. Im Jahr 1915 begannen sie einen Krieg gegen Pancho Villa im Yaqui-Tal.
200 mexikanische Soldaten wurden von den Yaqui im Jahre 1916 getötet.
Yavapai
(= Volk der Sonne). Die Yavapai sind ein Stamm der Hokan-Sprachgruppe aus der
Sioux-Sprachfamilie. Sie vermischten sich mit den Tonto-Apachen und wurden auch als
Apache-Mohave bekannt. Da zwischen beiden Stämmen von den Weißen kein
Unterschied gemacht wurde, konnten die Yavapai auf Kosten der Tonto Überfälle
durchführen. Eine Gruppe von Yavapai ermordeten im Jahre 1851 die Auswandererfamilie
Oatman, die am Gila-River siedelte. Der Ort ist heute als Oatman Flat bekannt. Nur
die zwölfjährige Tochter, Olive, überlebte das Massaker und wurde als
Sklavin an die Mohave verkauft. Fünf Jahre später befreite ein Yuma die junge
Frau, worauf sie in die Zivilisation zurückkehren konnte. Diese Story lieferte der
Presse eine Menge an Schlagzeilen. Goldsucher verdrängten im Jahr 1862
schließlich die Yavapai aus ihrem Stammesgebiet, trotz ihrer heftigen Gegenwehr.