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Frühe Kulturen: Steinkocher

Von Alaska bis Südkalifornien hatte sich einst die Steinkocher-Kultur ausgebreitet. Sie kannten noch nicht die Töpferei. Deshalb verwendeten sie ausgehöhlte Holzgefäße, aus Rinde oder Haut gefertigte Gefäße und geflochtene Behälter. Tausende von Jahren dauerte es bis sich aus Pflanzensammlern der Cochise-Kultur des Südwesten sich die Korbflechter entwickelten. Erst die Steinkocher waren in der Lage wasserdichte Behälter und Gefäße herzustellen.

Die Menschen der prähistorischen Frühkulturen kannten noch nicht das Feuer und aßen alles noch roch - deshalb auch der Name «Rohfleischesser». Diese Bezeichnung ist uns bereits von den Inuit bekannt.

Später wurden Steine im Feuer erhitzt und in hölzerne Gefäße gelegt, um das darin befindliche Wasser zum Sieden zu bringen. Im Anschluß wurde Fleisch und pflanzliche Nahrung hinzugegeben.

Dieser Fortschritt brachte einerseite eine bessere Ernährung der Säuglinge und Kleinkinder und somit wurde die Kindersterblichkeit gesenkt, zum anderen half es den älteren Menschen, die ihre Zähne verloren hatten und nicht mehr kauen konnten.

Die Technik des Erhitzens von Wasser war höchst einfach. Bevor jedoch Nahrung zubereitet werden konnte, hob man erst im Boden ein Loch aus in das ein Gefäß gestellt wurde, in dem man dann Wasser füllte. Diese Technik verwendeten die Kutenai noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Selbst Indianer im Osten von Kanada benutzen diese Art des Wasserkochens bei Jagdausflügen heute noch. Dazu verwenden sie die Rinde der Canoebirke und formen aus ihr wasserdichte Behälter.

Die dampfenden Steine gaben Mineralstoffe ab, die dem Gericht eine besondere Geschmacksnote verliehen. Eicheln im Südwesten und Lachs im Norden war die Hauptnahrung der Steinkocher.

Nur zu einer bestimmten Zeit gab es die Eicheln, deshalb war es erforderlich einen Vorrat anzulegen. Die Schalen wurden entfernt und die Samenfrüchte getrocknet. Diese kamen dann in Körbe, die man in Vorratsgruben versenkte. Da Eicheln eine gefährliche Gerbsäure enthalten, die ohne Entfernung zum Tod führen kann, wurden die Samen vor dem Verzerr zu feinem Mehl zerstampft und mit der Zusetzung von kalten Wasser zu einem Brei geformt, der zum Säuern aufgestellt wurde und von Zeit zu Zeit mit Wasser übergossen wurde. Durch das Wasser wurden die bitteren Gerbstoffe ausgespült bis ein eßbarer Teig entstand, der über offenen Feuer zu Brot gebacken wurde. Dieses Brot war einige Zeit haltbar. Der Teig wurde auch zu einer Suppe verarbeitet, der man noch Kräuter zur Geschmacksverbesserung beimischte.

Die Fischer im Nordwesten fingen mit Speeren Lachs zum Zeitpunkt, wenn diese Fische zum Laichen die Flüsse hinaufschwammen. Sie wurden von den Frauen entgrätet und zum Trocknen aufgehängt. Der so zubereitete Fisch wurde dann mit Steinen zu Brei zerstampft und unter Hinzugabe von Beeren und Wurzeln im Anschluß in Körbe gelegt und in Erdgruben aufbewahrt. Diese Zubereitung machte den Fisch lange haltbar. Die so hergestellte Speise war schmackhaft und sehr gesund.

Prärie-Indianer verwendeten die Kochtechnik der Steinkocher-Kultur selbst noch im 20. Jahrhundert. Das in die Erde versenkte Gefäß war aus Büffelhaut hergestellt.

Die Steinkocher entwickelten sich über einen längeren Zeitraum - Jahrhunderte bis Jahrtausende - zu Korbflechtern. Im Südwesten war vor allem die Korbflechter-Kunst verbreitet, aus der sich die gleichnamige Kultur entwickelte.
 
 
 
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